Höhner und Right Said Fred: Gemeinsam mit Hochstimmung zur Fußball WM

Was haben Deutschland und England gemeinsam? Ungefähr genauso viel wie „De Höhner“ und „Right Said Fred“, nämlich eine ganze Menge. Die britische Popband „Right Said Fred“ gründete sich im Jahr 1989 durch die Brüder Fred (Christopher Abbott Bernard) und Richard Fairbrass. Natürlich fallen einem bei dem Namen „Right Said Fred“ sofort Schlagworte wie „Glatze“, „durchtrainierter Körper“ oder auch „tiefe Stimme“ ein. Und das ist auch beabsichtigt, denn sowohl die Glatzen als auch ihre gestählten Körper sind mittlerweile das Markenzeichen der Brüder. Einzige Ausnahme, was die Haartracht angeht, bildete einst das dritte Bandmitglied, Rob Manzoli, der in den Jahren von 1990 bis 1996 als Gitarrist und Komponist die Gruppe komplettierte. Mit zahlreichen Singles, Alben und einer Menge Dancefloor-Rhythmen machten sich die Drei auch hierzulande einen großen Namen. Songs wie „Don´t Talk Just Kiss“, „Deeply Dippy“ oder „Stand up“ trugen hierzu bei; das Stück „You´re My Mate“ wurde später der offizielle Song des südafrikanischen Rugbyteams; die Single „Mojive“ wurde die Hymne des Grand Prix in Hockenheim. Bei der Anzahl ihrer Werke kriecht einem jedoch sofort der Hit „I´m Too Sexy“ aus dem Jahr 1992 wieder in den Gehörgang. Weltweit verkaufte sich ihre erste Single etwa drei Millionen Mal. In ihrem Heimatland kletterte der Song bis auf Platz 2 der Charts und in den USA sogar bis auf Platz 1. Seit den Beatles war es keiner britischen Band gelungen, drei Wochen in Folge Platz 1 der amerikanischen Charts mit einer Debütsingle zu belegen – damit schrieb die britische Band ein Stück Musikgeschichte.


Humor besitzen sie obendrein, denn da die beiden Brüder rein äußerlich das lebende Abbild des Saubermannes „Meister Proper“ sind, machten sie in einem Werbespot im deutschen Fernsehen auch Reklame für ihren gezeichneten Freund. Eine Menge Humor, verpackt in feiertauglichen Songs, besitzen auch die „Höhner“. Vor allem Karnevalsschlager wie „Blootwoosch, Kölsch un e lecker Mädche“ oder „Ich bin ene Räuber“ zählen zu ihren bekannten Stücken. Mit dem überregional bekannten „Viva Colonia“ und dem Song zur Handball-WM 2007 „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ setzten sie sich jedoch selbst ein Denkmal. Die Band, die sich eigentlich im Jahr 1972 aus Peter Werner, Walter Pelzer, Rolf Lessenich und Janus Fröhlich zusammensetzte und zunächst „Ne Höhnerhoff“ nannte, machte im Laufe ihrer Karriere diverse Mitglieder- sowie Namenswechsel durch. Irgendwann jedoch war es so, wie es bis heute noch ist: Sie heißen „Höhner“ und setzen sich zusammen aus Henning Krautmacher (Gesang, Gitarre), John Parsons (Leadgitarre), Janus Fröhlich (Schlagzeug, Gesang), Hannes Schöner (Bassgitarre, Gesang), Peter Werner (Keyboard, Akkordeon) und Jens Streifling (Gitarre, Mandoline, Saxophon). Nicht nur im Karneval genießen die „Höhner“ große Anerkennung, denn auch mit dem Sport gingen sie musikalisch eine innige Bindung ein. 1978 begann so auch ihre Beziehung zum 1. FC Köln und natürlich auch zu dessen Fans: Als der Verein Deutscher Meister wurde widmeten sie ihm das Lied „Unser Bock es Meister“ und bis heute noch wird bei den Heimspielen des 1. FC Köln die FC-Hymne „Mir stonn zu dir, FC Kölle“ vor Spielbeginn im RheinEnergieStadion gespielt und lautstark von den Fans mitgesungen.


Höhner und Right Said Fred: Gemeinsam mit Hochstimmung zur Fußball WMAuch ihr soziales Engagement verdient Beachtung, wie beispielsweise anlässlich der AG Arsch huh gegen Nazis im Jahr 1992 auf dem Kölner Chlodwigplatz. Dem Kölner Urgestein Willy Millowitsch widmeten sie zu seinem 80. Geburtstag das Lied „Willy, wat wör Kölle ohne Dich“ und da Musik und Kultur eng miteinander verknüpft sind, startete die Band im Millowitsch-Theater eine Konzertreihe, dessen Programm sich „Zwei Zimmer, Küche, Diele, Bad“ nannte. Auf klassischer Ebene spielten sie ihre Lieder gemeinsam mit einem Orchester auf der Bühne der Kölner Philharmonie – die Reihe „Höhner Classics“, die fortan in jedem Jahr fester Bestandteil im Terminkalender der Band bleiben sollte, war geboren. Mit dem Kölner Circus Roncalli gingen sie eine Zusammenarbeit ein, bei der die Band gemeinsam mit dem Zirkus unter dem Motto „Höhner Rockin´Roncalli Show“ durch Deutschland tourte. Bis zu jenem Moment hatte die Band zahlreiche Alben produziert und einige Preise (u.a. Echo, Goldene Schallplatte) eingeheimst, doch das „dickste“ Stück sollte erst noch kommen: Im Jahr 2003 gelang ihnen mit ihrem Hit „Viva Colonia“ landesweit ein Riesenerfolg; sogar die Bayern lernten Kölsch und sangen den neuen „Wies´n-Hit“ (2004/2005) textsicher auf dem Münchener Oktoberfest mit. Die „Goldene Stimmgabel“ wurde den „Höhnern“ 2005 völlig zu Recht verliehen. Seit 2007 sind die „Höhner“ Mitglied der vom damaligen Bundesminister Sigmar Gabriel anlässlich der CBD-COP9 ins Leben gerufenen Naturallianz, die sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzt. Im gleichen Jahr wurden sie erneut mit der „Goldenen Stimmgabel“ in der Kategorie Erfolgreichste Gruppe Schlager ausgezeichnet. „Right Said Fred“ und die „Höhner“ – Deutschland und England: Was alle vereint ist nicht nur die Liebe zur Musik, sondern auch die große Leidenschaft für den Fußball.


Die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika naht und die große Rivalität, die zwischen England und Deutschland auf dem grünen Rasen herrscht, lassen nun beide Bands bei ihren beiden exklusiv zur WM gemeinsam aufgenommenen Singles glatt vergessen. Nicht zuletzt auch weil beide Acts als meisterliche Protagonisten des Partypop gelten, dürfte sich keiner über diese Paarung mehr wundern. Der größte „Höhner“-Hit, „Viva Colonia“, wurde mit einem entsprechend neuen Text in die neue Version „Viva Südafrika (Champions Edition)“ verwandelt und bei den Aufnahmen gastierten nicht nur „Right Said Fred“, die für den Refrain ein paar englischsprachige Zeilen beisteuern, sondern auch die Musiker von „Mama Africa“, die für ein temperamentvolles Intro sorgen. Die „Höhner“ stiegen im Gegenzug bei „Right Said Fred“ ein, die mit „Stand Up (For the Champions) 2010“ ebenfalls einen ihrer größten Hits neu aufgelegt haben. Vereint als starkes „Doppel“ dürften sowohl „Stand Up“ wie auch „Viva Südafrika“ die in den nächsten Wochen herrschende Fußballeuphorie mit musikalischem Zündstoff zusätzlich befeuern. Ein zusätzlicher Tipp: Am 02. Juni 2010 sind „Right Said Fred“ bei Johannes B. Kerner zu Gast und am 04. Juli 2010 treten die „Höhner“ gemeinsam mit „Right Said Fred“ im ZDF-„Fernsehgarten“ auf. Weitere Fernsehauftritte sind in Planung. Na dann kann das Sportereignis des Jahres, die Fußballweltmeisterschaft 2010, sowohl für Deutschland als auch für England ja nur ein großer Erfolg werden – zumindest musikalisch!
Höhner feat. Right Said Fred „Viva Südafrika (Champions Edition)“
Veröffentlichung: 04. Juni 2010
Right Said Fred feat. Höhner „Stand Up (For the Champions) 2010“
Veröffentlichung: 04. Juni 2010
www.emimusic.de

 

Quelle: EMIMUSIC


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