„Energiewende vor Ort richtig gestalten – kommunale Wertschöpfung und Bürgerpartizipation mit Erneuerbaren Energien“, so lautete der Titel der Kooperationsveranstaltung der EnergieAgentur.NRW und der Landesarbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie NRW (LEE NRW), die in Paderborn stattfand. „Für die beschleunigte Energiewende sind Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger die zentralen Akteure. Nur wenn Städte und Gemeinden beim Ausbau der Erneuerbaren Energien entschieden vorangehen und ihre Einwohner mitnehmen, wird die Umstellung des Energiesystems erfolgreich gelingen. Gleichzeitig eröffnen sich vor Ort mit dem Wechsel hin zu regenerativen Energieträgern enorme wirtschaftliche Chancen, die es zu nutzen gilt. Diesen Weg wollen wir intensiv unterstützen.“, erläuterte der NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel das Ziel der Veranstaltung. Wie sich die kommunalen Wertschöpfungseffekte aus Erneuerbaren Energien genau darstellen, welche Steuerungsmöglichkeiten die Kommunen bei der Förderung von Bürgerenergieanlagen haben und wie sich Anwohner vor Ort konkret in Projekte einbinden lassen, veranschaulichten Experten aus Wissenschaft und Praxis. „Es geht uns mit der Veranstaltung vor allem darum, die Akteure vor Ort über die rechtlichen Rahmenbedingungen aufzuklären und bereits bestehende Erfolgsmodelle, die Vorbildcharakter besitzen, aus der Region zu präsentieren. Als kommunale Beratungsinstanz in Fragen der künftigen Energieversorgung wollen wir die Entscheidungsträger ermutigen, die Energiewende selbst zu gestalten und weiter voranzutreiben.“, so Stefan Prott von der EnergieAgentur.NRW.
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Auch Jan Dobertin, Geschäftsführer der LEE NRW, sieht in der Veranstaltung einen wichtigen Beitrag für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in NRW: „Der Wechsel der Energiesysteme hin zu kleineren, dezentralen Einheiten bietet Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürgern verstärkt die Möglichkeit, die Energieversorgung in die eigene Hand zu nehmen und davon zu profitieren.“ So seien heute mehr als 50 % der in Deutschland installierten Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Quellen in der Hand von Privatpersonen und Landwirten. Im Jahr 2009 betrug die kommunale Wertschöpfung aus Gewinnen, Einkommen und Steuern bundesweit rund 6,8 Milliarden Euro. „Über diese positiven Aspekte der Energiewende wollen wir informieren und Handlungsempfehlungen geben, wie sich die wirtschaftlichen Potentiale der Energiewende bestmöglich im Sinne von Kommunen und Bürgern heben lassen.“, so der LEE-Geschäftsführer. Die Veranstaltung in Paderborn war nach einem Auftakt in Coesfeld im November 2011 die Zweite einer vierteiligen Veranstaltungsreihe. Im kommenden Jahr wird sie mit Terminen in Gummersbach (19. Januar 2012) und Düren (29. Februar 2012) noch in weiteren Regionen Nordrhein-Westfalens Station machen. Die Referenten zu den best-practice Beispielen kommen jeweils aus der Region und können so kompetent zu den lokalen Besonderheiten Auskunft geben. Weitere Informationen befinden sich unter http://www.energieagentur.nrw.de.


