Das Ordnungsamt der Stadt Köln konnte auch am diesjährigen 11.11. feststellen, dass in den Zentren der Karnevalsfeierlichkeiten in Köln, also in der Altstadt und im Zülpicher Viertel, wieder erheblich weniger zerbrochenes Glas vorzufinden war. Somit bewährte sich das Konzept “Mehr Spaß ohne Glas”, das ein Mitführ- und Verkaufsverbot von Glas und Glasflaschen für bestimmte Bereiche vorsieht, erneut. Dass der Sessionsauftakt in diesem Jahr auf einen Freitag fiel und die Feierlichkeiten damit erheblich länger dauerten, als in den Vorjahren, fand in den Planungen vom Ordnungs- und Verkehrsdienst bereits Berücksichtigung. Auch die wegen der vielen Besucher möglichen Sperrungen der Deutzer Brücke sowie von Teilen der Altstadt wurden bereits im Vorfeld einkalkuliert und entsprechend vorbereitet. Ab 9.30 Uhr wurde das Sperrkonzept des Ordnungsamtes umgesetzt. Dieses Sperrkonzept sieht vor, dass der Zustrom der Feiernden an den Absperrpunkten laufend flexibel gesteuert wird. Ein Konzept, dass sich hervorragend bewährt hat.
Bilanz des Ordnungsdienstes
Bei der Kontrolle der vom Glas- und Flaschenverbot betroffenen Bereiche “Altstadt” und “Zülpicher Viertel” wurde der Ordnungsdienst durch mehr als 200 freiwillige Helferinnen und Helfer unterstützt. An den Zugängen wiesen die Kontrolleure die Feiernden auf das Glasverbot hin, für die Entsorgung von mitgeführtem Glas standen Glascontainer zur Verfügung. Wer mit Glasflasche am Kontrollpunkt ankam, konnte den Inhalt in vom Ordnungsamt bereitgestellte Plastikbecher umfüllen. Viele Jecken nahmen dieses Angebot dankend an: Insgesamt wurden etwa 60.000 Becher an die Feiernden verteilt. Allerdings hatte ein Großteil der Jecken bereits im Vorfeld auf Alternativen wie Plastikflaschen und Getränkedosen umgestellt. Im Vergleich zu den Jahren ohne Glasverbot waren die Zonen auch am 11.11. fast glas- und splitterfrei, was sich voraussichtlich auch in den Statistiken der Rettungsdienste über Schnittverletzungen abzeichnen wird. Die Stadt Köln freut sich, dass die Feiernden die Regelungen weiterhin akzeptieren und Glasflaschen zum Teil zu Hause lassen. Im Rahmen der Kampagne “Straßenkarneval in Köln – Mehr Spaß ohne Glas” war das Konzept wie bisher nicht nur in Köln sondern auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht worden. Die Kampagne der Stadt Köln wird durch Polizei Köln, Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 e.V., Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB), Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), Bundespolizei und Deutsche Bahn unterstützt.
Von 574 Jecken (im Vorjahr waren es 194), denen der Ordnungsdienst die Regeln innerhalb der Zonen nochmals erklärte, waren alle (wie im Vorjahr) mit dem Glasverbot einverstanden. Somit mussten Zwangsgeldandrohungen nicht ausgehändigt werden. Auch der überwiegende Teil der Kiosk-, Imbiss- und Einzelhandelsbetriebe hielt sich an die Spielregeln. Gegen 2 (Vorjahr: 4) Kioske musste jedoch dennoch ein Verfahren eingeleitet werden, da sie trotz des Verbotes Glasbehältnisse verkauften. Auch die Anwohnerinnen und Anwohner der Verbotszonen, die im Vorfeld per Postwurfsendung umfangreich informiert worden waren, zeigten sich zufrieden mit der Umsetzung der Aktion. Der Ordnungsdienst war mit besonderer Priorität zum Jugendschutz sowohl im Vorfeld – erneut unter Mithilfe von Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes – als auch am 11.11. selbst mit Kontrollen im Gaststätten- und Gewerbebereich im Einsatz. Insgesamt wurden 156 (Vorjahr: ebenfalls 156) Jugendschutzkontrollen durchgeführt. In 49 Fällen (Vorjahr: 61) musste eingeschritten werden, weil Minderjährige Wein, Bier und Spirituosen tranken. Noch vor Ort wurden die sichergestellten Getränke ausgeschüttet. 9 Jugendliche (Vorjahr: 8) wurden beim Rauchen ertappt und mussten ihre Zigaretten abgeben. Gegen 6 (Vorjahr: 3) Gaststätten-, Kiosk- und Trinkhallenbesitzer wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz oder gewerberechtliche Vorschriften eingeleitet. Es wurden alkoholische Getränke an Kinder oder Jugendliche ausgeschenkt, was für die betreffenden Wirtinnen und Wirte bzw. Einzelhändlerinnen und Einzelhändler empfindliche Strafen zur Folge haben kann. Der Ordnungsdienst musste wie in den Vorjahren auch gegen das Urinieren in der Öffentlichkeit vorgehen. Insgesamt wurden 177 (Vorjahr: 175) Personen dabei angetroffen, wie sie ihre Notdurft außerhalb einer Toilette verrichteten. 15 Kolleginnen und Kollegen des Ordnungsamtes Düsseldorf unterstützten das Kölner Ordnungsamt bereits zum zweiten Mal.
Bilanz des Verkehrsdienstes
Der Bereich Heumarkt/Altstadt war bereits vor dem Start in die Session für den Verkehr gesperrt, sodass die Eröffnung pünktlich um 11.11 Uhr erfolgen konnte. Im Vorfeld hielten sich die Autofahrerinnen und Autofahrer überwiegend an die Verkehrsregeln, daher musste der Verkehrsdienst lediglich ein (Vorjahr: 2) falsch parkendes Fahrzeug abschleppen lassen. Im Bereich der Altstadt mussten dabei im Laufe des Tages 28 (Vorjahr: 12) Fahrzeughalterinnen und –halter verwarnt werden, weil sie ihre Fahrzeuge ordnungswidrig abgestellt hatten. Im Bereich Zülpicher Straße (Kwartier Lateng) musste wie seit mehr als zehn Jahren damit gerechnet werden, dass sich viele junge Menschen dort treffen, um auf der Straße den Beginn der Session 2011/12 zu feiern. Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre trafen Polizei, Ordnungsamt und Amt für Straßen und Verkehrstechnik wieder Vorkehrungen, sodass alle friedlich feiern konnten. Daher waren für den Bereich der Zülpicher Straße und die angrenzenden Straßenzüge bereits frühzeitig ganztägige Halteverbotszonen eingerichtet worden. Ferner waren Vorkehrungen durch Bereitstellung von Sperrmaterialien getroffen worden, die Zülpicher Straße und die Umgebung für den Verkehr und die Stadtbahnlinien zu sperren. In den Tagen vor dem 11.11. wurden die Anliegerinnen und Anlieger durch den Verkehrsdienst durch Merkblätter informiert. Auf Grund der vielen Feiernden musste – wie vorbereitet – gegen 12 Uhr die Stadtbahnlinie in der Zülpicher Straße eingestellt und diese Straße und die Umgebung für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Im Laufe des Tages wurden 6 Fahrzeuge (Vorjahr: 7) abgeschleppt. An 7 Fahrzeughalterinnen und –halter (Vorjahr: 10) erteilte der Verkehrsdienst Verwarnungen wegen ordnungswidrig abgestellter Fahrzeuge. 25 Halter konnten ermittelt werden, die ihre Fahrzeuge dann umparkten.


