Hohe Straße soll aufgewertet werden

Während die Schildergasse seit Jahren zu den gefragtesten Shopping-Meilen Deutschlands gehört, hat die Hohe Straße einiges an Popularität eingebüßt. Dies soll sich jedoch bald ändern, hoffen die Kölner Stadtplaner.


Zwischen Luxus und Billigladen


Noch immer gibt es auf der Hohe Straße einige hochwertige Geschäfte wie die bekannten Juwelierketten www.wempe.de und Christ, das Bose Experience Center und gehobene Modeketten wie Hallhuber, Benetton und Mango. Das letzte Teilstück zum Dom hin an Wallrafplatz und Domkloster ist sogar ein echtes Luxusquartier mit berühmten Marken von Louis Vuitton bis Swarovski. Doch zwischen Wallrafplatz und dem Übergang zur Schildergasse hat sich in den letzten Jahren auch viel Billigware ausgebreitet, die dem Image der Hohe Straße geschadet hat – trotz Quadratmeterpreisen von 240 Euro. Alteingesessene Kölner Händler wie Silber Becker mussten dagegen ihre Pforten schließen – allerdings in diesem Fall aus altersbedingten Gründen. Kölns Stadtplaner ist sehr daran gelegen, dass wieder mehr hochwertige Mieter an der Hohe Straße ansiedeln – doch dazu ist Platz notwendig. Kleine Ladenflächen sind heute nicht mehr gefragt, der Trend geht zu immer größeren Geschäften mit mehreren Etagen. So soll das Haus Nr 84-86, in dem bis vor kurzem McDonalds eine Filiale betrieb, komplett abgerissen und durch einen Neubau für einen einzigen Mieter ersetzt werden.

 

Ehrenstraße völlig überbewertet


Während sich die Hohe Straße allmählich zu erholen beginnt und mit der Neugestaltung rund um den Wallrafplatz eine Aufwertung erfahren wird, bereitet die Ehrenstraße den Stadtplanern Kopfschmerzen. Die ehemalige Kultmeile, die für ihre trendy kleinen Boutiquen bekannt wurde, hat in den letzten Jahren eine Explosion der Mietpreise hinnehmen müssen, die viele kleinere Einzelhändler verdrängte. An ihre Stelle traten dann ironischerweise genau die Ketten, vor denen die trendbewussten Individualisten einst in die Ehrenstraße geflüchtet waren. Die Karawane zog derweil über den Ring ins angesagte Belgische Viertel und in Nebenstraßen wie dem Friesenwall. In Sachen Rummel steht die Ehrenstraße den beiden “Großen” in nichts mehr nach.


Was wird aus den Shopping Centern?


Der Olivandenhof hat sich dank Globetrotter wieder zu einer festen Größe im Stadtbild entwickelt, doch andere Shopping Center wie das DumontCarre und die Opernpassagen im Herzen des Opernquartiers kämpfen weiterhin mit Leerständen. Zu hoffen bleibt nur, dass hier bessere Lösungen gefunden werden wie am Neumarkt, wo sich nun ausgerechnet Primark mit seinen Billigstklamotten in bester Lage hervortun darf.

 

Artikelfoto: © istock.com/justhavealook

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