Millionen Menschen weltweit, auch in Deutschland, feiern am 17. Februar das chinesische Neujahrsfest. Das Mondneujahr steht 2026 im Zeichen des Feuer-Pferdes und für Freiheit, Kraft, Energie und Lebensfreude. Viele Pferde erleben allerdings genau das Gegenteil: Ausbeutung, Schmerz und Vernachlässigung prägen ihren Alltag, damit Menschen im Tourismus, Showgeschäft oder Rennsport Profit mit ihnen machen können. Bei Karnevalsumzügen kommt es hierzulande immer wieder zu schweren Unfällen. Im Rennsport bezahlen Tiere mit Lungenblutungen, Herzverletzungen und Magengeschwüren oftmals mit ihrem Leben für die menschliche Unterhaltung. Die Tierrechtsorganisation PETA macht mit ihren Partnerorganisationen international zum chinesischen Neujahr das Leid der Pferde in einem gemeinsamen Video sichtbar und verlangt Freiheit und Schutz für die Tiere.
„Pferde gehören zu den am meisten geliebten und aufgrund ihrer Gutmütigkeit auch zu den am meisten ausgenutzten Tieren auf der Welt“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Das Jahr des Pferdes ist ein guter Anlass, um unser Verhältnis zu ihnen zu reflektieren und ihre Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen. Ihre Ausbeutung zu Profitzwecken muss ein Ende haben.“
Hintergrundinformationen
Pferdehaltung weltweit auf Kosten der Tiere
Pferde sind soziale und sensible Tiere, die jedoch weltweit isoliert, überlastet und vielfach unzureichend gehalten und tierärztlich versorgt werden. In Deutschland werden Pferde zu Unterhaltungszwecken in der kommenden Woche bei Karnevalsumzügen und im Zirkus ausgebeutet. Von 2015 bis zum Sommer 2019 wurden nach einer Erhebung von PETA allein bei Galopprennen hierzulande mindestens 50 Pferde noch auf den Rennbahnen getötet. Aktuelle Recherchen von PETA Asien zeigen das enorme Leid der Tiere in Ägypten, die für die Tourismusbranche ausgebeutet und geschlagen werden. Aufnahmen zeigen kranke, verhungernde Tiere und bereits verwesende Pferde, die zum Sterben zurückgelassen wurden. In Südostasien stehen Pferde stundenlang ungeschützt in der Sonne und warten auf Touristen, denen sie als Transportmittel dienen. In den USA müssen sie Kutschen durch stark befahrene Straßen bewegen, was Stress sowie Schäden an Hufen und Gelenken verursacht. In Japan, Südkorea, Europa und den USA sterben jährlich Hunderte Pferde infolge von Rennunfällen oder werden aussortiert und im Schlachthaus getötet.
Internationales Frühlingsfest
Millionen Menschen in China, Vietnam, Südkorea, Taiwan, Malaysia, auf den Philippinen und weltweit begrüßen am 17. Februar gemeinsam mit ihren Familien das neue Jahr. [1] Das Fest richtet sich nach dem Lunisolarkalender und dauert 16 Tage. 2026 steht im Zeichen des Feuer-Pferdes, das im chinesischen Tierkreis Freiheit, Kraft, Energie und Lebensfreude repräsentiert. Anders als in der westlichen Astrologie gilt im chinesischen Horoskop jeweils ein Tierzeichen pro Jahr, ergänzt durch eines der fünf Elemente: Feuer, Erde, Wasser, Metall und Holz.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
Quelle: Peta, Bildquelle: Pexels/Coco Hache
