Heino Ferch kritisiert den “Tatort”

“Der Sonntagabend-Sendeplatz um 20.15 Uhr ist leider beliebig geworden”

 

Heike Makatsch, Nora Tschirner, Christian Ulmen und Til Schweiger – der “Tatort” wird immer mehr zum “Event”. Doch nicht alle deutschen Top-Stars möchten Ermittler in der bei den Zuschauern so beliebten Krimireihe werden. Heino Ferch etwa hat den Produzenten der Reihe bereits mehrfach eine knallharte Absage erteilt – und begründet sie so: “Ich habe schon ein paarmal abgesagt. Mir gefällt einfach nicht, dass in jeder Stadt “Tatort”-Ermittler sitzen müssen – das erscheint mir inflationär. Durch aktuell 46 Ermittler in 22 Städten ist der Sonntagabend-Sendeplatz leider etwas beliebig geworden.” Statt also die Arbeit als 47. Ermittler in einer weiteren “Tatort”-Stadt aufzunehmen, konzentriert sich Ferch lieber auf seine ZDF-Reihe “Spuren des Bösen”, in der er den verschlossenen Verhörspezialisten Richard Brock spielt.

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Die Unterschiede zwischen dem “Tatort” und “Spuren des Bösen” benennt der Schauspieler folgendermaßen: “Egal was man beim ‘Tatort’ macht – es ist ein massentaugliches Sonntagabendprogramm. Die Tradition der ‘Tatort’-Reihe ist so alt, dass die Zuschauer fast schon aus Gewohnheit zusehen. ‘Spuren des Bösen’ hingegen ist neu. Unser Drehbuchautor fischt die spannendsten Psychosen aus dem großen Teich der Abnormitäten heraus. Momentan dreht unser Team den vierten Film von ‘Spuren des Bösen’. Wir sind eine gut eingespielte Truppe, die große Lust dabei empfindet, möglichst ungeschminkt, pur, klar und uneitel auf das zu schauen, was uns der Autor an komplizierten Zusammenhängen im Drehbuch vorgibt. Weitere Unterschiede zum ‘Tatort’ sind unsere Intensität, die Nicht-Austauschbarkeit sowie die Düsternis unserer Erzählungen.”

 

Quelle: TV Digital, Archivbild

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