Nur ein Piks: Niemand muss Angst vor der Spritze haben

Nur ein Piks: Niemand muss Angst vor der Spritze haben

Frühe Vorbeugung hilft, dass sich Spritzenangst gar nicht erst entwickelt. Häufig hilft auch ein aufklärendes Gespräch.

Wer Angst vor einer Spritze hat, ist nicht allein: Mehr als jedem Fünften ist laut einer US-amerikanischen Studie mulmig zumute, wenn er sich beim Arzt für eine Reise impfen lassen muss. Das Unbehagen kann sogar so weit gehen, dass man in Ohnmacht fällt. Trypanophobie, wie Fachleute die krankhafte Angst vor Spritzen nennen, wird dann gefährlich, wenn man notwendige Blutuntersuchungen unterlässt oder Impfungen verschleppt.

Therapien und Tipps gegen die Spritzenangst

Häufig hilft bereits ein einfühlsames Verhalten des Arztes sowie ein aufklärendes Gespräch, dass der Patient seine Furcht verliert. “Das löst den Knoten oft schon”, beobachtet Allgemeinmediziner Dr. Markus Frühwein, in dessen Münchner Praxis Schutzimpfungen zum Spezialgebiet gehören.

Um einer Ohnmacht vorzubeugen, hilft es vor einer Spritze die Muskeln in Armen und Beinen rhythmisch anzuspannen. Dabei werden die Gefäße zusammengepresst, das Blut versackt nicht so leicht und die Patienten gewinnen die Kontrolle über ihren Körper wieder – was ihnen oft auch einen Teil der Angst nimmt. Auch die Luft bis zum Piks anhalten, ist ein Weg, die Furcht zu überwinden: Das Gehirn nimmt Wissenschaftlern zufolge Schmerzen dann weniger stark wahr. Reicht das allein nicht aus, können Psychotherapeuten in fünf bis zehn Sitzungen die Panik nehmen. Dies gelingt durch Konfrontation mit Nadeln in kleinen Schritten.

Impferlebnisse mit positive Erinnerungen verbinden

Damit es gar nicht erst zu einer Spritzenangst kommt, ist frühe Vorbeugung wichtig. In seiner Praxis versucht Allgemeinmediziner Frühwein die ersten Impferlebnisse mit positiven Erinnerungen zu verbinden. Zum Beispiel durch ein Pflaster mit Glitzer-Marienkäfern oder Gespenstern, die im Dunklen leuchten. Auch die Aussicht auf ein Päckchen Gummibärchen lässt viele tapfer werden. Wichtig: Eltern sollen den Impftermin nicht dramatisieren – dann geht auch der Nachwuchs eher entspannter damit um.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Apotheken-Umschau, Archivbikld/Pexel

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