Buch-Autor und Therapeut Uwe Pettenberg: Nach der Krise ist vor dem neuen Aufschwung

Buch-Autor und Therapeut Uwe Pettenberg: Nach der Krise ist vor dem neuen Aufschwung

Die Corona-Pandemie hält die ganze Welt in ihren Fängen. Jedes Land, ja jeder einzelne hat seine eigenen Wege und Strategien, damit umzugehen. „Jeder Krise wohnt auch immer etwas Positives inne“, sagt der Buch-Autor und Therapeut Uwe Pettenberg. Das Virus zwingt uns alle zur Veränderung. Nicht umsonst heißt es, gerade in Krisenzeiten werden Helden, werden neue Ideen, geboren. Viele glauben, die Corona-Pandemie wird etwas Grundlegendes ändern, einen Wendepunkt einleiten. Uwe Pettenberg ist sich sicher, dass das allein an uns selbst liegt. Vieles ist momentan anders als sonst. Unser alltägliches Leben ist eben nicht mehr so alltäglich. Not macht erfinderisch – Gastronomiebetriebe bauen gezwungenermaßen ihre Lieferdienste aus, Firmen stellen ihr Sortiment um, nähen z.B. statt Sitzbezügen für Autos plötzlich Mundschutzmasken, Mitarbeiter von Unternehmen richten sich im Homeoffice ein usw.

Wir haben neue Strategien entwickelt und mussten unsere Komfortzone verlassen.

Not macht aber auch dankbar. Dankbar gegenüber denen, die in der Krise unser Gesundheitssystem, unsere Lebensmittelversorgung oder unsere Sicherheit am Laufen halten – die Pflegerinnen und Pfleger, Verkäuferinnen und Verkäufer, LKW-Fahrer und natürlich die Polizei – alle die uns bisher selbstverständlich erschienen, die wir vielleicht nicht einmal besonders geachtet haben.

Wir haben gelernt mehr Respekt und Wertschätzung zu zollen.

Gleichzeitig macht vielen die aufgezwungene Nähe und die Ängst zu schaffen. Innerhalb von Familien und Beziehungen kommt es vermehrt zu Konflikten. Wildfremde Menschen streiten absurderweise im Supermarkt um eine Packung Toilettenpapier. Das Unausgesprochene und Verdrängte tritt zutage, Hemmungen fallen.

Wir mussten unsere dunklen Seiten ertragen lernen und uns beibringen, unseren Egoismus zu überwinden.

Aber auch Solidarität und eine neue Gemeinschaft bringt Corona mit sich. Lange gab es keine so große Welle der Hilfsbereitschaft mehr. Wenn wir gemeinsam eine Krise bewältigen müssen, können wir auch teilen.

Wir haben gelernt zu teilen, sind bereit, etwas für andere abzugeben und Hilfe zu leisten, wo sie benötigt wird.

Und wir haben akzeptieren müssen, Abstand zu halten, beim Einkaufen ebenso wie zu den Großeltern, der Familie, den Freunden. Das verunsichert und entfremdet, gleichzeitig zeigt es aber auch ganz deutlich, wem wir wirklich nah sein wollen.

Wir haben gelernt, wer uns wirklich wichtig ist und wem wir nach der Krise wieder nahe sein wollen.

Wir befinden uns im Umbruch – ob es ein echter Umbruch sein wird, wissen wir erst, wenn wir wieder zur Normalität zurückgefunden haben. Haben wir wirklich etwas gelernt aus der Krise oder fallen wir zurück in alte Muster?

Pettenbergs Rat: „Wir könnten schon jetzt damit anfangen, diesen Umbruch für uns selbst zu verinnerlichen. Jede Krise hinterlässt eine Story in uns. Jeder von uns erkennt die Momente, die es Wert sind, behalten zu werden: der erste Anblick deines Neugeborenen, vielleicht der erste Job, die erste Liebe, der größte Schmerz, das längste Lachen. Es sind die Momente in uns, um die wir wissen, dass wir sie erhalten werden.“

Und genau so ein Moment ist jetzt! Denn diese Krise wird nicht nur in die Geschichte eingehen, sondern für uns alle unvergessen bleiben. Was in uns bleibt, können wir bereits heute mitbestimmen, in dem wir für uns positive Schlüsse daraus ziehen. Kein plattes positives Denken, sondern ein Akzeptieren dessen, was ist und ein aktives und energetisches Handeln, als würde jetzt alles möglich sein und es „kein Morgen“ geben. Dann kommt unser aller Morgen umso schneller. Positiv.

 

 

 

 

 

 

 

 

Text – und Bildquelle: Uwe Pettenberg

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