Hohes politisches Engagement, Grammy-Auszeichnungen und Multi-Platin-Erfolg: Arrested Development feiern 25. Bandjubiläum! Im Herbst für drei Shows in Deutschland, eine davon in Köln!

 

Seit ihrer Gründung haben Arrested Development aus Atlanta dem HipHop nicht nur zu neuem politischen Bewusstsein verholfen, sondern zudem fast nebenbei bewiesen, dass man gehaltvolle Botschaften mit Substanz auch auf lebensbejahende Weise mit Musik verbinden kann. Zu einer wichtigen Stimme ihres Genres wurde die Band umgehend dank ihres Einsatzes für die Belange der afroamerikanischen Community sowie Minderheiten generell. Heute sind die Inhalte ihres spirituellen Alternative HipHop aktueller denn je – gut, dass sie nun wieder da sind.

 

Ohne Untertreibung kann man dem Kollektiv um Frontmann Speech eine entscheidende Rolle in der Entwicklung des HipHop zusprechen. Ihren einzigartigen Mix aus musikalischem Talent, unbedingter Positivität und hohem politischem Bewusstsein besonders für die Belange der afroamerikanischen Community, verbanden Arrested Development von Beginn an mit Zutaten, die so vorher im HipHop nicht gab: Ihre Live Shows spielten sie mit kompletter Band, ihr Line Up verstand sich von Anfang an als Kollektiv aus weiblichen wie männlichen Mitgliedern, darunter auch ein spirituelles Oberhaupt namens Baba Oje – und der gemeinsame Look, der sich aus Elementen traditioneller afrikanischer Kleidung zusammensetzte, war eine bewusste Absage an alle vorherrschenden Gangsta-Rapper Klischees der Zeit. Im Handumdrehen wurden Arrested Development so zu einer echten Alternative im HipHop der 90er.

 

Ihr gefeiertes 92er Debutalbum „3 Years, 5 Months and 2 Days in the Life Of…“ hielt mit den Singles „Tennessee“, das von der Rock ´n´ Roll Hall of Fame zu einem der 500 einflussreichsten Songs in der Geschichte des Rock ´n´ Roll gewählt wurde, sowie „Mr. Wendal“ und „People Everyday“ gleich drei Welthits parat, die der Band neben zwei Grammys als „Best New Artist“ und „Best Rap Single“ zahllose weitere Auszeichnungen einbrachte. Schon bald fanden sich Arrested Development nicht nur in der Heavy Rotation auf MTV, sondern auf den Titelseiten von Musikmagazinen wie Spin, Rolling Stone und kurz darauf gar der New York Times, LA Times und etlicher mehr wieder.

 

Die Band blieb ihrer politischen Agenda trotz des überwältigenden Erfolges unbeirrt treu: Die Hälfte der Einnahmen ihrer Erfolgssingle „Mr. Wendal“, das die Lage der Obdachlosen thematisierte, spendete sie an die „National Coalition of the Homeless“ und weniger später unterstützte sie als erste afro-amerikanische Band den African National Congress in Südafrika im Kampf gegen die Folgen der Apartheid, was sie 1994 wiederum auf eine Bühne mit Nelson Mandela brachte – einer der Höhepunkte ihrer Karriere.

 

Zwei weitere Alben später, im Jahr 1996, läste sich die Band auf, fand im Jahr 2000 jedoch wieder zusammen, spielte seitdem mehrere Welttourneen und veröffentlichte neun weitere erfolgreiche Alben, davon „Changing The Narrative“ von 2016 sowie „This Was Never Home“ aus diesem Jahr. Eines ist sicher: Die Geschichte von Arrested Development ist noch lange nicht zu Ende – und ihre Botschaften sind heutzutage mindestens genauso relevant wie in den Neunziger Jahren!

 

Arrested Development

25th Anniversary Tour

Termine:

24.10. – Berlin, Astra Kulturhaus

25.10. – Hamburg, Fabrik

26.10. – Köln, Essigfabrik, 20 Uhr

 

Text- und Bildquelle: concert team nrw GmbH, Bildrechte/Fotograf: Todd McPhetridge