Gute Noten für Kölner Heime

Gute Noten für Kölner Heime

Bericht der städtischen Heimaufsicht liegt morgen dem Sozialausschuss vor

„De Kölsch Heime sin jot!“. Zu diesem Ergebnis kommt die städtische Heimaufsicht in ihrem aktuellen Bericht 2012/13, der dem Ausschuss für Soziales und Senioren vorgelegt wird. 318 Heime der Pflege und der Behindertenhilfe einschließlich der neuen ambulanten Wohnformen wurden von der Heimaufsicht kontrolliert und beraten. Die Kölner Heime werden von Wohlfahrtsverbänden, den Sozial-Betrieben-Köln und anderen Unternehmen betrieben. Die Behörde ist gesetzlich verpflichtet, alle Heime einmal jährlich zu überprüfen. Die Kontrollen umfassen Besuche der Heime, je nach Größe für ein paar Stunden oder auch für mehrere Tage. Dabei werden Gespräche mit Heimleitungen, Mitarbeitern, Bewohnern, Betreuern und Angehörigen geführt sowie Unterlagen analysiert. Da die Ausstattung der Heime mit qualifiziertem und hinreichendem Personal einer der wichtigsten Garanten für Zufriedenheit mit den Heimen ist, gilt die besondere Aufmerksamkeit der Heimaufsicht den Dienstplänen und ihrer praktischen Umsetzung im Heimalltag. Dabei wurde die Fachkraftquote – 50 Prozent der Mitarbeiter/innen müssen im Sinne des Gesetzes Fachkräfte sein – in den Heimen der Behindertenhilfe eingehalten bzw. übererfüllt.

_______________________________________________________________________________

Zwölf Prozent der Pflegeheime erreichten die Quote zum Stichtag 31. Dezember 2013 nicht. Dieser Sachverhalt löst eine engmaschige Kontrolle der Heimaufsicht aus. Sollte dieser Zustand länger als drei Monate anhalten, müssen Fachkräfte über Zeitarbeitsfirmen eingestellt werden bzw. Plätze dürfen nicht belegt werden (Bettenbelegungsstopp). Die Kontrolle der pflegerischen Qualität im engeren Sinne obliegt dem Medizinischen Dienst der Kranken- und Pflegekassen; bei akuten Beschwerden wird auch die städtische Heimaufsicht aktiv. Die Ergebnisse der Kontrollen werden in einem Bericht mit Schwächen und Stärken zusammengefasst und dem Träger zugeleitet. Im Falle von Mängeln enthält der Bericht die Verpflichtung, diese zu beseitigen. Um dieser Verpflichtung Nachdruck zu verleihen, kann die Heimaufsicht Anordnungen und Bußgelder androhen und vollziehen. Diese ordnungsrechtlichen Maßnahmen mussten im Berichtszeitraum nur jeweils einmal im Jahr angedroht werden, um die Mängelbeseitigung durch den Träger doch noch zu erreichen. Aus Untersuchungen und Gesprächen mit Pflegebedürftigen ist bekannt, dass die Mehrheit ein Einzelzimmer im Heim wünscht. Dies ist für rund 70 Prozent der Heimbewohner auch Realität. Pflegebedürftige, die in ein Heim einziehen, müssen oft zunächst mit einem Doppelzimmer vorlieb nehmen.

________________________________________________________________________________

Dies lässt sich in der Statistik der Heimaufsicht nachlesen: Die Kritik an der Wohnqualität, gemeint sind unter anderem die an Doppelzimmern, stieg von 2010 bis 2013 von fünf Prozent auf 20 Prozent aller Kritikpunkte. Durch die neue Gesetzgebung des Landes Nordrhein-Westfalen sind die Heime bis 2018 verpflichtet, in 80 Prozent der Zimmer Einzelwohnen zu gewährleisten. Viele der neu gebauten Heime bieten bereits heute zu 100 Prozent Einzelzimmer. Damit nicht nur die Behörde nach Recht und Gesetz feststellen kann: „De Kölsch Heime sin jot“, sondern damit dies auch die Pflegebedürftigen und deren Angehörige aus vollem Herzen sagen können, sind immer wieder neue Anstrengungen notwendig. Dies gilt sowohl für die gesetzlichen Rahmenbedingungen als auch für die konkrete Pflege in guter Atmosphäre. Der Bericht kann bei der städtischen Heimaufsicht, Kalker Hauptstraße 247-273, 51103 Köln, unter Tel. 0221/221-27404 oder 0221/221-24049 und per Mail an sozialamt.heimaufsicht@stadt-koeln.de angefordert werden.

 

Quelle: Stadt Köln, Archivbild

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie erklären sich mit der Speicherung und Veröffentlichung der eingegebenen Daten bis zur vollständigen Löschung des Kommentars einverstanden. Der verfasste Kommentar erscheint nicht sofort, sondern erst nach Prüfung und Freigabe durch einen Administrator. Die Einwilligung kann jederzeit z. B. formlos per E-Mail widerrufen werden. Kontakt & Details siehe Datenschutzerklärung

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung