Stadt stellt Diversity-Konzept vor

 

Als erste deutsche Stadt hat Köln 2007 die Charta der Vielfalt unterzeichnet. Als erste Stadt stellt Köln nun ein gesamtstädtisches Diversity-Konzept vor, das die Stadt in ihrer Position als moderne, offene, tolerante, zukunftsfähige und zukunftsweisende Arbeitgeberin und Großstadt festigt. Das Konzept wurde im Auftrag des Rates der Stadt Köln von der zum Sozialdezernat gehörigen „Dienststelle Diversity“ erarbeitet. Es wird mit abschließender Kenntnisnahme des Rates am 20. Dezember 2016 nun in allen Ausschüssen der Stadtverwaltung behandelt. Aktuell stand das Konzept auf der Tagesordnung des Ausschusses für Soziales und Senioren.

 

Damit Köln als Wohn- und Arbeitsort attraktiv bleibt und an Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit weiterhin zunimmt, bedarf es geeigneter Konzepte, Strategien und Maßnahmen. Diversity Management – der strategische Umgang mit Vielfalt – ist ein Instrument, um bevorstehende Herausforderungen konstruktiv anzunehmen und ein Bewusstsein für vorhandene und künftige Potenziale zu erzeugen. Der Nutzen, der sich aus der Anerkennung von Vielfalt ergibt, steht im Vordergrund der Betrachtung und ist zukunftsweisend für ein gesellschaftliches, friedvolles und wirtschaftliches Zusammenleben.

 

Mit der Diversity-Strategie nimmt die Stadt Köln die Gesamtheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, der Einwohnerinnen und Einwohner und diese darüber hinaus in ihrer Eigenschaft als Kundinnen und Kunden der Verwaltung, umfassend in den Blick. Zunehmende Relevanz erhält das Thema Diversity aufgrund von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Veränderungen. Sowohl in der Stadtgesellschaft, als auch innerhalb der Belegschaft der Verwaltung erfolgt ein Wandlungsprozess. Es besteht ein sichtbarer Zuwachs von Frauen und Männern mit Familienpflichten, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, Lebensälteren und Jüngeren, Menschen mit einer Sinnes- , Lern-, psychischen- oder körperlichen Beeinträchtigung, verschiedener sozialer und kultureller Lebensentwürfe, individueller sexueller Orientierung und Identitäten und mit unterschiedlichen Bildungsabschlüssen.

 

Durch die Umsetzung der Maßnahmen werden die Potenziale und Ressourcen, die sowohl innerhalb der Mitarbeiterschaft als auch bei künftigen Fach- und Führungskräften vorhanden sind, in den Vordergrund gestellt, gleichermaßen wertgeschätzt und strategisch genutzt. Das vorliegende Konzept bezieht sich im ersten Schritt auf die Ebenen „die Stadt Köln als Arbeitgeberin“ und „die Stadt Köln als Dienstleisterin“. Auf beiden Ebenen ist die Verwaltung heute und in Zukunft mehr denn je gefordert, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Bürgerinnen und Bürgern durch ihre Angebote und Dienstleistungen Rechnung zu tragen, indem eine Kultur der Wertschätzung und Nichtdiskriminierung etabliert und gefördert wird.

 

Leitziele der Verwaltung

 

–      Die Zukunftsfähigkeit der Verwaltung und ihr Image als moderne Verwaltung sind bis 2020 geschärft und sichergestellt.

–      Die personelle Vielfalt als Ressource und positiver Wert ist aktiv in den Vordergrund des täglichen Handelns gestellt.

–      Die Verwaltung schafft ein wertschätzendes Arbeitsumfeld, in dem Vielfalt gelebt und anerkannt ist.

–      Die Gewährleistung von unterschiedlichsten Talenten auf allen Ebenen der Verwaltung ist sichergestellt.

–      Die Verwaltung stellt sicher, dass alle unterschiedlichen Bedürfnisse von Einwohnerinnen und Einwohnern berücksichtigt sind.

–      Die Einführung von Diversity als Querschnittsaufgabe in und auf allen Ebenen der Verwaltung ist erfolgt.

–      Vielfalt als Mehrwert ist eine Haltung, die den städtischen Leitlinien entspricht und im täglichen Miteinander umgesetzt wird.

 

 

Quelle: Stadt Köln, Bildquelle: KNJ/Martina Uckermann