Coaching Ausbildung: Ein Beruf mit Perspektive?

Coaching Ausbildung: Ein Beruf mit Perspektive?

Seit einigen Jahren blüht der Beruf des Coaches auf. Die Nachfrage nach Coaching-Dienstleistungen ist sehr hoch, denn immer mehr Menschen suchen einen professionellen Rat in verschiedenen Lebensfragen. Beim Coaching arbeitet man 1:1 mit einer Person und versucht, die Herausforderungen zu lösen. Das macht die Tätigkeit oftmals sehr dankbar und sinnstiftend. Mit dem Anstieg der Anzahl der Klienten bildete sich vor allem in letzter Zeit ein immer differenzierteres Berufsbild des Coaches aus, sodass es neben dem Personal Coach viele weitere interessante Ausbildungsmöglichkeiten gibt. Doch wie sieht der Beruf in der Zukunft aus, wie erhält der Coach seine Kunden und welches Potential bietet die Selbstständigkeit als unabhängiger Coach?

Die Ausbildung des Coaches

Der Coach durchläuft keine klassische, auf drei Jahre ausgelegte Ausbildung an einer Schule oder in einem Betrieb. Das bedeutet: Die Ausbildung zum Coach ist nicht staatlich anerkannt. Es gibt also keine offiziellen Ausbildungsregelungen. Jedes Institut richtet sein Angebot auf bestimmte Bedürfnisse angehender Coaches aus. Da dieser Beruf nicht zu den klassischen Ausbildungsberufen zählt, variiert die Ausbildungsdauer und liegt zwischen mehreren Monaten bis hin zu mehreren Jahren. Häufig besteht sie aus praktischen und theoretischen Anteilen. Um als Coach erfolgreich zu sein, sollten sich zukünftige Auszubildende auf Schulen mit hohen Praxisanteilen konzentrieren. Schließlich müssen sie die erlernten Theorien in ihrem späteren Beruf praktisch anzuwenden wissen.

Die Nachfrage und die Zukunftsprognosen

Die Nachfrage nach einem professionellen Coach ist derzeit sehr hoch. Der Coach ist ein dynamischer und flexibler Ansprechpartner. Er arbeitet auch im Wohnbereich seiner Klienten und erarbeitet mit ihnen nützliche Lösungsstrategien. Ein klassischer Therapeut arbeitet im Gegensatz dazu überwiegend in seiner eigenen Praxis und vor allem im Bereich der Konfrontation nimmt er eher eine passive Rolle ein. Der Coach geht mit dem Patienten durch die Situationen hindurch, er agiert nicht nur theoretisch sondern vor allem praktisch und nutzt dabei wesentliche Erkenntnisse aus der Psychologie.

In der Zukunft kommt es aufgrund kontinuierlich zunehmender Probleme und der aktiven Suche nach Bewältigungsstrategien vermehrt zur Eröffnung neuer Praxen durch Coaches. In der Folge nimmt die Ausbildungsqualität zu und unseriöse Anbieter werden vom Markt gedrängt. Um sich bereits jetzt zu etablieren, sollte man möglichst schnell mit dem Lernen beginnen. Wichtig außerdem: Neben einem stetigen Lerneifer sollten sich angehende Coaches schon vorab über die möglichen Fachrichtungen informieren und diese aktiv anstreben.

Vorteile der Arbeit als Coach

Die Vorteile der Arbeit des Coaches liegen klar auf der Hand. Er ist nicht an einen Platz gebunden, muss demzufolge nicht zwingend lange Autofahrten in Kauf nehmen. Das spart immens Zeit und Stress ein. Zudem muss der Coach im Vergleich zum Psychotherapeuten keine lange Studiendauer in Kauf nehmen und anschließend weitere Praxisjahre integrieren. Er kann seinen Geschäftsbetrieb unmittelbar starten. So ist es schneller möglich Geld zu verdienen.

Doch eigentlich benötigt er keinen Ort, um andere Personen zu empfangen. Er kann direkt zu seinen Klienten fahren oder er bietet seine Leistung über das Telefon bzw. via Internet im Live Modus an. Einige Coaches gehen einen ganz anderen Weg. Sie entscheiden sich für die Gründung einer Video-Linie, die Menschen aktiv bei der Gestaltung ihres Alltags hilft. Auch diese Arbeit ist derzeit absolut im Trend und von Erfolg gekrönt.

Kundengewinnung – aber wie?

Wer sich mit Marketing befasst und gleichzeitig wenig Kontakte hat, steht als Coach schnell vor einem Problem. Denn effektives Marketing schließt stets viele Kontakte und Mund-zu-Mund-Propaganda mit ein. Doch es geht auch ohne einen großen Freundeskreis. Mit der Beteiligung auf Social Media Plattformen ist es jedoch nicht getan. Wo immer möglich, sollte Werbung geschaltet werden. Die eigene Website, ein gepflegtes LinkedIn-Profil – alles trägt irgendwann Früchte. Leichter hat es, wer bereits Kontakte zur Branche hat. Keine Frage: Aller Anfang ist schwer, doch gerade mit Online Marketing lässt sich schnell ein Kundenstamm aufbauen.

Die Selbstständigkeit als Coach

Der Coach kann innerhalb des Angestelltenverhältnisses oder im Rahmen einer Selbstständigkeit arbeiten. Allerdings kommt es bislang selten vor, dass Coaches – außer Business Coaches – tatsächlich eine Festanstellung erhalten. Daher entscheiden sich viele gegen eine Bewerbung in Krankenhäusern oder in anderen Einrichtungen. Viele gründen ihre eigene Coaching-Praxis und machen sich dadurch einen Namen. Andere schließen sich einem Unternehmen an und ergänzen die bestehenden Angebote durch die Leistung als Coach.

Es bestehen viele Möglichkeiten, den Tag als Coach und die Arbeitsweise so zu gestalten, dass sie auf die persönlichen Bedürfnisse ausgerichtet sind. Vor der Selbstständigkeit ist es wichtig sich über die rechtlichen Rahmenbedingungen und über die steuerlichen Themen zu informieren. Auch der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung bietet sich an. Wer zusätzlich einen eigenen Standort eröffnen möchte, muss weitere Rahmenbedingungen erfüllen und sollte gerade zu Beginn von diesem großen Schritt erst einmal absehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: News factory, Bildrechte: unsplashed

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