Glück im Job: Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeitmodelle und Kinderbetreuung nicht entscheidend

Glück im Job: Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeitmodelle und Kinderbetreuung nicht entscheidend

Aktuelle Umfrage zeigt: Frauen und Männer haben die gleichen Bedürfnisse

Was brauchen die Deutschen, um im Job glücklich zu sein? Eine aktuelle repräsentative Umfrage unter Berufstätigen von TNS Emnid im Auftrag der Zeitschrift COSMOPOLITAN kommt zu überraschenden Ergebnissen: Faktoren wie ,Work-Life-Balance’, ,flexible Arbeitszeitmodelle’ oder auch ,Unterstützung bei der Kinderbetreuung’ landen auf den hinteren Plätzen. Das WIE ist wichtiger als das WAS, denn softe Faktoren – wie ,Wohlfühl-Arbeitsplatz’ (96%) und ,Verhältnis zu Kollegen’ (95%) – liegen vor den erfüllenden, vielseitigen Tätigkeiten selbst (91%). Das Sprichwort “Geld allein macht nicht glücklich” scheint veraltet: Für rund 96 Prozent ist dieser Faktor mit am wichtigsten, um im Job glücklich zu sein. Bei den Top-drei-Antworten zeigt sich zudem, dass es zwischen den männlichen und den weiblichen Bedürfnissen keine Unterschiede gibt.

Frauen und Männer machen dieselben Dinge glücklich – zumindest im Job

“Dass gleich zwei Faktoren aus dem Bereich ,positive Arbeitsatmosphäre’ unter den Top-drei-Nennungen landen, überrascht nicht”, weiß Anja Delastik, Chefredakteurin der COSMOPOLITAN, “denn schließlich ist der Arbeitsplatz der Ort, an dem wir uns den Großteil unserer Zeit aufhalten. Was aber auffällt ist, dass diese weichen Faktoren – ,Arbeitsplatz, an dem man sich wohlfühlt’, sowie ,gutes Verhältnis zu den Kollegen’ – auch bei den Männern ganz oben stehen.”, so Anja Delastik. Erstaunlich: Der typisch männliche Faktor ,leistungsgerechte und angemessene Bezahlung’ landet auch bei den weiblichen Befragten unter den Top drei. Trotz dieser Annäherung zwischen Mann und Frau bleiben klassische, geschlechtsspezifische Unterschiede erhalten: ,Flexible Arbeitszeitmodelle’ brauchen 83 Prozent der Frauen, um im Job glücklich zu sein – bei den Männern sind es nur 69 Prozent. Frauen wünschen sich deutlich häufiger ,vorgegebene Gehaltsstrukturen, die für alle Mitarbeiter gelten’ (71% vs. 62% bei den Männern). Gleiches gilt bei der ,Kinderbetreuung’: 53 Prozent der Frauen und nur 46 Prozent der Männer geben an, dass dieser Punkt für sie eine Notwendigkeit für Glück im Job sei.

Karriereleiter hoch oder runter? Der Westen ist karriereorientierter als der Osten

Auch regionale Unterschiede wurden bei der Befragung ermittelt: Sind es im Westen Deutschlands rund 71 Prozent, die ,Aufstiegschancen innerhalb des Unternehmens’ als Glücksfaktor nennen, stimmen im Osten der Republik nur 58 Prozent zu. Ähnlich sieht es bei der ,beruflichen Förderung und Weiterbildung’ aus: Im Westen sind es 82 Prozent, im Osten lediglich 74. Weitere regionale Unterschiede finden sich beim Thema ,kooperativer und gerechter Führungsstil’ (West: 94%, Ost: 85%) sowie beim Thema ,Team-Veranstaltungen und Firmen-Events’ (West: 47%, Ost: 38%).

 

Quelle: Cosmopolitan, Archivbild

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