Heftige Gewitter, starke Stürme und sintflutartige Regenfälle richten in Deutschland immer öfter verheerende Schäden an. Zum Beispiel die Jahrhundertflut entlang der Elbe im Jahr 2002. Viele Menschen verloren damals ihr gesamtes Hab und Gut, aber laut einer aktuellen Umfrage unterschätzt die Mehrheit der Deutschen auch 10 Jahre danach immer noch die deutlich steigende Gefahr solcher Naturkatastrophen. "90 Prozent der Bevölkerung schätzen das Risiko eher gering ein. Das ist das Ergebnis einer aktuellen forsa-Umfrage, die wir in Auftrag gegeben haben. Aber nicht nur das Risiko wird deutlich unterschätzt, fast die Hälfte der Befragten glaubt, dass sie im Schadensfall von Bund, Land oder Kommune auch noch finanziell unterstützt werden.", sagt Oliver Hauner vom Gesamtverband der Deutschen Versicherer. Angesichts von Euro- und Finanzkrise und leerer öffentlicher Kassen ist er sich aber auch sicher...: "Das wird die Ausnahme bleiben. Immer mehr Bundesländer, wie etwa Bayern, Niedersachsen und der Freistaat Sachsen, machen das auch sehr deutlich, dass sie die Eigenverantwortung der Bürger klar vor die staatliche Unterstützung stellen.
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Hierfür gibt es auch entsprechende Informationskampagnen. Politik, Verbraucherschützer und Versicherer klären dabei gerade gemeinsam über individuelle Präventionsmaßnahmen auf." Wie beispielsweise über den Abschluss einer so genannten Elementarschadenversicherung. "Sie ist eine Ergänzung zur Wohngebäudeversicherung und schützt vor den finanziellen Folgen von Naturereignissen, wie Überschwemmung, Rückstau, dass der Keller voll läuft und Starkregen. Aber auch vor Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Vulkanausbruch, Lawinen und Schneedruck. Bis jetzt haben diese allerdings nur 30 Prozent der Hausbesitzer in Deutschland abgeschlossen.“, so Oliver Hauner. Obwohl sie für ein durchschnittliches Einfamilienhaus nur rund 90 Euro im Jahr kostet und man dann auf der sicheren Seite ist. Denn eins ist für renommierte Klimaexperten auf jeden Fall klar: "Der Klimawandel ist in Deutschland angekommen. Es wird in Zukunft öfter regnen, die Hochwassergefahr wird auch zunehmen. Und gerade so mit extremen Hochwasser-Ereignissen wie der Elbeflut muss man künftig so alle 25 Jahre rechnen. Betroffen sind dabei, und das ist wichtig, nicht nur die Flussregionen. Heftige Überschwemmungen, gerade durch Starkregenfälle, sind überall und jederzeit möglich." Weitere Informationen zur Elementarschadenversicherung und jede Menge Tipps bei Hochwassergefahr finden sich im Internet unter www.gdv.de/elbhochwasser.
Quelle: GDV - Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. Archivbild


