Crowdsourcing-Projekt im Archiv – Transkription von Namen erleichtert Suche in der Standesamtsüberlieferung

Crowdsourcing-Projekt im Archiv – Transkription von Namen erleichtert Suche in der Standesamtsüberlieferung

Nach einem erfolgreichen ersten Durchlauf geht das gemeinsame Crowdsourcing-Projekt des Historischen Archivs der Stadt Köln, der Westdeutschen Gesellschaft für Familienforschung und des Vereins für Computergenealogie in die zweite Runde. Ziel der Zusammenarbeit ist es, teils Jahrhunderte alte Geburts-, Sterbe- und Heiratsurkunden zu transkribieren, also in die heutige Schrift zu übertragen und damit bequem und schnell auch für Hobbyforscher durchsuchbar zu machen.
Das Projekt erleichtert die Suche nach Vorfahren in der Kölner Standesamtsüberlieferung, die über den Link http://historischesarchivkoeln.de/lav/index.php abgerufen werden kann.

Die in den Urkunden vorkommenden Namen werden abgeschrieben und als Datenbank erschlossen. Damit können die Einträge mittels einer Volltext-Suche abgerufen werden. Dem Nutzer ist es möglich, mit wenigen Klicks auf die entsprechende Urkunde zurückzugreifen, ohne sich mit alten, teils unleserlichen Schriftbildern auseinandersetzen zu müssen.
In einem ersten Aufschlag wurden bereits mehr als 157.000 Daten aus 10.000 Seiten der Kölner Sterberegister des Standesamtes Köln (I, Mitte) aus dem Zeitraum 1938 bis 1978 abgeschrieben. Mehr als 100 Unterstützerinnen und Unterstützer beteiligten sich. Über folgenden Link können die Daten der entsprechenden Jahre bereits durchsucht werden: http://des.genealogy.net/koeln_sterberegister/search/index

Im Rahmen des nun startenden zweiten Aufschlags des für eine benutzerfreundliche Forschung wichtigen Projektes steht die Abschrift der Namen und Daten aus den Sterbeurkunden der Kölner Innenstadt 1876 bis 1938 an. Hierbei ist jede Hilfe willkommen.

Die in der damals üblichen Kurrentschrift geschriebenen Urkunden sind nach kurzer Übung gut zu lesen. Sie enthalten im Durchschnitt die Namen von zwei bis fünf Personen. Die verwandtschaftliche Beziehung zu den Verstorbenen wird jeweils mit erfasst. Da insgesamt über 134.000 Urkunden des Innenstadt-Standesamtes zur Auswertung bereitgestellt wurden, werden am Ende voraussichtlich fast eine halbe Million Namen erfasst sein. Wer beim Abschreiben der Urkunden mitmachen will, findet alle weiteren Links zur Benutzerkennung, den Editionsrichtlinien und zur Erfassung in der Projektbeschreibung unter http://wiki-de.genealogy.net/Köln/Standesamt/Sterbeurkunden/Projektbeschreibung.

Das Projekt wird von den Administratoren Dr. Günter Junkers (cgjunkers@web.de) und Alfons Heffen (more.future@gmx.de) betreut.
Früher oder später werden die Helferinnern und Helfer bei ihren Recherchen auch auf folgende Sterbeurkunde stoßen: Der bekannte rheinische Physiologe Theodor Schwann starb am 11.01.1882 in Köln, was sein Bruder Bernhard am nächsten Tag im zuständigen Standesamt angab. Schwann erkannte schon 1839, dass Tiere und Pflanzen aus unterschiedlichen Zellen bestehen und gilt daher als Begründer der modernen Gewebelehre.

 

 

Quelle: Stadt Köln, Archivbild

 


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