Kinderschutzprojekt Notinsel an 200 Standorten in Deutschland umgesetzt

Stadt Stein im Landkreis Fürth ist Jubiläumsstandort

 

“Seit Montagabend wird die kleine Peggy aus Lichtenberg vermisst.” Diese Meldung im Mai 2001 war der Startpunkt des deutschlandweit größten Kinderschutzprojektes Notinsel im öffentlichen Raum. Kinder erleben immer häufiger, dass der Schulweg zum Gefahrenweg wird und Angst und Gefahr zum Alltagsleben dazu gehören. Gefahren durch gleichaltrige und kriminelle Jugendliche, durch Diebe und ausländerfeindliche Gruppen bedrohen die Kinder. “Alle Geschäfte mit dem Notinsel-Zeichen an der Tür bieten Kindern Zuflucht und Schutz. Nicht minder wichtig ist das deutliche Zeichen für den Kinderschutz im öffentlichen Raum und damit gegen potenzielle Täter.”, sagt Jerome Braun, Geschäftsführer von Hänsel+Gretel und Erfinder der Notinsel. Die Notinsel wurde am 02. Mai 2002 in Karlsruhe, dem Sitz der Stiftung Hänsel+Gretel, als Pilotprojekt umgesetzt. Seitdem wächst das Netzwerk ständig weiter. Über 15.000 Geschäfte signalisieren Kindern mit dem Notinsel-Aufkleber an der Tür “Wo wir sind, bist du sicher.”

_______________________________________________________________________________

Das Projekt funktioniert nach einem einheitlichen Prinzip: Gemeinnützige und engagierte Partner im gesamten Bundesgebiet stimmen die Umsetzung vor Ort mit der Stiftung ab und erhalten weitreichende Unterstützung, persönlich ebenso wie durch Unterlagen. Der Erste Bürgermeister der Stadt Stein Kurt Krömer, möchte möglichst viele Geschäfte motivieren, eine offene Tür für Kinder in Not und Gefahrensituationen zu haben. “Was früher mit der Tante Emma selbstverständlich war, ist leider heute nicht mehr so einfach. Deshalb wollen wir den Kindern zeigen, wo Sie Schutz finden, sollten sie in eine schwierige Situation gelangen. Wir sind stolz, dass die Stadt Stein als 200. Notinsel-Standort einen wichtigen Meilenstein erreicht hat und ich wünsche mir, dass die Stiftung bald den 300. Standort einweihen kann, damit noch mehr Kinder Schutz und Hilfe finden.”

 

Text- und Bildquelle: Stiftung Hänsel + Gretel, Bildrechte/Fotograf: Stiftung Hänsel + Gretel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie erklären sich mit der Speicherung und Veröffentlichung der eingegebenen Daten bis zur vollständigen Löschung des Kommentars einverstanden. Der verfasste Kommentar erscheint nicht sofort, sondern erst nach Prüfung und Freigabe durch einen Administrator. Die Einwilligung kann jederzeit z. B. formlos per E-Mail widerrufen werden. Kontakt & Details siehe Datenschutzerklärung

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung