Bei den 25. Internationalen Hofer Filmtagen (seit 25.- bis 30. Oktober 2011) ist NRW mit neun geförderten Filmen vertreten. Bei Deutschlands wichtigstem Independent Festival spiegelt die breite Palette an NRW-Produktionen das Engagement des Filmlandes und der Film- und Medienstiftung NRW für den Filmnachwuchs wider. Im Programm laufen insgesamt sechs Lang- und drei Kurzfilme, die mit NRW-Beteiligung entstanden sind.
Die Langfilme:
In Carsten Ungers Debütfilm “Bastard” spielt Martina Gedeck eine Polizeipsychologin, die die Entführung eines 9-jährigen Jungen aufklären muss. Die Produzenten der Kölner Maranto Film waren die Stipendiaten des AV-Gründerzentrums NRW und realisierten ihr Projekt gemeinsam mit dem SWR und Gifted Films komplett in Köln und Umgebung.
Ein tödliches Geschäft mit einem entflohenen Mörder geht eine junge Frau in Emily Atefs neuem Film “Töte mich” ein. Gedreht wurde der Film, in dem Roeland Wiesnekker und Maria-Victoria Dragus die Hauptrollen spielen, zu großen Teilen in NRW (Prod.: NiKo Film, Wüste Film West, in Koproduktion mit WDR/Arte).
Aus den Videotagebüchern ihres Vaters Ulrich Schamoni montierte Ulrike Schamoni ihren Dokumentarfilm “Abschied von den Fröschen”. Ergänzt mit Ausschnitten aus seinen Filmen ergibt sich so ein bewegendes Porträt über seine Liebe zum Leben und seinen besonderen Umgang mit Krankheit und nahe stehendem Tod (Prod.: Bärenfilm, Ziegler Film, in Koproduktion mit dem ZDF).
Als der 17-jährige Thomas in den Sommerferien nach Spanien reist, trifft er dort auf ein afrikanisches Mädchen, das über das Mittelmeer geflüchtet ist. In Sören Voigts Film “Implosion” trifft Urlaubsidylle auf Flüchtlingsdrama. Auf Mallorca und in Köln wurde im Sommer 2010 gedreht (Prod.: Karibu Film, Zip-Films (E), in Koproduktion mit dem ZDF).
Dokumentarfilmer Dietrich Schubert, der nicht nur für seine Eifel-Filme, sondern auch für seine Wüsten-Filme bekannt ist, baute sein Zelt für “Allein die Wüste” vor einer Gebirgskette im Süden Marokkos auf. Damit begann ein nicht nur filmisches Experiment, wie lange er es allein in der Wüste aushalten würde (Prod.: Filmproduktion Dietrich Schubert).
Ein Film ohne Filmteam, der im Rahmen eines Seminars am “Deutschen Zentrum für Schauspiel und Film” in Köln entstand, ist “Online Secrets” von Regisseur und KHM-Absolvent Rouven Blankenfeld. In der Internet-Satire mussten die Schauspieler die Kamera selbst führen, sich um die Ausstattung kümmern und aus Versatzstücken ihre Rollen erarbeiten (Prod.: Deutsches Zentrum für Schauspiel und Film).
Die Kurzfilme:
Mit ihrem Diplomfilm “Ausreichend” zeichnet KHM-Studentin Isabell Prahl das Porträt eines jungen Referendars an einer Kölner Schule (Prod.: KHM, eitelsonnenschein).
In seinem Diplomfilm “Unter den Händen” erzählt Jan Paul Bachmann von einer Rettungssanitäterin, die einen tödlichen Unfall verursacht (Prod.: KHM, Tag/Traum).
Der KHM-Diplomfilm “Wunder Punkt” von Richard Gregor Brzozowski handelt von einem wettsüchtigen Geldeintreiber, der sein Leben ändern will (Prod.: KHM, eitelstonnenschein).
Die Internationalen Hofer Filmtage machten sich seit 1967 einen Namen als wichtige Plattform für den deutschsprachigen Filmnachwuchs sowie als Branchentreff und Publikumsfestival. Im Rahmen der Hofer Filmtage werden der Filmpreis der Stadt Hof, der Eastman Förderpreis für Nachwuchstalente, der Förderpreis Deutscher Film und der Bild-Kunst Förderpreis Szenenbild/Kostüm verliehen.


