Inside Köln: Stadtspaziergang für Einheimische

Inside Köln: Stadtspaziergang für Einheimische

Kölner wissen es natürlich schon lange: Die Domstadt hat viel zu bieten. Aber manchmal sollte man auch als Bewohner seine Stadt wieder neu entdecken.

Beim Ranking der beliebtesten Städte Deutschlands ist Köln mit schöner Regelmäßigkeit ganz vorn dabei. Dafür sorgt vor allem der weltberühmte Dom, der seit 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Aber auch abseits dieser berühmten Sehenswürdigkeit gibt es in Köln jede Menge zu entdecken – bei einem Stadtspaziergang für Insider. Dafür braucht man neben der richtigen Kleidung auch bequeme Schuhe. Wer empfindliche Füße hat, sollte über geeignete Einlegesohlen, sogenannte Wechselfußbetten, für mehr Komfort nachdenken.

Belgisches Viertel und ruhender Verkehr
Eine der schönsten Ecken der Domstadt ist und bleibt das Belgische Viertel. Hier sorgen liebevoll restaurierte Fassaden aus der Gründerzeit, mit Street Art geschmückte Nachkriegsbauten und die neoromanische Kirche St. Michael für einen ganz besonderen Mix. Am Rudolfplatz findet sich zudem mit der Hahnentorburg ein Überbleibsel der alten Kölner Stadtmauern. Von dort aus ist es nur ein Katzensprung zu einer wirklich originellen Sehenswürdigkeit: der Skulptur „Ruhender Verkehr“. Auf den ersten Blick ist sie lediglich ein Betonquader, dessen Silhouette kurioserweise an einen Panzer erinnert. Stimmt aber nicht: Im Inneren dieser Skulptur, die 1969 von Wolf Vostell erschaffen wurde, ist ein Opel Kapitän versteckt, der vollständig einbetoniert wurde.

Vor allem aber sind die Parks und Grünanlagen der Stadt einen Abstecher wert. Das gilt vor allem dann, wenn man den Kopf freibekommen und sich um die eigene Fitness kümmern will – und dafür ist es schließlich nie zu früh.

Ausflug ins Grüne – und auf den Friedhof
Eine der schönsten Grünanlagen ist mit Sicherheit die Flora, also der botanische Garten. Der älteste Park Kölns fasziniert mit verwinkelten Gärten, Palmen und Unmengen an verschiedenen Pflanzen. Ganz in der Nähe findet man den Skulpturenpark, der bis heute zu den Geheimtipps in Köln gehört. In diesem Open-Air-Museum findet man Kunstwerke, die spontan begeistern, Skulpturen, bei denen man sich fragt, was der Künstler eigentlich ausdrücken wollte – und die Tomatensuppe am Parkausgang. Das ist nämlich der Name der wohl berühmtesten Skulptur in diesem Museum. Geschaffen hat die überdimensionale Dose, die mit Plexiglas umschlossen ist, der kubanische Künstler Jorge Prado.

Auch der Ausflug auf einen Friedhof ist in Köln ein guter Tipp. Um genau zu sein: auf den Melatenfriedhof. Seinen Namen hat er vom französischen Wort „malade“ für krank. Tatsächlich befand sich hier ab dem 12. Jahrhundert ein Heim für Leprakranke. Darüber hinaus war der Ort auch grausame Hinrichtungsstätte: Im 17. Jahrhundert wurden hier mehr als 30 Frauen und Mädchen als Hexen verbrannt. Heute ist vor allem der linke Teil des Friedhofs sehenswert. Dort reihen sich historische Gräber mit prachtvollen Mausoleen an verwitterte Grabstellen. Auch der Sensenmann ist hier zu finden – und das darf man wörtlich nehmen. Auf dem Grab des wohlhabenden Kaufmanns Johann Müllemeister wurde Ende des 19. Jahrhunderts eine Skulptur in Gestalt von Gevatter Tod errichtet. Ebenfalls sehenswert auf dem Melatenfriedhof ist die sogenannte Millionenallee, die sich über die Ost-West-Achse zieht. In dieser haben die Schönen und Reichen der Stadt ihre letzte Ruhe gefunden. Doch auch der Erfinder der kölschen Originale Tünnes und Schäl ist hier beerdigt worden: Christoph Winter, der Begründer des Hänneschen-Theaters.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: News Factory, Bildquelle: Pixabay

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