Hollywood-Star Orlando Bloom beklagt westliches Desinteresse am Syrien-Konflikt: „Das ist eine absolute Schande“

Engagement für UNICEF geht dem „Herr der Ringe“-Star sehr nahe

Hollywood-Star Orlando Bloom („Der Herr der Ringe“) beklagt das westliche Desinteresse am Bürgerkrieg in Syrien. In einem Interview sagte der 37-Jährige: „Syrien ist nur ein weiterer Konflikt in Nahost, der die Leute nicht interessiert, schließlich gibt es dort kein Öl.“ Bloom weiter: „Das ist eine absolute Schande.“ Bloom engagiert sich seit Jahren als UNICEF-Botschafter, zuletzt besuchte er ein Camp für rund 80.000 syrische Flüchtlinge in Jordanien. Ein Erlebnis, das den Schauspieler sehr bewegt hat: „Diese Menschen haben alles verloren, ihr Zuhause, alles, was sie gekannt und geliebt haben. Jetzt leben sie in einem Zelt in der Wüste, dabei wollen sie nur ihr altes Leben wiederaufnehmen, ein Leben, in dem sie einen Job hatten, ein Auto, Schulen, Unterricht.“ Bloom weiter: „Die eigentliche Gefahr besteht darin, dass eine verlorene Generation heranwächst, von Wut und Verachtung geprägt. Wenn diese jungen Menschen keine Bildung und keine Gesundheitsfürsorge bekommen, sind sie eine tickende Zeitbombe, jederzeit bereit zur Explosion.“

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Bloom betonte im Interview, dass ihm Reisen wie diese sehr nahe gingen: „Ich reise für mein Leben gern, weil ich neue Kulturen kennenlernen will, sehen will, wie die Menschen anderswo leben, wie sie die Welt erfahren. Bei meinen Reisen für UNICEF sehe ich extreme Armut, Angst und Terror. Das sind sehr belastende Situationen.“ Als Hollywood-Star sehe er sich aber in der Pflicht, zu helfen: „Natürlich bin ich privilegiert. Als Schauspieler zu leben, Geschichten zu erzählen, in Filmen aufzutreten, die Welt zu bereisen, das ist nicht der Normalfall. Mit meiner Arbeit für UNICEF möchte ich der Gesellschaft dienen und Gutes bewirken.“ Bloom weiter: „Als Schauspieler habe ich die Möglichkeit, die öffentliche Aufmerksamkeit zu wecken und auf einen bestimmten Sachverhalt hinzuweisen.“

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Als Vielflieger, der rund um die Welt monatelang für Filmdrehs unterwegs ist, gibt es für Bloom nur ein emotionales Zuhause: „Gerade weil ich so viel reise, ist Heimat für mich der Ort, wo ich zur Ruhe komme, wo ich mich wohlfühle im Kreis meiner Familie und meiner Freunde.“ Bloom weiter: „Mein Zuhause ist da, wo ich mich entspannen und abschalten kann. Wo ich meinen inneren Frieden finde. Es ist mehr ein Gefühl als ein Ort.“ Für eine künftige Privatreise hat der „Fluch der Karibik“-Star das Königreich Bhutan ins Auge gefasst: „Ich wollte schon immer mal nach Bhutan reisen. Es heißt, dass dort die glücklichsten Menschen der Welt leben. Das möchte ich sehen. Außerdem bin ich selbst Buddhist, auch deshalb fasziniert mich dieses Land.“, so Bloom.

 

Quelle: Corporate Editors, Archivbild

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