17:00h und Hochspannung. Gleich werden wir den Drummer Mikkey Dee von MOTÖRHEAD im Palladium in Köln treffen. Heute ist Tourauftakt der legendären Heavy-Metal Band und es herrscht schon ziemlich viel Hektik. Aber es geht gleich in die wohl geordnete Garderobe vom wohl weltbekanntestem Drummer - nämlich Mikkey Dee. Nun wohlgeordnet im Sinne eines Drummers versteht sich. Unendlich viele Drumsticks liegen herum, ein Stapel blütenweißer Handtücher und ein Paar Drumsticks- noch neu verpackt - steckten zwischen den Sesselkissen. Ich wage nicht, sie an zu fassen. Sein Heiligtum! Dann kommt Mikkey! Trotz reichlicher Vorbereitung weiß man ja nie, was da auf einen zukommt. Aber da erscheint ein sehr gut gelaunter Mikkey, der mehr als nur 10 Minuten für uns Zeit hat - genauer gesagt quatschten wir fast eine Stunde und die Kollegen mussten leider warten. Aber ich überziehe ja immer. Mikkey erzählt und das sehr ausführlich, was er noch nie gemacht hat.. Er berichtet als erstes über seine Erfahrungen im gefürchteten „Dschungel-Camp“, hier bei uns bekannt als „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“! Und dann legt er gleich los, so dass ich erst gar nicht folgen konnte. Eigentlich war ich mir nicht sicher, ob ich das Thema überhaupt anschneiden soll...aber...dann war ich einfach platt, denn Mikkey war da etwas schneller als ich und legte auch gleich los!!
Die schwedische Version unterscheidet sich nicht von der Deutschen. Alles genauso – mit allem Zipp und Zapp inklusive diverser „Köstlichkeiten“, wie Skorpione und Maden. Dschungel-Camp, wie war das für Mikkey und warum hat er das nur gemacht? Er hat eine ganz einfache Erklärung:“ Ich bin ständig mit den Jungs auf Tour. Komme kaum dazu etwas anders zu sehen, als Bühne und Hotelzimmer. Da ist es doch mal eine ganz andere Erfahrung, so weit weg von zu hause zu sein. Ohne Telefon, ohne Stress. Sicher, das war nicht einfach, aber nachts in der Stille zu liegen, Schlangen und Affen zu hören, wo kann man das schon? Ich habe das nicht aus irgendwelchen Promotionzwecken gemacht. Das brauche ich nicht. Und auch nicht um irgendwelche Urängste zu bewältigen. Es hat einfach Spaß gemacht und ich hätte sogar fast gewonnen, wenn ich nicht einer Lady den Vortritt gelassen hätte.“ Ja, so ist der Mikkey, auch noch ein vollendeter Gentlemen. Aber hört doch selbst, was er zu sagen hat. Das Konzert - ja, das war natürlich hammergeil. Um die Jungs „live“ zu sehen, verpasst nicht die nächsten Termine.

