Darf man Wein schlürfen?

Mehrheit der Deutschen empfindet laute Geschmacksprüfung als unfein

Drei Viertel der Deutschen empfinden es als unfein, Wein zu schlürfen. Lediglich ein Viertel hat damit kein Problem, wie jetzt eine repräsentative Umfrage zeigt. Dabei ist die Abneigung gegen das Schlürfen bei jüngeren Weintrinkern weitaus größer als bei älteren: 84 Prozent der Befragten unter 30 empfinden das Schlürfen als unpassend. Bei den Befragten zwischen 30 und 49 Jahren sind es noch 73 Prozent. Ab 50 empfinden es nur noch 69 Prozent der Befragten als unfein, Wein zu schlürfen. Generell empfinden es mehr Frauen (78 Prozent) als Männer (71 Prozent) unfein, Wein zu schlürfen.

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Dabei hat das Schlürfen beim Weingenuss wenig mit fehlenden Tischmanieren zu tun. Im Gegenteil: Fragt man Experten, nimmt der Weintrinker sogar erst durch das Schlürfen alle Geschmacks-Nuancen des Weines wahr. “Bei der Geschmacksprobe sollte unbedingt geschlürft werden.”, rät Albert Kallfelz, Winzer aus Zell-Merl an der Mosel. “Erst die Verbindung mit Luft lässt den Wein volles Aroma und Geschmack entfalten.” Das Aroma des Weins werde durch die Luftzufuhr intensiviert. “Die Technik dazu will aber erst mal beherrscht sein, der Wein muss richtig über die Geschmacksnerven auf der Zunge und am Gaumen geführt werden.”, so Kallfelz. Die in entsprechenden Situationen eintretende Erheiterung von Beobachtern müsse ein echter Weinkenner einfach hinnehmen. Bei der repräsentativen Umfrage waren vom Meinungsforschungsinstitut Smart Research 1000 Personen befragt worden. Auftraggeber der Umfrage war das Weingut Albert Kallfelz aus Zell-Merl an der Mosel. Das Weingut Albert Kallfelz aus Zell-Merl an der Mosel produziert seit über 100 Jahren hochwertige Weine. Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft weist den inhabergeführten Betrieb in seiner Top-100-Liste als besten Riesling-Erzeuger Deutschlands aus. Das Weingut umfasst derzeit etwa 49 Hektar Rebfläche. Ein großer Teil davon liegt in mineralienreichen Schiefersteillagen, die zu den besten der Welt zählen.

 

Text- und Bildquelle: Kallfelz, Bildrechte/Fotograf: Schnorbach

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