Schon einige Wochen im Voraus fachen Adventskalender und Weihnachtsmärkte unsere Vorfreude an. Selbstgebackene Kekse, Karpfen oder Ente kommen traditionell auf den Tisch, Geschenke gibt es an Heiligabend unter dem festlich geschmückten Nadelbaum. So zumindest feiert Deutschland Weihnachten – aber es geht auch ganz anders. In diesen Tagen erleben das die Jugendlichen, die als Austauschschüler Weihnachten in ihrer Gastfamilie verbringen. Highschoolberater ec.se hat einige Traditionen zusammen gestellt: In den USA beginnt die Weihnachtszeit mit Thanksgiving, das immer am vierten Donnerstag im November stattfindet. Häuser und Gärten werden mit Lichterketten und Figuren dekoriert, in den nördlicheren Regionen Kanadas können das auch Eisskulpturen sein. Wie in Deutschland gehört der festlich geschmückte Nadelbaum auch hier zu Weihnachten. Heiligabend gehen viele Amerikaner und Kanadier in die Kirche, traditionell kommt an den Festtagen Truthahn auf den Tisch. In Kanada endet die Weihnachtszeit mit der so genannten “Fete du Roi”, dem Dreikönigstag. Er wird am 06. Januar in der französischsprachigen Provinz Quebec gefeiert. In Nordamerika gibt es die Geschenke zumeist am Morgen des 1. Weihnachtsfeiertages – gerade wenn jüngere Kinder zur Familie gehören. Sie hängen Strümpfe an den Kamin, lassen für Santa Claus ein Glas Milch und ein paar Kekse, für die Rentiere Möhren oder Obst auf der Fensterbank zurück und hoffen, dass am Weihnachtsmorgen Teller und Gläser leer, die Strümpfe aber voll sind.
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In Australien und Neuseeland fällt Weihnachten in den Hochsommer und in den meisten Regionen sind die Temperaturen entsprechend warm. Deswegen kommt Santa Claus, der auch Father Christmas genannt wird, nicht unbedingt im Schlitten und mit Mantel, sondern gern auch auf dem Surfbrett oder im Motorboot. Familien in Down Under verbringen die Zeit zwar auch mit Essen und gegenseitigen Besuchen, doch spielt sich vieles im Freien ab, und der Truthahn kommt oft vom Barbecue statt aus dem Ofen. Die Stadt Melbourne hat eine schöne Tradition erfunden, die allerdings vermutlich nur in lauen Sommernächten funktioniert: Schon in der Vorweihnachtszeit und auch an Heiligabend versammeln sich die Bürger mit Kerzen und Picknickausrüstung in Parks oder auf Plätzen, um bei Anbruch der Dunkelheit gemeinsam Weihnachtslieder zu singen. “Carols by Candlelight” heißt das Event, das an unterschiedlichen Tagen in allen größeren Städten Australiens stattfindet. Natürlich kennen die Neuseeländer auch den traditionellen europäischen und nordamerikanischen Weihnachtsbaum. Der original-neuseeländische Weihnachtsbaum allerdings ist der “Pohutukawa Tree”, ein immergrüner Baum aus der Familie der Myrten, der Ende Dezember leuchtend rot blüht. So unterschiedlich die Sitten in Nordamerika, Down Under und Mitteleuropa auch sein mögen, eines ist allen gemeinsam: Die Vorfreude auf ein paar schöne Tage mit Familie und Freunden.


