Nomen est omen – Das Image von Namen

Den Start einer Langzeitstudie zur Wirkung von Vornamen kündigte der Leipziger Namenkundler Thomas Liebecke für Ende August 2014 an. Eine Online-Befragung wird deren Herzstück bilden. Deutschsprachige Internetnutzer sind dann aufgerufen, ihr Empfinden zu Vornamen in Bezug auf 13 Adjektivpaare festzuhalten. Aus den kumulierten Stimmen wird ersichtlich werden, welches Image den Namen anhaftet bzw. welche Wahrnehmungsaspekte miteinander korrelieren. Umgesetzt wird das Vorhaben in Zusammenarbeit mit dem Namenkundlichen Zentrum der Universität Leipzig. Ziel ist, zu jedem der über 2.300 Namen im Datenbestand grafische Wirkungsprofile zu gewinnen, so genannte Onogramme.

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Namen, die besonders stark mit einer Eigenschaft konnotiert werden, können zusammengefasst und auf Gemeinsamkeiten hin beleuchtet werden. Eingefangen werden Bewertungen zu Aspekten des Namen selbst (Wohlklang, Vertrautheit, Trendyness), sowie zu vermeintlichen Eigenheiten des Namenträgers (z. B. Alter, Habitus, Attraktivität oder Wohlstand). Die Umfrage ist in ihrer Dauer nicht begrenzt. Sie wurde so gestaltet, dass zeitliche Abschnitte rückwirkend betrachtet werden können, woraus sich die Initiatoren langfristig Aufschlüsse über den Wandel im Empfinden von Wohlklang und Namenmoden erhoffen. Diese unterliegen zeitlichen Veränderungen. Liebecke, der bereits die Vorläuferstudie betreute, erklärt dazu: „Welche Eigenschaften wir einer Person allein über den Namen zuschreiben, hängt maßgeblich von unseren bisherigen Erfahrungen mit Trägern dieses Namen bzw. ähnlicher Namen ab.“

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Manche Eindrücke werden jedoch von weiten Teilen der Gemeinschaft geteilt und prägen so das Image der Namen übergreifend. Verschiedene Webportale werden die Umfrage unterstützen. Ab 26. August ist es möglich, über dort eingebundene Befragungsbögen Empfindungen zu Vornamen festzuhalten. Weitere Hintergrundinformationen zur Studie sind erhältlich über http://www.onomastik.com/magazin/vornamen-2014.php.

 

Quelle: Onomastik.com, Archivbild

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