20 Mythen über die gesunde Entwicklung von Babys!

“Mit 20 Monaten ist es noch zu früh fürs Töpfchen”, “Flaschenkinder haben es später schwerer als Stillkinder” – um die gesunde Entwicklung von Babys und Kleinkindern ranken sich ungezählte Mythen. In einem großen Dossier macht die Zeitschrift ELTERN den Realitäts-Check: Was stimmt und was ist Unsinn? Drei Beispiele:

 

Trotzanfälle hat jedes Kind. Stimmt! Zwischen dem zweiten und dem fünften Lebensjahr mit Vehemenz gegen scheinbare oder tatsächliche Ungerechtigkeiten zu protestieren ist tatsächlich ein Verhalten, das sich rund um den Erdball im selben Alter bei allen Kindern beobachten lässt. Es gibt allerdings große individuelle Unterschiede: Manche Zweijährige sind so temperamentvoll, dass sie täglich eindrucksvolle Wutanfälle hinlegen, andere protestieren nur selten, und wenn, dann so dezent, dass Außenstehende kaum etwas bemerken.

Flaschenkinder haben es später schwerer als Stillkinder. Stimmt nicht! Wenn Fläschchen-Eltern nur Pre- oder 1er-Milch kaufen, Flaschen und Sauger gut abkochen, die Pulvermenge exakt abmessen, alle Mahlzeiten nach Bedarf füttern und dabei für viel engen Hautkontakt sorgen, steht der gesunden Entwicklung ihres Babys nichts im Wege. Anders sieht es in Ländern aus, in denen es sehr schwer ist, die hohen hygienischen Standards zu erreichen, die zur Fläschchenfütterung notwendig sind. Hierzulande lassen sich bei der Gesundheit und altersgerechten Entwicklung zwischen Still- und Flaschenkindern keine gravierenden Unterschiede feststellen.

Eifersucht unter Geschwistern lässt sich nicht verhindern. Stimmt! Ein Blick in die Menschheitsgeschichte zeigt, warum: Noch bis vor etwa 500 Jahren lag die Kindersterblichkeit auch bei uns bei etwa 50 Prozent. Die besten Überlebenschancen hatten die Kinder, die sich den größten Teil der knappen Ressourcen sichern konnten. Die Konkurrenz eines Geschwisters war da ein handfestes Risiko – und dieses evolutionäre Erbe wirkt in unseren Kindern noch heute nach.

 

Quelle: Gruner+Jahr, ELTERN, Archivbild

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