Bankmitarbeiterin verhindert Betrug – Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche

Am 16. April hatte die Mitarbeiterin eines Geldinstitutes einen Betrug zum Nachteil einer Kundin (83) verhindert. Gegen Mittag erhielt die Seniorin einen Anruf ihrer “angeblichen” Enkelin. Diese gab an, dringend Geld für einen Immobilienkauf zu benötigen. Als die Kölnerin äußerte, dass sie in der Wohnung lediglich ihren Schmuck habe, gab die “Enkelin” an, dass auch dieser reichen würde. Schnell wurde eine Übergabe vereinbart. Wenige Augenblicke später stoppte ein angeblicher Taxifahrer am Haus der 83-Jährigen und nahm den Schmuck in nicht unerheblicher Höhe in Empfang. Unmittelbar danach wurde die Kölnerin erneut von ihrer “Enkelin” angerufen. Diese bot an, noch Bargeld von der Bank abholen zu können. Nachdem die angebliche Familienangehörige dies bejahte, fuhr die alte Dame mit dem Bus zu ihrem Geldinstitut am Neumarkt. Als die Kölnerin am Schalter einen fünfstelligen Betrag abheben wollte, “klingelten” bei der Bankmitarbeiterin alle Alarmglocken. Sie handelte vorbildlich, da sie die Betrugsmasche erkannte und die Kundin sofort darauf hinwies. Die Polizei rät in diesem Zusammenhang, solchen Anrufe mit äußerster Vorsicht zu begegnen. Informieren Sie im Zweifelsfall Ihre Angehörigen und / oder wählen Sie den Notruf 110. Angehörige älterer Menschen werden dringend gebeten, Senioren zu sensibilisieren, dass Betrüger per Telefon versuchen, an das Geld von, aus Sicht der Täter leicht zu beeinflussenden, Opfern zu gelangen.

 

Auch vor einer neuen Art des Betruges warnt die Polizei:

Derzeit gehen vermehrt bei älteren Menschen Anrufe von angeblichen Kriminalbeamten ein. Diese geben an, dass man derzeit diverse Telefone von Straftätern abhöre. Darauf habe ein Täter geäußert, in das Haus des Seniors / der Seniorin einbrechen zu wollen. Meistens wird dann das Telefonat mit den verängstigten Menschen beendet. Kurz darauf ruft dann der “Kriminalist” erneut an und bittet die älteren Menschen, sicherheitshalber die Wertgegenstände zu verstecken; beispielsweise in der Waschmaschine. Sobald die Anrufer merken, dass das Opfer völlig verängstigt ist, ruft man erneut an. In diesem Anruf wird dann den Senioren angeboten, dass man Bargeld und Schmuck abholt und beispielsweise in der “Asservatenkammer” vorsorglich aufbewahrt. Die Polizei geht aktuell davon aus, dass die Anrufe aus Call-Centern in der Türkei geführt werden. Dort ist man offenbar technisch in der Lage, auch Rufnummern von Polizeidienststellen (z.B. “02212290”) einzublenden, um den Anschein zu erwecken, dass die “echte” Polizei anruft. Die Polizei Köln weist ausdrücklich darauf hin, dass Anrufe dieser Art nicht durchgeführt werden. Auch besteht bei der Polizei keinerlei Möglichkeit, Wertgegenstände zu lagern oder sicherheitshalber zu deponieren. Bitte kontaktieren Sie bei Anrufen dieser Art sofort den Polizeinotruf 110.

 

Quelle: Polizeipräsidium Köln, Archivbild

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie erklären sich mit der Speicherung und Veröffentlichung der eingegebenen Daten bis zur vollständigen Löschung des Kommentars einverstanden. Der verfasste Kommentar erscheint nicht sofort, sondern erst nach Prüfung und Freigabe durch einen Administrator. Die Einwilligung kann jederzeit z. B. formlos per E-Mail widerrufen werden. Kontakt & Details siehe Datenschutzerklärung

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung