Gleich der erste Act machte am Freitagabend in der Deutzer Essigfabrik klar, wohin die Reise an diesem eher metallischen Abend gehen sollte. Die Newcomer von Death Destruction ließen sich nicht lange bitten und legten ein ordentliches Brett vor. Vor allem Sänger Jimmie Strimell sorgte in den ersten 30 Minuten für gute Laune und ein erstes Kopfnicken bei den Zuschauern. Natürlich durfte beim Eröffnungsgig die Single-Auskopplung mit dem eingängigen Titel „F**k yeah“ nicht fehlen. Unterstützt wurde Strimell von seinen Bandkollegen Henrik Danhage (Gitarre), Jonas Ekdahl (Drums) und Fredrik Larsson (Bass). Letzerer spielte sich schon einmal warm für seinen zweiten Auftritt an diesem Abend mit dem Hauptact „Hammerfall“, bei dem Larsson ebenso an den Saiten zupft.
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Wegen der beeindruckenden Stimme von Power-Vocalist Strimell lassen sich die Jungs von Death Destruction nur schwer in eines der bekannten Genres einordnen. Das Können der aus Göteborg stammenden Band lässt sich dabei am ehesten als eine Mischung aus Progressiv Metal, Power Metal und Metalcore bezeichnen. Auf jeden Fall ist die Musik aber eines: abwechslungsreich. Das im August dieses Jahres erschienene Debutalbum „Death Destruction“ wurde dabei von keinem Geringeren als Roberto Laghi produziert, der sich zum Beispiel auch als Producer der schwedischen Kultband „In Flames“ etabliert hat. Lange wird es also sicherlich nicht dauern, bis die Schweden in die großen Fußstapfen ihrer Vorbilder treten werden.
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Die zweite Band des Abends stand gleich mit sechs Musikern auf der Bühne. Leider kam bei „Amaranthe“ weder die Stimme von Sängerin Elize Ryd noch die von Andy Solvestrom oder Jake E. Lundberg so richtig beim Publikum an. Daher leerte sich die Halle zwischenzeitlich merklich und einige Zuschauer nutzten die Zeit offenbar für eine Pause an der frischen Luft. Für Freunde des Melodic Metal empfiehlt sich hier wohl eher der Kauf des brandneuen Studioalbums, als ein Liveauftritt der schwedisch-dänischen Combo. Dagegen rockten die alten Haudegen von „Vicious Rumors“ als Band Nr. 3 des Abends so richtig ab.
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Und die Zuschauer hatten sichtlich Spaß an den Herren um Gitarrist Geoff Thorpe – auch wenn viele von ihnen bei der Gründung der Power-Metal-Band noch nicht einmal das Licht der Welt erblickt hatten. Kraftvoll aufspielend wie bei einem Tourdebut, sah man den Jungs aus Kalifornien die mehr als 80 Shows in diesem Jahr kaum an. Auch ein ausgiebiges Bad in der Menge ließ sich der ziegenbärtige Sänger Brian Allen nicht nehmen. Bestens eingestimmt durften sich die mehr als 1.000 Zuschauer dann auf „Hammerfall“ freuen. Die Essigfabrik war nun bis auf den letzten Platz gefüllt und schon das Enthüllen des Hammerfall-Drumsets sorgte für gut gelaunten Beifall. Kaum waren die fünf Musiker aus Göteborg auf der Bühne kochte die Stimmung im Saal.
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Joacim Cans (Gesang), Oscar Dronjak (Gitarre) Pontus Norgren (Gitarre), Anders Johansson (Drums) und Fredrik Larsson (Bass) spulten routiniert, aber mit viel Enthusiasmus, ihr Programm ab. Die ausgewählten Songs waren ein Mischung aus Fanwünschen und den Lieblingsliedern der Bandmitglieder. Auch was die Lautstärke anging, mussten sich die Schweden nicht verstecken und erreichten nahezu Manowar-Niveau. Für Freunde des gepflegten Power-Metals sicherlich eine wahre Freude. Death Destruction und Hammerfall bildeten so den passenden Rahmen für einen ausgesprochen metallischen Abend am rechten Rheinufer der sich trotz des zwischenzeitlichen Durchhängers das Prädikat „sehens- und hörenswert“ verdient hat.
Bildquelle: KNJ/Andreas Heinen






