Donnerstag, den 05. Juli 2012 um 08:44 Uhr
Bewerten Sie diesen Artikel
(1 Bewertung)

Lokales - RheinEnergieStiftung Familie übergibt Förderzusagen

In den Räumen der RheinEnergie AG überreichte der Stiftungsvorstand, vertreten durch Rolf Menzel und Gesche Gehrmann, die Förderzusagen an neun ausgewählte Projektträger aus dem Bereich der Familienarbeit. Der Stiftungsrat hatte in seiner Frühjahrssitzung über die Vergabe mit einem Volumen von 357.000 Euro entschieden. Dabei musste er aufgrund der begrenzten Finanzmittel und qualitativ guter Anträge eine Auswahl treffen. Die Projektthemen konzentrierten sich im Wesentlichen auf den Förderschwerpunkt „Stärkung von Erziehungskompetenzen“ und hier wiederum zum großen Teil auf die Zielgruppe der Familien mit Zuwanderungsgeschichte. Fast ein Drittel der Anträge kamen aus den umliegenden Landkreisen, die in der Förderregion der Stiftung erfasst sind. Aufgrund des bisherigen positiven Projektverlaufs erfuhren das „Café Bickolo“ in Bickendorf (viertes Jahr), der Verein „Kindernöte“ in Chorweiler (drittes Jahr) und der Elternverein der Schule Lindweiler Hof in Ehrenfeld (drittes Jahr) eine Verlängerung. Im Sinne der Nachhaltigkeit sollen diese Träger durch die weitere Förderung die Gelegenheit erhalten, eine Anschlussfinanzierung zu organisieren. Die maximale Förderdauer endet nach vier Jahren. Eines der neu bewilligten sechs Projekte führt der Deutsch Türkische Verein Köln (DTVK) durch. Mit dem Titel „Jetzt wird`s ernst“ wird auf den Beginn der Schulkarriere angespielt, der aber nicht nur für die Kinder gilt. Auch die Eltern müssen in der Begleitung ihrer Kinder neues Wissen und Kompetenzen erwerben, um als gleichberechtigter Bildungspartner agieren zu können. Über eine persönliche Ansprache, Workshops und aktive Einbindung der Eltern in das Schulgeschehen sowie gemeinsame Gespräche mit den Kooperationsschulen sollen die Möglichkeiten und die Notwendigkeiten der Elternbeteiligung vermittelt werden.

___________________________________________________________________________________________

Seit mehreren Jahren bringt die Kölner Freiwilligenagentur mit „Lesewelten“ Kölner Kindern das Lesen durch Vorlesen nahe. Im Gegensatz hierzu wird mit dem neuen Projekt in den Stadtteilen Bickendorf und Ossendorf die gesamte Familie angesprochen. Die ehrenamtlichen Vorleser wollen die Kinder an Familienzentren und Grundschulen mit spannenden Geschichten für das Lesen begeistern und den Eltern in Workshops die Mittel und die Wirkung des Vorlesens deutlich machen und sie dazu ermuntern. „Wir sind sehr froh, dass wir neben den drei Kölner Vorhaben auch wieder drei Projekte in der Förderregion unterstützen können,“, verwies Rolf Menzel als Vertreter der Region im Vorstand auf einen weiteren positiven Aspekt, „denn in kleineren Städten und Gemeinden gibt es ähnliche soziale Probleme und ebenfalls einen hohen Bedarf an innovativen Lösungen.“ Während der Förderdauer begleitet die RheinEnergieStiftung Familie die Projekte und versucht u.a. die einzelnen Träger und Institutionen untereinander zu vernetzen und in einen Erfahrungsaustausch zu bringen, um das Fortbestehen und die Übertragung guter und praxiserprobter Projekte zusätzlich zu unterstützen. Der nächste Bewerbungsschluss für Projektanträge aller drei Stiftungen der RheinEnergie AG ist der 31. August 2012. Weitere Informationen, die Förderrichtlinien und die Möglichkeit einer Online-Antragstellung für Projektförderungen sind im Internet unter www.rheinenergiestiftung.de zu finden.

Beschreibung der Förderprojekte aus der Region

In enger Zusammenarbeit mit der Universitäts-Kinderklink in Bonn bietet der Bunte Kreis Bonn-Ahr-Rhein-Sieg sein „Elterncafé“ an. Mit diesem Projekt wird für die Familien von schwerkranken Kindern, die einen längeren Klinikaufenthalt haben, ein Treffpunkt geschaffen, an dem sowohl der Austausch untereinander, als auch die Beratung in spezifischen Problemlagen möglich gemacht wird. In einem separaten Familienzimmer kann auch eine kurze Auszeit von den Besuchen auf der Station genommen werden, inklusive Spielmöglichkeiten für die Geschwisterkinder. In der Gemeinde Waldbröl im oberbergischen Kreis wird der Internationale Bund das Projekt „HIPPY“ (Home Instruction for Parents of Preschool Youngsters) umsetzen. Hausbesucherinnen schulen in diesem Rahmen die Kompetenz der Eltern, die kognitive Entwicklung ihrer Kinder vor und während des Grundschulbesuchs zu fördern und zu begleiten. Hierzu werden vorbereitete Materialien z.B. zum Thema Lesen und Schreiben, aber auch zum kreativen Arbeiten, mit den Eltern eingeübt. Diese geben die Inhalte dann an jeden Tag in einer Viertelstunde an die Kinder weiter. Der Caritasverband Leverkusen wird mit dem Projekt „Wir für unsere Kinder“ die Eltern von Schülern mit Zuwanderungsgeschichte an der „Löwenzahnschule“ in Leverkusen-Rheindorf in die aktive Mitarbeit an der Schule einbinden, um sie für die Begleitung der Schulkarriere ihrer Kinder zu stärken. Gleichzeitig sollen die Fachkräfte der Schule informiert und fortgebildet werden, um eine interkulturelle Öffnung der Bildungseinrichtung zu erreichen. Zusammen mit der Vernetzung zu Migrantenorganisationen und anderen wichtigen Stellen im Sozialraum durch den Caritasverband, soll modellhaft die Integration von Familien mit Zuwanderungsgeschichte unterstützt werden.

Text - und Bildquelle: RheinEnergie AG

Einen Kommentar hinterlassen

Make sure you enter the (*) required information where indicated.
Basic HTML code is allowed.


Verwandte Artikel (nach Tag)

Lokales

Specials

Mords-Hunger oder Wenn einfach alles zum Kotzen ist ...

Mords-Hunger oder Wenn einfach alles …

  Jeder kennt sie, die „mageren“ Witze. Fast Jedem, der sie hört, entfleucht zumindest ein Lächeln, auch wenn allesamt überhaupt nicht wissen.... Read more

Trude Herr – Me han Dich nit verjesse

Trude Herr – Me han Dich nit verjesse

Gestern wäre Trude Herr 85 Jahre alt geworden. Geboren am 04. Mai. 1927, gründete die kölsche Legende 1977 das „Theater im Vringsveedel“. Ursprünglich kam sie „us Müllem“ Mülheim, einem kölner Vorort..... Read more