Neue Historische Mitte für Köln

Neue Historische Mitte für Köln

Mit seiner Entscheidung, einen konkreten Realisierungswettbewerb für die „Neue Historische Mitte“ durchzuführen, hat der Kölner Stadtrat eines der städtebaulich bedeutendsten Projekte der Domstadt einen entscheiden Schritt nach vorne gebracht.

 

Konkret wurde ein europaweiter architektonischer Realisierungswettbewerb und die anschließende Entwurfsplanung für einen gemeinsamen Neubau mit Teilen des Römisch Germanischen Museums (RGM), Kölnischem Stadtmuseum (KSM) und Kurienhaus beauftragt. Hohe Domkirche und Stadt Köln wollen den Bereich zwischen Roncalliplatz, Am Hof sowie dem Kurt-Hackenberg-Platz gemeinsam neu gestalten. Die öffentlichen Flächen um das Museumsgebäude des RGM und der Bereich an der Treppe im Süden des Roncalliplatzes werden ebenfalls mit einbezogen. Darüber hinaus soll das Museumsgebäude des RGM saniert und der Museumsdurchgang entsprechend des Ergebnisses des städtebaulichen Wettbewerbs geschlossen werden.

 

Seit mehreren Jahren wird die dringend notwendige Sanierung der beiden städtischen Museen RGM und KSM intensiv diskutiert und geplant. Mit der „Historischen Mitte Köln“ besteht nun die Chance, dies gemeinsam zu bestreiten und dadurch Synergien bei den aktuellen Planungen, beim Bau des Gebäudekomplexes sowie der späteren Nutzung zu erzeugen. Anstelle von zwei voneinander räumlich getrennten Museen ergäbe sich durch diesen gemeinsamen Standort die wesentlich zukunftsweisendere Perspektive, die herausragenden Profile und Bestände beider Museen mit den Sammlungen der Hohen Domkirche zu integrieren und gemeinsam mit dem Kurienhaus eine „neue Historische Mitte“ für Köln zu realisieren.

 

Durch die räumliche Nähe beider Museen, verbunden mit der Sammlung der hohen Domkirche, könnte hierdurch endlich eine umfassende und der Stadt angemessene Darstellung der gesamten, mehr als 2000jährigen einzigartigen Geschichte Kölns verwirklicht werden. Eine Reise von der Gründung Kölns bis in die Gegenwart wäre für die Besucher möglich – und das in unmittelbarer Nähe zum über 750 Jahre alten gotischen Wahrzeichen der Stadt, dem UNESCO-Welterbe Kölner Dom. Zusätzlich entstünde durch die Verbindung dreier Wissenschaftsinstitutionen ein neuer stadthistorischer Forschungsstandort, der die international beachteten Sammlungen der drei Institutionen sowie auch deren reiche Archiv- und Bibliotheksbestände besucherorientiert attraktiv und zugänglich machen könnte.

 

Die Gesamtkosten des Projektes werden derzeit auf ca. 115 bis 140 Millionen Euro geschätzt, wobei sich der städtische Anteil auf ca. 100 bis 123 Millionen Euro beläuft. Die Kosten für die ohnehin unabweisbare Sanierung der beiden Museen sowie der Platzfläche werden auf ca. 76 bis 91 Millionen Euro geschätzt, so dass nach dieser Berechnung eine zusätzliche Differenz von 24 bis 31 Millionen Euro aufzubringen wäre. Nach Fertigstellung der Entwurfsplanung mit detaillierter Kostenberechnung wird der Rat über die Realisierung des Projektes dann konkret entscheiden.

 

Bis dahin soll neben dem Wettbewerb das Kosten-/Nutzenverhältnis für den Weiterbetrieb des KSM bewertet werden, eine Interimsplanung auch für das KSM erstellt und zum Baubeschluss vorgelegt werden sowie die Möglichkeiten für die zukünftige Nutzung des historischen Zeughauses, dem jetzigen Standort des KSM, ermittelt und dem Rat zur Entscheidung vorgelegt werden.

 

Quelle: Stadt Köln, Bildrechte: KNJ/Martina Uckermann

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