Ja, es gibt sie noch – die Schlagzeilen, die einem den Puls von 0 auf 100 schießen lassen. Vorausgesetzt man hat die Zeit der „Héroes del Silencio“ miterlebt, und vorausgesetzt man ist immer noch ein Fan von ihnen. Doch um den Herzschlag auch gleich wieder in den Keller zu treiben: Nein, die Helden kommen nicht zurück – auch nicht zu uns nach Deutschland. Und um vorab auch gleich die vielen kursierenden Spekulationen im Keim zu ersticken: Nein, es ist keine Reunion geplant! Hier ist vielmehr die Rede vom Jahr 1993. EMI Music öffnet die Schatzkiste und veröffentlicht mit „Héroes del Silencio – Live in Germany“ deren Konzert in Koblenz aus besagtem Jahr, welches vom SWR Fernsehen und SWR 3 mitgeschnitten wurde, auf CD und DVD (VÖ: 22. November 2011). Ob nun 2011 oder 1993 – die „Héroes“ sind zeitlos, immer noch allgegenwärtig und ihre Musik ist belebend wie frisch gepresst. Lust auf eine Zeitreise? Bueno, vámonos: Wir gehen zurück ins Jahr 1984, als das spanische Musikpanorama durch Bands in die Enge getrieben wurde, die phänomenal wie eine gigantische Welle überschwappten, mit dem klaren Ziel, feste Karrieren zu bilden. Während Michael Jackson einen triumphalen „Thriller“ bot, bewarben sich „The Police“ und „Dire Straits“ um die Krönung zur „Gruppe des Jahrzehnts“. Nichts deutete darauf hin, dass sich währenddessen ausgerechnet die spanische Stadt Zaragoza bedingungslos ihrer Sehnsucht hingab und ein folgenschweres Verhältnis mit der verlockenden Welt der Rockmusik einging. Aus diesem Verhältnis sollte schließlich das legendärste Kind der spanischen Rock-Geschichte hervorgehen.
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Bei einem Talentwettbewerb der Stadt bewarben sich in der Kategorie „Pop & Rock“ unter anderem die örtlichen Gruppen „Zumo de Vidrio“ und „Proseco Entrópico“. „Zumo de Vidrio“ bestand unter anderem aus den Valdivia-Brüdern, Juan (Gitarre) und Pedro (Bass). „Proseco Entrópico“ wartete mit dem noch ungeschliffenen Diamanten Enrique Bunbury (Gesang) auf. Sie kannten sich wohl bereits durch kleinere, lokale Auftritte, aber nach diesem Aufeinandertreffen wurde aus den Konkurrenten eine Einheit, denn Enrique verließ später seine Band, um sich den Valdivias anzuschließen. Der ausgestreute Samen fiel auf fruchtbaren Boden und dank dieser Gegenüberstellung durfte sich Zaragoza schon in naher Zukunft auf das lang ersehnte „Wunschkind“ freuen. Ursprünglich stand ein Vetter der Valdivia-Brüder am Mikrofon. Da es ihm jedoch an notwendigem Ehrgeiz fehlte, ergab es sich, dass Enrique des Öfteren als „Improvisateur“ einsprang und nach einer sehr beeindruckenden Widergabe des Bowie-Songs „Rock & Roll suicide“ auf Bitten von Juan schließlich als definitiver Sänger agierte – was für ein Glück! Die heute nicht mehr wegzudenkenden Songs wie „Héroe de Leyenda“, „Olvidado“, „Hologramas“ und „Sindicato del Riesgo“ wurden zu Papier gebracht, wenngleich auch deren Verwendung zunächst für ein Parallel-Projekt beschlossen wurde.
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Wie in schon so vielen Fällen der Menschheitsgeschichte war es auch hier eine Frau, die den vorerst noch winzigen Kieselstein ins Rollen brachte: Beatriz, die Schwester der Valdivias. Ihre Bekanntschaft zum Musik-Kommentator und DJ Cachi (seinerzeit tätig im Programm „Sangre española", Radio Zaragoza) ermöglichte die Übersendung der bis dahin gefertigten Songs zur Vorstellung des „neuen“ Projektes. Da Beatriz schon wenige Tage später einen Anruf von Cachi zur Vereinbarung eines Treffens erhielt, musste schnell ein Band-Name her und noch auf dem Weg zum Radiosender kam es zur Geburt: Das „Parallel-Projekt“ hörte von nun an auf den Namen „Héroes del Silencio“! Cachi stand den zielstrebigen Helden übrigens seit jenem Tag fortan unterstützend zur Seite. Anfang des Jahres 1985 hatten die drei Musiker ihren ersten Auftritt im Theater des erzbischöflichen Palastes von Zaragoza, auf der durch das Radio „Popular“ organisierten Veranstaltung „Las Matinales del Cine Pax“, als Vorgruppe zu „Alphaville“ und „Boda de Rubias“. Enrique, der vermutlich sein ihm innewohnendes Charisma bereits mit der Muttermilch aufsog, widmete sich nicht nur dem Gesang mit ganzem Herzen, sondern – als perfekter Frontmann – vor allem dem Publikum, welches sich diese Aufmerksamkeit natürlich nur allzu gerne gefallen ließ. Gegen Ende des Jahres tritt Joaquín Cardiel in Erscheinung. Zunächst springt er nur als eine Art „Übergangslösung“ oder „Aushilfe“ an den Bass, glücklicherweise fand sich jedoch kein besserer und so blieb er von da an ein fester, aktiver „Held“. Kurz danach entschied sich Pedro Valdivia gegen die Musikkarriere und für sein Medizinstudium. Da er also ausstieg scheute Allround-Talent Bunbury nicht davor zurück, als – zugegeben nicht sehr begabter – Ersatz-Schlagzeuger zu fungieren. Allen war schnell klar: Ein Schlagzeuger muss her!
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Der Erlöser kam: Pedro Andreu. So war die Gruppe komplett und wenngleich auch noch viele Tiefschläge oder Probleme anstehen sollten, so glaubten sie stets an sich und waren davon überzeugt, sich eines Tages ihren großen Wunsch, ein eigenes Album sowie Konzerte in ganz Spanien, zu erfüllen. Die Auszahlung des Eigenverzichts lässt nicht lange auf sich warten. Wirklich Gutes muss nicht erst lange angepriesen werden – es macht von alleine auf sich aufmerksam. Ihr Publikum erreichen sie noch als Vorgruppe und allmählich gewinnen sie immer mehr Anhänger. Von Auftritt zu Auftritt klingen sie professioneller und gestärkter. Auch die Presse – allen voran der Journalist Matías Uribe („Heraldo de Aragón“, außerdem Initiator der Zeitschrift „Disco Actualidad“ mit nationaler Tragweite) – stärkt ihnen den Rücken und macht sie durch gute Kritiken populär. Die „stille“ Botschaft über Zaragoza´s kraftvollen Nachkömmling verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Vor allem Enriques Auftritt überzeugt und seine Stimme gewinnt an Treffsicherheit besonders schwerer Töne. Ihr Stil sowie Klang befinden sich auf dem Weg, einen einzigartigen Wiedererkennungswert zu erreichen. Der große Wunsch, die Aufnahme einer eigenen Platte, verwandelt sich in regelrechte Besessenheit. So erhalten nicht nur die örtlichen Radiosender, sondern auch gleich die großen Plattenfirmen – darunter auch Sony Music – einige aufgenommene Proben. Leider jedoch reißt sich keiner von ihnen um die Präsentationen. Das Jahr hindurch wirken sie hauptsächlich als Vorgruppe. Im Sommer 1986 organisiert der staatliche, inzwischen nicht mehr existierende, Radiosender Cadena den Wettbewerb "Nuevo Pop Español". Die Teilnahme der „Héroes del Silencio“ steht außer Frage. Zwar erreichten sie einen für sie enttäuschenden dritten Platz, dennoch konnten sie auf sich aufmerksam machen, denn bei diesem Wettbewerb waren sowohl in Zaragoza, als auch in Salamanca, unter anderem waren einige Vertreter der großen Plattenfirma EMI anwesend. Bei einer Begegnung von Cachi mit Gustavo Montesano (EMI) im Jahr 1987 überreicht ihm dieser ein Demo-Band der „Héroes“. Nicht zuletzt durch den Wettbewerb war es der EMI zwischenzeitlich bekannt, dass es „dort draußen“ vier Helden gibt, in denen gewaltiges Potenzial schlummert. Montesano reist noch im Januar 1987 zu einem Konzert der „Héroes del Silencio“, welches alle Beteiligten am Ende mit einem unterzeichneten Plattenvertrag verließen!
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Da der Gigant EMI jedoch sein Handwerk versteht, wird zunächst die Bekanntgabe einer Maxisingle der aufwendigen und kostspieligen Produktion einer LP vorgezogen, um die Reaktion und das Kaufverhalten der Kunden am Markt besser einschätzen zu können. Gegen Ende des Jahres 1987 war es dann soweit und die Maxisingle „Héroe de Leyenda“ erscheint auf dem Markt. Obwohl sich Enrique & Co. mit dieser Single noch relativ unsicher und unorientiert präsentieren, ist relativ schnell klar, dass der Stil von einer Balance zwischen Stimme und Gitarre geprägt ist, die ihr eine persönliche, ausschließlich ihnen zuzuordnende Note verleiht. Innerhalb kürzester Zeit sind nicht nur 30.000 Exemplare verkauft, es muss sogar noch nachproduziert werden. Zaragoza´s Wunderkind ist dabei, langsam die Kinderschuhe abzustreifen und erwachsen zu werden. Ganz Spanien darf sich schon jetzt auf ein stolzes Aushängeschild der eigenen, inländischen Rockgeschichte freuen. Es folgen die Aufnahmen zur ersten eigenen Platte, „El mar no cesa“, die im Oktober 1988 veröffentlicht wird. Zumindest Enrique war der Titel schon lange im voraus bekannt, denn einst wollte er sich die Platte der Punk-Gruppe „Mar otra vez“ kaufen, fragte im Plattenladen jedoch nach der Punk-Gruppe „El mar no cesa“. Dieser Irrtum muss ihn selbst schwer beeindruckt haben, denn immerhin blieb er ihm bis zur Entstehung des ersten Albums im Gedächtnis... Nach Veröffentlichung ihres Debütalbums stehen die „Héroes del Silencio“ bei den spanischen Radio- und Fernsehsendern hoch im Kurs. Sie absolvieren Fernsehauftritte, geben Interviews und sind in Jugend- und Frauenmagazinen vertreten. 1989 beginnen sie ihre erste Tour mit insgesamt 30 Konzerten durch das eigene Land. Auf diese Art beweisen sie sowohl ihren authentischen Stil und ihre authentische Macht sowie auch die gefestigte Reife und die Wichtigkeit, vom Publikum ernst genommen zu werden. Schließlich ist die Ernennung der Gruppe zur „Entdeckung des Jahres 1989“ der Juroren von Iberpop eine Antwort an die letzten, noch vorhandenen Zweifler. Mühelos füllen sie mit ihren Konzerten Stadien und Stierkampfarenen. Im Januar 1990 werden die Vier im Rahmen einer Festlichkeit in einem Restaurant in Madrid mit „Platin“ für „El mar no cesa“ ausgezeichnet.
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Anlässlich eines Konzertes in Calatayud (Zaragoza) kommt es zwischen den „Héroes del Silencio“ und dem Produzenten und Musiker Phil Manzanera (Ex-Gitarrist der Gruppe „Roxy Music“) zu einem folgenschweren Treffen. Phil ist sehr daran interessiert, mit der Gruppe als Produzent zusammenzuarbeiten. Sowohl die Band als auch der Produzent beschließen, so schnell wie möglich mit der Arbeit zu beginnen und so verbringen sie den September und Oktober 1990 gemeinsam unter „Verschluss“, zuerst in den Studios Kirios (Madrid) und später in London Metropolis (London). Viele Songs, wie zum Beispiel „Decadencia“, werden mit ehemaligen Liedern, die noch nicht aufgenommen wurden, verarbeitet oder komplett umgeschrieben. Andere dagegen wie „Con nombre de guerra“ entstehen im Tonstudio. Instrumente, die während den Konzerten nicht zum Einsatz kommen, werden bei den Aufnahmen ebenfalls nicht angewandt. Kurz nach Beendigung der Studio-Aufnahmen treten die Musiker erstmals außerhalb Spaniens auf: Zwei Mal in der Schweiz und zwei Mal in Belgien. „Senderos de traición“ kommt im Dezember 1990 auf den Markt. Dieses Werk lässt keinerlei Zweifel daran, dass die „Héroes del Silencio“ das populärste Aushängeschild der gesamten spanischen Geschichte des Rock & Roll sind. Hört man sich die zweite Platte im Vergleich zum ersten Werk genau an, so erkennt man einen offensichtlichen Unterschied bezüglich der Stimm- und Tonqualitäten. Die neuen Songs wie „Entre dos tierras“ oder „Maldito duende“ entwickeln sich zu wahren Klassikern. Kein Wunder, dass das zweite Album schon kurz nach seiner Veröffentlichung ausverkauft ist. Im Laufe der Karriere der „Héroes“ wird sich dieses Album nicht nur zum meistverkauften Album entpuppen, es wird ihnen auch die Tür zur internationalen Musikszene öffnen. Bis heute zählt es zur Lieblingsscheibe der Musiker selbst. „Entre dos tierras“ wird Ende 1990 in der TV-Sendung „Rockopop“ zum „Besten Song des Jahres“ erklärt. Im März 1991 beginnt die Tour „Senda 91“ und für die anstehende Veröffentlichung ihres Live-Albums entstehen bei einem Konzert am 25. September 1991 in der Nähe von Madrid neue Aufnahmen.
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So, liebe Fans aus Deutschland, und am 26. Oktober 1991 war es dann endlich soweit: Die „Héroes del Silencio“ stehen zum ersten Mal auf einer deutschen Bühne! Ihre Teilnahme bei dem in Berlin stattfindenden Festival „Rock gegen Rassismus“ verdanken sie dem Festival-Organisator, dem die Musik aus Spanien einen Monat zuvor präsentiert wurde. Von ihnen angetan, zögerte er keinen Moment und lud sie ein, neben Paul Young, Crowded House, Alison Moyet und vielen anderen Stars aufzutreten. Mit ihrem „Rock made in Spain“ begeistern sie 8.000 Zuhörer und zeigen, dass Spanien weitaus mehr zu bieten hat, als „Herz-Schmerz“-Platten aus dem Hause Iglesias. Dieser Auftritt führt hierzulande zu einer enormen Popularität. Bisher vermochte es keine spanische Gruppe, erfolgreich in den europäischen Markt einzudringen; er schien uneinnehmbar. Spätestens Ende des Jahres sollte sich das ändern, denn da wird das Album „Senderos de traición“ von EMI Music Germany herausgegeben. Im letzten Monat des Jahres 1991 kommt das Live-Doppel-Album „Senda 91“ in limitierter Auflage von 25.000 Kopien heraus. Es schließt mit einer geheimen Botschaft durch Enriques Stimme: „Zwischen jedem unausgesprochenen Wort und jeder Silbe, welche die Tonspur holprig durchlaufen, wirst Du unentzifferte Meldungen finden, die gelernte Lügen verstecken.“ Von März bis Oktober 1992 touren „Héroes del Silencio“ unter anderem durch Deutschland, Belgien, Holland, Dänemark, die Schweiz, Schweden, Frankreich, Großbritannien und Italien. Außerdem tritt die Band bei verschiedenen europäischen Festivals auf, unter anderem bei „Rock am Ring“, wo sie zusammen mit Elton John und Bryan Adams spielen. Durch die vielen Auftritte und die gute Presse steigt die Nachfrage nach dem Album enorm an. Vor ihrer Tournee hatten hierzulande bereits 30.000 Käufer ein Kult-Album ergattert, ohne es zu wissen. Die Anzahl der Käufe sollte ein Jahr später auf 250.000 ansteigen. In Deutschland und der Schweiz erhielt die Band die „Goldene Schallplatte“ für ihr Werk. Ein Erfolg, der weder vorher noch nachher irgendeiner anderen Rock-Band gelang, welche die Welt in einer nicht-englischen Sprache ansprechen wollte. Im Oktober 1992 präsentierten sich die „Héroes del Silencio“ schließlich das erste Mal in Mexiko, was zu mehr als 175.000 verkauften Alben führte. Obwohl die „Héroes“ gerade erst damit beginnen, die Welt virusartig anzustecken, so können sie das Jahr 1992 als „Botschafter“ der spanischen Kultur beenden. Seither steht Spanien nicht nur für Flamenco, Sherry und Stierkampf, sondern auch für authentischen, professionellen und ehrlichen Rock.
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Während der ersten Monate des Jahres 1993 halten sich die Musiker in London auf, um dort an dem nächsten Album, welches auch wieder Phil Manzanera produzieren wird, zu arbeiten. Dann, im Juni, ist es endlich soweit – das neue Album mit dem Titel „El espíritu del vino“ (CD/Doppel-LP) erblickt das Licht der Welt. Die Auskopplung des Songs „Nuestros nombres“ wurde einen Monat zuvor als Single herausgegeben und fand große Unterstützung vom Musiksender MTV. Das Gesamtwerk ist ein musikalisches Meisterwerk, komplex und abwechslungsreich, eine Vielfalt an Tonvariationen, unterlegten Hintergründen und Einsätzen der Regler. Auf diesem Album kommen Instrumente, die bei Live-Auftritten nicht benutzt werden, zum Einsatz. So unter anderem die Hammond-Orgel, das Piano, welches von Copi Corellano, einem Freund der Gruppe, bedient wird, oder auch Phil Manzanera´s höchstpersönlicher Hauch von Gitarrenspiel. Des Weiteren wird eine Veränderung im Zusammenspiel und dem musikalischen Stil offenkundig. Mit "El espíritu del vino" präsentieren die ohnehin schon eine geheimnisvolle, rätselhafte, gotische und dunkle Ästhetik innehabenden Helden ein glanzvolles Album mit härteren Texten und noch stärkerem Rock. Von Anfang bis zum Ende zieht sich ein klarer roter Faden durch das Werk, der sowohl in der Musik als auch in Enrique´s kraftvoller und entschlossener Stimme von absoluter Reife zeugt. Presse und Fans sind sich gleichermaßen einig: Dies ist die beste Platte der “Héroes del Silencio”. Trotz dieser Einheit äußert sich einer der Helden Jahre später, dass der Titel des “besten Albums der Band” der Platte “Senderos de traicíon” gebührt, da “El espíritu del vino“ in einer Zeit produziert wurde, in der die Gruppe auf Grund des Stresses und der ununterbrochenen Arbeiten sowohl physisch als auch psychisch müde und abgeschlagen war. Während der Vorbereitungen auf die im Anschluss folgende Tournee “El camino del exceso”, und außerdem die internationale Promotion-Tour “El espíritu del vino”, entschließen sich die Musiker auf Grund der Komplexität sowie komplizierten Beschaffenheit des meisterhaften Albums, einen neuen Gitarristen mit einzugliedern.
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Alan Boguslavsky, geboren in Los Angeles, aufgewachsen in Mexiko, ist ein langjähriger Freund der Gruppe und seit 1993 als Gitarrist und Hintergrundsänger auch ein aktives Bandmitglied. Mit ihm also liegt nun die in drei große Etappen (Spanien, Europa, Lateinamerika) geteilte Tournee “El camino del exceso” vor ihnen. Das zweite Halbjahr 1993 wird ausschließlich der Verwirklichung von über hundert Konzerten in Europa gewidmet, welche von MTV gesponsort und allesamt ein großer Erfolg wurden. Die Verkaufszahlen von “El espíritu del vino” erreichen schon bald die des vorangegangenen Albums “Senderos de traicíon” und führen zur “Goldenen Schallplatte” in Spanien, Mexiko, Deutschland und der Schweiz. Mit dem Jahr 1994 kommen auch die großen Tragödien. Bereits im Januar verstirbt Martín, der langjährige Roadmanager der Band. Ein Ereignis, das zunächst jeden einzelnen der Bandmitglieder destabilisiert. Enrique verkündet einen Überraschungsauftritt in der Bar seines Freundes Antonio Estacíon (Bassist der "Niños del Brasil") "La Estación del Silencio" in Zaragoza. Der Auftritt wird als das Konzert der “Sándalo Pachuli” vorstellt und soll in erster Linie etwas Ruhe und Auflockerung schaffen sowie Angestautes lösen und Zusammenballungen durch die Trauer der vergangenen Monate vermeiden. Zusammen mit Copi und Alan präsentiert Enrique Versionen diverser Klassiker von Elvis, John Lennon oder David Bowie. Kaum auf dem Weg zur Normalität, folgt der nächste Tiefschlag kurz vor Beginn der Lateinamerika-Tour im März, in den Ferien zur “Semana Santa”, als Enriques Bruder Rafael stirbt. Zur Verarbeitung seines Schmerzes erfuhr der Sänger sicherlich große Zuflucht in den östlichen Philosophien und Ansichten, wie unter anderem dem Hinduismus, mit denen er sich schon längere Zeit zuvor durch Reisen und Literatur auseinandersetzte.
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Im April 1994 startet die dritte Etappe, die Promotion-Tour durch Lateinamerika, auf der sämtliche Locations aus kleinen Sälen mit gerade mal tausend Zuschauern bestehen. Beginnend in Mexiko geben sie außerdem in Chile und Argentinien insgesamt 25 Konzerte, um sich zu präsentieren und auch irgendwann diesen Markt zu erschließen. Nach Abschluss ihrer großen Tournee und nach nunmehr zwei Jahren intensivster Arbeit, verordnen sich die Workaholics im August endlich ihren so dringend benötigten Urlaub – Enrique beispielsweise reist nach Indien und Nepal. Trotz des märchenhaften künstlerischen und beruflichen Erfolges der “Héroes del Silencio” als Musikgruppe, beginnt es unter ihnen bereits im zwischenmenschlichen Miteinander zu bröckeln. Von “Senda 91” bis hin zur “El camino del exceso”-Tour 1994 arbeiteten sie nahezu wie besessen pausenlos durch, was schließlich dazu führt, dass sich die Gruppe sowohl physisch als auch psychisch auf dem Nullpunkt wieder findet. Die zunehmenden Drogenexzesse, der auf die Musiker enorm einwirkende Druck, der Tod des Road-Managers sowie Rafaels tragisches Ableben, die Probleme mit den wirtschaftlich unterschiedlich agierenden, leitenden Plattenfirmen, Pito´s Ausstieg (er war der Band-Manager seit der ersten Stunde) und vieles mehr bilden mehr und mehr die Grundlage der internen, gegenseitigen Verstümmelung. Zusehends wird das Eis, auf dem sie sich bewegen, immer dünner und es bleibt ihnen keine andere Wahl, als sich selbst vor zwei folgenschwere Entscheidungen zu stellen: Entweder die “Héroes del Silencio” finden auf äußerst “unheldenhafte” Art und Weise ihr Ende, oder aber es werden ernsthaft alle Mittel und Wege erforscht, welche für eine gestärkte, positive und gemeinsame Zukunft notwendig sind. Sie sind sich ihres hinter ihnen liegenden, hart erarbeiteten Weges durchaus bewusst und entscheiden sich im September 1994 für Letzteres, indem sie sich für die “totale Absonderung vom Rest der Welt” entscheiden, was jedem von ihnen Kraft und Kreativität zurückbringen soll. Die restlichen Monate des Jahres verbringt die Gruppe gemeinsam, eingeschlossen in einer kleinen ländlichen Herberge in den Pyrenäen.
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Schon im Januar 1995 zogen sie um nach London, High Wycombe, um dort an weiteren Songs zu arbeiten. Da Phil zwischenzeitlich ein enger Freund der Musiker geworden ist, und sich die Zusammenarbeit gerade in Bezug auf wichtige Entscheidungen, Kritik oder auch Verbesserungsmöglichkeiten unter dieser Freundschaft eher als Hemmnis erweist, aber auch angesichts der nach wie vor stilistischen Meinungsverschiedenheiten zwischen Juan Valdivia und Enrique Bunbury sowie in Bezug auf Disziplin, Autorität und die erfahrene Zusammenführung der Energie und des Talentes der Gruppe, entscheiden sie sich für einen neuen, objektiven und unvoreingenommenen Produzenten. Die Wahl fällt schließlich auf den “Francis Ford Coppola der Plattenproduzenten”, den legendären Bob Ezrin (Lou Reed, Alice Cooper, KISS, Peter Gabriel, Pink Floyd etc.). Claire King, die für EMI England arbeitet, tritt als neue Band-Managerin in Pito´s Fußstapfen. Unter der Leitung ihres neuen Produzenten sowie dem Toningenieur Andrew Jackson beginnen sie Anfang April in Los Angeles mit der Aufnahme ihres neuen Albums, welches sich auf puren Rock´n´Roll mit aggressivem Gitarrenspiel, stark und kraftvoll, konzentriert. Für die optische Gestaltung des Albums beauftragen sie das Kollektiv “Ipsum Planet” mit dem grafischen Entwurf. Die bis zu diesem Zeitpunkt stets von Pedro Delgado, welcher der Band im Laufe der Zeit eine persönliche Ästhetik schuf, geleistete Arbeit fällt demnach ebenfalls der Umstrukturierung der Band zum Opfer. Im Juli und August treten “Héroes del Silencio” erstmalig wieder in Deutschland und der Schweiz auf einigen Festivals auf. Am 18. September 1995 wird das im Vorfeld mühevoll erarbeitete Album “Avalancha” in 26 Ländern zeitgleich veröffentlicht. Der Name “Avalancha” (“Lawine”) ist nicht grundlos gewählt worden: Er bekräftigt die Willenskraft der Band, das Bewußtsein der Dringlichkeit der ständigen Bewegung, nicht zu stagnieren oder einen völligen Stillstand zu riskieren. “Avalancha” enthält reinen Rock´n´Roll, ist direkter und klarer als dessen Vorgänger und offenbart den Einfluss amerikanischer Gruppen wie Pearl Jam oder Soundgarden. Die neue Präsentation lässt eine Flucht vor den intensiven und überladenen Gründen vermuten, welche “Senda 91” und “El espíritu del vino“ illustrierten.
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Erstmalig in der Bandgeschichte erhalten sie von allen Seiten ausschließlich gute Kritiken, einige Medien nutzen sogar die Gelegenheit, sich bei ihnen zu entschuldigen. Mit diesem Album verwandeln sie sich zu den am meisten verkaufenden Künstlern Spaniens, denn mehr als 200.000 Alben gehen über den Ladentisch und erzielen somit Doppel-Platin. Der Startschuss der Welttournee “Avalancha” fällt am 25. September 1995. Die Tour enthält genügend freie Tage zwischen den einzelnen Konzert-Blöcken, denn die Musiker haben von ihren vergangenen Fehlern gelernt und möchten die damit verbundenen bitteren Erfahrungen der letzten Tour nicht nochmals erleben. Wie eine buchstäbliche Lawine donnern die “Héroes” mit ihren kraftbeladenen Konzerten – 14 davon in Deutschland – voller Aggressivität und Energie durch Europa. Und dennoch: Trotz aller seitens der Band angestrebten Versuche, sämtliche Dinge ruhig anzugehen und gelassen zu nehmen, entstehen schon zum Ende des ersten Konzert-Blocks Probleme jeglicher Art, was zu einer totalen Destabilisierung der Anfangsruhe führt. Es gibt Probleme mit den verweisenden Repräsentanten der Plattenfirma bezüglich der Erneuerung des Vertrages, hinzu kommen bei einigen Mitgliedern diverse gesundheitliche Probleme. Juan Valdivia, der unter einer Sehnenentzündung der linken Hand leidet und Pedro Andreu, der Herzprobleme hat und immer mehr gegen seine ständige Müdigkeit ankämpft. Zu allem Übel verlässt Enrique Bunbury am 05. Dezember in Sevilla schließlich die eigene Bühne, nachdem er von Jemandem aus dem Publikum angespuckt wird. Das Jahr 1996 beginnt nicht besser, als das vorherige endete. Pedro trennt sich gezwungenermaßen für einige Zeit von der Gruppe, da er sich einer Herzoperation unterziehen muss. Während seiner Genesungszeit bedient sich der Rest der Truppe der Dienste von Àngel Bau, ein Schlagzeuger, der unter anderem Antonio Vega und Marc Ribot begleitet, welche wiederum in den Anfangsjahren auf den Konzerten der “Héroes” spielten.
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Beruflich sehen sich die Helden auf ihrem absoluten Höhepunkt – zwischenmenschlich jedoch entfernen sie sich mehr und mehr voneinander. Gerade die unterschiedlichen Meinungen bezüglich des Musikstils zwischen Enrique Bunbury und dem Rest der Band, insbesondere Juan Valdivia, keimen erneut auf. Entgegen dem Rest der Gruppe verspürt Enrique immer stärker den Drang, die Musikrichtung zu wandeln. Sein Interesse gilt dem elektronischen, industriellen Beat, wie beispielsweise dem von Kraftwerk aus den 70er Jahren oder Depeche Mode aus den 80ern, welche gerade wieder beginnt, Europa erneut zu erobern. Er sieht keinen besonderen Reiz darin, ständig im klassischen Rock´n´Roll verankert zu bleiben, stattdessen begeistern ihn die Sounds von Gruppen wie Tricky, Orbitaler oder Massive Attack. Aber wie schon bei allen von Enrique zuvor vorgenommenen Versuchen einer Änderung der Musik der "Héroes del Silencio", stösst er auch jetzt wieder auf die hartnäckige Weigerung der restlichen Mitglieder, besonders auf die von Juan, der sich vollkommen dem Geist des traditionellen Rock, also dem Geist der "Héroes del Silencio", verschrieben hat. Diese musikalischen Unterschiede zwischen beiden starken Persönlichkeiten Bunbury und Valdivia, wirken sich im Hinblick auf das Gesamtbild der Gruppe wie langsam einschleichendes Gift aus und provozieren mehr und mehr eine interne progressive Distanzierung untereinander. Die Band, die eigentlich keine mehr ist, muss handeln. Die Situation wird schließlich für alle untragbar, gerade auch im Hinblick auf Enrique´s vorhandene Identitätskrise sowie innere Unzufriedenheit, welche allesamt völlig demotiviert. Da es mehr und mehr um den Selbsterhalt geht, beschließen sie daher einstimmig, dass sie als "Héroes del Silencio" nach beendeter Tournee eine längere Pause einlegen werden, damit jeder seinen eigenen Solo-Projekten nachgehen kann. Diese Entscheidung wird zunächst nur intern getroffen und soll vorerst noch nicht öffentlich verkündet werden. Schon während des Fortganges der Tournee nutzt Enrique Bunbury sämtliche freie Zeit, um an seiner Solo-Karriere zu arbeiten, indem er Lieder komponiert und textet. Die Pausen zwischen den Konzerten füllt er mit der Suche nach Tonstudios aus, in denen er seine ersten Vorstellungen in die Tat umsetzen könnte. So nimmt er im März 1996 erstmalig fünf seiner neuen Songs in den I.R.S. Studios in Los Angeles und drei weitere in San Juan, Puerto Rico, auf.
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Nach Mexiko, den Vereinigten Staaten und Südamerika rollt die “Avalancha” trotz aller Probleme und der innerlichen Anspannung eines jeden Einzelnen weiter Richtung Heimat. Diesem kehren sie im Juli erneut den Rücken und starten eine Rundreise durch Deutschland und die Schweiz. Im Anschluss daran, im August, kann man sie schon wieder in Brasilien beim “Monsters of Rock”-Festival, bewundern. Trotz aller Bemühungen, ihren Trennungsentschluss intern zu behalten, sickert das Gerücht der Auflösung zu den Medien und den Fans durch. Daher folgt in Lima (Peru) Mitte September 1996 eine öffentliche Stellungnahme, mit welcher sie die bereits beschlossene Trennung offiziell bekannt geben und diese mit dem Bedürfnis nach Erholung und persönlicher, individueller Entfaltung für die Dauer von zunächst zwei Jahren begründen. Die Fans sind erschüttert und viele wollen es gar nicht erst glauben, da sich ihre “Helden” schließlich am höchsten Punkt ihrer Karriere befinden. Es folgt am 28. September 1996 das Live-Doppel-Album “Parasiempre” mit den Aufnahmen der am 07. und 08. Juni in Madrid und Zaragoza durchgeführten Konzerte. 19 Live-Songs, die symbolisch für die “Héroes del Silencio”-Ära stehen und die Energie und Ausdauer widerspiegeln, welche die Gruppe während ihrer gesamten, letzten Tournee zeigte. Die sich 14 Monate lang durch über 20 Länder in über 100 Konzerten fortbewegende “Avalancha” findet schließlich am 06. Oktober 1996 ihren endgültigen Stillstand. Bis zu diesem Zeitpunkt haben "Héroes del Silencio" weltweit fast zwei Millionen Tonträger verkauft. Der gemeinsame musikalische Lauf von Enrique Bunbury, Juan Valdivia, Joaquín Cardiel, Pedro Andreu und Alan Boguslavsky verstummt, zunächst ohne Hoffnung auf eine Neubelebung. Im Laufe der Jahre sind sie gewachsen, wurden erfolgreich, eroberten die Welt, um letztendlich an ihren unterschiedlichen Auffassungen bezüglich ihrer eigenen Kunst auseinander zu brechen.
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Soweit die Geschichte von den Spaniern, die auszogen, die Welt in ihrer eigenen Sprache zu erobern. Die “Héroes del Silencio” fanden im Jahr 2007 tatsächlich noch einmal zusammen. In der Besetzung Enrique Bunbury, Juan Valdivia, Pedro Andreu, Joaquin Cardiel und Gonzalo Valdivia (Juan´s Bruder) füllten sie erneut die Stadien, als wäre dazwischen nicht ein Tag vergangen. Die zahlreichen Fans in Amerika, Südamerika und Spanien wurden mit einer phänomenalen und harmonischen “World Tour” mit insgesamt 10 Konzerten für ihr langes Warten belohnt. “Wir kommen zwar mit derselben Ernsthaftigkeit von damals zurück, dennoch außerhalb der Turbulenz jener Tage, jener Jahre; es erfüllt uns mit Stolz zu sehen, dass die ganze Welt bereit ist, uns zu hören.”, schwärmte Joaquín Cardiel. Der von Enrique Bunbury damals ausgesprochene und mittlerweile berühmte Satz: “Es wird die Helden nicht mehr geben!”, wird von Cardiel dahingehend abgeschwächt, indem er zugibt: “Die ganze Welt hat das Recht auf eine Änderung der Meinung.” Als dann in Valencia das wirklich allerletzte Konzert der inzwischen erwachsenen und zwischenzeitlich der Musik stets treu verbundenen “Héroes” gespielt wurde, gestand ein emotional ergriffener Enrique Bunbury: “Vor 24 Jahren begannen wir und ihr habt das Unmögliche möglich gemacht. Ihr habt uns groß gemacht und wir danken euch dafür!” Mit dem gigantischen Feuerwerk und dem letzten Winken bis zum Bühnenausgang war sie zwar vorbei, die Reise in vergangene “gute” Zeiten, doch jetzt sind die “Héroes del Silencio” wieder da – wenn auch nur auf einer kostbaren, dünnen Scheibe, die gerade den Fans aus Deutschland die Erinnerungen an den “Rock made in Spain” aus dem Jahr 1993 in Koblenz zurück ins Gedächtnis und in die Anlagen bringt. Zeitgleich mit der Veröffentlichung von “Héroes del Silencio – Live in Germany” öffnen sich auch wieder die Pforten zur offiziellen “Héroes”-Website unter www.heroesdelsilencio.es, die seit dem Ende der World-Tour 2007 brach lag. Héroes para siempre!
Héroes del Silencio – Live in Germany
CD/DVD
Special-Edition: CD+DVD
Standard-Edition: CD
Doppel-LP (Vinyl, 180g), inkl. DVD
VÖ: 22. November 2011
Über EMI Music Germany
Ebenfalls gibt es jetzt wieder die Möglichkeit, die “Héroes” zurück nach Deutschland zu holen, und zwar in Form von Merchandising-Artikeln
www.onstage.es, www.heroesdelsilencio.es,
sowie
Trailer Gruß
Trailer Video
Quelle: EMI/All Rights Resered



















