Natalia Wörner nach ihrer Rückkehr aus dem Libanon: Hoffnung inmitten bitterer Armut

Natalia Wörner nach ihrer Rückkehr aus dem Libanon: Hoffnung inmitten bitterer Armut

Nach ihrer Rückkehr aus dem Projekt für syrische Flüchtlingsfamilien sagt Kindernothilfe-Botschafterin Natalia Wörner: “Das Leben im Libanon bedeutet für die meisten Flüchtlinge ein Leben in bitterer Armut. Das Programm der Kindernothilfe hilft syrischen Kindern und ihren Eltern, wieder zu einem Stück Normalität und Heimat zurückzufinden.” Insgesamt erreicht die Kindernothilfe im Libanon rund 14.000 Kinder und ihre Familien.

 

Hier finden sie endlich einen Platz

Im Kinderschutzzentrum im libanesischen Chouf-Gebirge bereitet das Kinderhilfswerk gemeinsam mit seiner Partnerorganisation momentan Mädchen und Jungen zwischen vier und 14 Jahren auf die Schule vor. Viele der Kinder haben durch Krieg und Flucht monatelang weder spielen noch lernen können. Hier finden sie endlich einen Platz dafür und beginnen unter Anleitung von erfahrenen Psychologinnen, ihre schlimmen traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. “Mich beeindruckt, wie liebevoll und nachhaltig das Projekt die Kinder begleitet, die Eltern unterstützt und ebenso erreicht.”, so Wörner.

 

Die Unterstützung der Kindernothilfe reicht noch weiter

Nach den drei Monaten im Kinderschutzzentrum stehen die Kleinen auch in der Schule und zu Hause weiter in engem Kontakt mit den Sozialarbeiterinnen und können ihre Sorgen und Ängste äußern. Die Unterstützung der Kindernothilfe reicht noch weiter: Sie trägt die Schulgebühren von syrischen Kindern für den Besuch von staatlichen Schulen und leistet Hilfe zum Lebensunterhalt für die Familien, die außer der monatlichen Unterstützung durch das World Food Programme (WFP) in Höhe von umgerechnet 12,50 Euro pro Person weder eigenes Einkommen haben, noch auf Unterstützung durch den libanesischen Staat hoffen dürfen.

 

Die Gewalt und Hetze, die wir gegenwärtig in Deutschland erleben, machen mich wütend

Die Nachricht über rassistische Ausschreitungen in Heidenau und Nauen erreichten Wörner während ihres Auslandsaufenthalts in einem Land mit geschätzten zwei Millionen Flüchtlingen. “Anders als in Deutschland müssen sich Flüchtlingsfamilien in der libanesischen Chouf-Region nicht sorgen, von Bevölkerungsgruppen angefeindet und attackiert zu werden. Die Gewalt und Hetze, die wir gegenwärtig in Deutschland erleben, machen mich – gerade und besonders nach dieser Reise – wütend und beschämen mich zutiefst.”, so Wörner. Berichte und Reportagen über die Reise von Natalia Wörner in den Libanon laufen im Rahmen der ARD-Themenwoche “Heimat” Anfang Oktober auf allen Sendern der ARD.

 

Quelle: Kindernothilfe, Bildquelle: image.net

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