Die Stadt Köln zeichnete in diesem Jahr zum zweiten Mal gemeinsam mit dem Kommunalen Bündnis für Arbeit Kölner Unternehmen und Organisationen aus, die die Vielfältigkeit ihrer Belegschaft erkennen, fördern und produktiv einsetzen. Oberbürgermeister Jürgen Roters ehrte die Sieger des Wettbewerbs “Vielfalt gewinnt” im Rathaus. Beworben hatten sich 19 Kölner Unternehmen und Organisationen – im Jahr 2009 waren es 13 Bewerbungen. Die Auswertung des Wettbewerbs erfolgte in vier Kategorien: Kleinunternehmen (bis 50 Beschäftigte), Mittlere Unternehmen (50 bis 250 Beschäftigte), Großunternehmen (250 Beschäftigte und mehr) sowie Öffentliche Einrichtungen. Als “Preisträger 2010” wählte eine unabhängige Jury folgende Unternehmen und Organisationen aus:Kategorie Kleinunternehmen:
Marc Schmitz GmbH, DIE PR-BERATER, Heuter Marmor & Marco Kaiser, Gesundheitszentrum für Migrantinnen und Migranten, Datafixx GmbH
Kategorie Mittlere Unternehmen:
WDR Mediagroup GmbH, Host Europe, Bäckerei Newzella
Kategorie Große Unternehmen:
Galeria Kaufhof
Kategorie Öffentliche Einrichtungen:
Universität zu Köln, Diakonie Michaelshoven, SBK Sozial-Betriebe-Köln
Vor der Prämierung der Unternehmen durch Oberbürgermeister Jürgen Roters mit einem Label für beispielhafte Wege in der Umsetzung von Diversity Management hielt Prof. Dr. Jutta Rump, Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationales Personalmanagement und Organisationsentwicklung an der Fachhochschule Ludwigshafen, einen Fachvortrag mit dem Titel “Erfolgsfaktor DIVERSITY. Ohne Vielfalt geht es nicht!”.
Zwei kurze Talkrunden mit Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Jurymitgliedern schlossen sich dem Vortrag an. Diversity Management stellt einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor dar, der nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern auch ökonomische Vorteile bringt. Die Ziele von Diversity Management sind es, eine produktive Gesamtatmosphäre im Unternehmen zu erreichen, soziale Diskriminierungen von Minderheiten zu verhindern und die Chancengleichheit zu verbessern. Im Fokus selbst steht dabei aber nicht die Minderheit, sondern die Gesamtheit der Belegschaft in ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten. “Der Wettbewerb ist ein wichtiger Beitrag zu einer Kultur der Vielfalt und des Zusammenhaltens unserer Gesellschaft auf der Basis wechselseitiger Akzeptanz und Wertschätzung”, betont Oberbürgermeister Jürgen Roters und fügt hinzu: “Durch den Wettbewerb soll verdeutlicht werden, dass Unternehmen und Organisationen, die Vielfalt unterstützen und fördern und damit ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen, zum einen selbst davon profitieren, zum anderen auch zu einem besseren Verständnis für Diskriminierungsthemen in der Öffentlichkeit beitragen.” Durch den Wettbewerb soll die Vielfalt von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Erfolgsfaktor wahrgenommen werden. Er soll aufzeigen, welche erprobten Erfolgskonzepte dazu in Kölner Unternehmen und Organisationen verwirklicht werden und wie das “Diversity Management” den Erfolg von Unternehmen steigern kann. Von den unterschiedlichen Erfahrungen und Fähigkeiten, die jeder und jede Einzelne mitbringt, soll die Wirtschaft, aber auch die Stadtgesellschaft profitieren. (PH)

