Lena Meyer-Landrut: “Ich hatte mich selbst verloren”

Lena Meyer-Landrut: “Ich hatte mich selbst verloren”

Lena Meyer-Landrut hat sich im vergangenen Jahr aus einer Schaffens- und Lebenskrise befreit. “Ich war lange Zeit wie in einem Tunnel, fremdbestimmt”, sagt sie im Interview. “Ich hatte mich selbst verloren.” Die Sängerin, momentan vor allem mit ihrer Beziehung zu Mark Forster in den Schlagzeilen, gab im Januar 2019 die Trennung von ihrem langjährigen Freund bekannt. Eine von mehreren radikalen Veränderungen, die aus ihrer Sicht nötig waren, um aus der Krise herauszukommen, wie sie offenbart.

Noch immer ist Meyer-Landrut für viele das junge Mädchen von damals, andere sehen sie als Instagram-Sexsymbol

Sie sei jeden Tag traurig und müde gewesen. Deshalb habe sie eine Pause eingelegt und sich auf eine Reise zu sich selbst begeben: “Auch wenn es keinen Spaß gemacht hat, sich in diesen unangenehmen Bereich des Mit-sich-selber-Beschäftigens zu begeben. Das hat mich auf jeden Fall Überwindung gekostet, weil ich Profi darin bin, Sachen zu verdrängen oder einfach runterzuschlucken und alles wegzulächeln.” Ihr Gewinn des Eurovision Song Contest im Jahr 2010 liegt nun fast zehn Jahre zurück. Noch immer ist Lena Meyer-Landrut aber für viele das junge Mädchen von damals, andere sehen sie als Instagram-Sexsymbol. Folglich fühlt sich die 28-Jährige als Geschäftsfrau oft unterschätzt: “Ich kriege Sachen zu hören wie „Mädel“ oder „Mäuschen“, werde geduzt”, sagt. “Und die Männer neben mir, die jünger sind als ich, werden gesiezt. Man wird nicht gehört, nicht ernst genommen. Wenn man Ansagen macht, wird das belächelt. Oder man wird als Zicke oder hysterisch dargestellt.” 

2010: Unser Star für Oslo und Satellite

Im Herbst 2009 bewarb sich Meyer-Landrut für die Castingshow Unser Star für Oslo, den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2010. Sie wurde für den engeren Kandidatenkreis ausgewählt und trat in der ersten Fernsehshow mit dem Song My Same der britischen Soul- und Popsängerin Adele auf. Die damals 18-jährige Schülerin erntete großes Lob von den Juroren um Veranstalter Stefan Raab. Adele bezeichnete die Version von Meyer-Landrut als „faszinierend“. Die Originalfassung des Songs platzierte sich – ebenso wie das später von ihr gesungene New Shoes von Paolo Nutini – erst nach ihrem Castingshow-Auftritt in den deutschen Singlecharts. Auch Kate Nashs Foundations, Neopolitan Dreams von Lisa Mitchell und Jason Mraz’ Mr. Curiosity kamen nach Meyer-Landruts Interpretation in die deutschen Singlecharts zurück.

Favoritin von Anfang an

Schon vor dem Finale galt Meyer-Landrut als Favoritin. Sie gewann den Wettbewerb gegen die gleichaltrige Schülerin Jennifer Braun mit dem Lied Satellite von Julie Frost und John Gordon und erhielt einen Plattenvertrag bei Universal Music.[20] Einen Tag nach dem Gewinn von Unser Star für Oslo belegte Meyer-Landrut mit den Finalsongs Satellite, Bee und dem von Raab eigens für sie komponierten Love Me, dessen Text sie selbst verfasst hatte, als erste deutsche Sängerin die ersten drei Plätze großer Download-Portale wie iTunes und Musicload. Gleichzeitig stellte sie mit den Singles einen Verkaufsrekord auf. Als erste Interpretin konnte sie auf Anhieb drei Titel in den Top Five der deutschen Single-Charts platzieren. Satellite erreichte Platz eins der deutschen und Schweizer Hitparade und Platz 2 in Österreich. Unter dem Künstlernamen Lena veröffentlichte sie am 7. Mai 2010 ihr Debütalbum My Cassette Player, das sofort auf Platz 1 der deutschen Charts und auf Platz 3 in Österreich und der Schweiz landete.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: DB Mobil, Wikipedia, Bildrechte: Lena Meyer Landrut/Instagram

 

 

 

 

 

 

 

 

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