Rat beschließt, dass Finanzierung zunächst bis Ende 2019 sichergestellt ist 

Das seit Anfang 2014 laufende Projekt „Willkommen und Ankommen in Köln“ wird befristet um ein Jahr bis Ende 2019 verlängert. Das hat der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag, 14. Februar 2019, beschlossen. Ursprünglich wäre das auf Zuwanderer aus den südosteuropäischen EU-Mitgliedstaaten ausgerichtete Projekt Ende Dezember 2018 ausgelaufen. Die noch laufende Finanzierung aus Drittmitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) wurde durch das zuständige Landesministerium aufgrund neuer Förderrichtlinien nicht verlängert.

Als Bestandteil des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) „Starke Veedel – Starkes Köln“ werden über das von der Stadt Köln geleitete und koordinierte Projekt „Willkommen und Ankommen“ niedrigschwellige Beratungs- und Bildungsangebote für Zuwanderer aus den südosteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten zwischen 18 und 55 Jahren sichergestellt. Ein vorrangiges Ziel dieser Beratungen ist es, diese Menschen in eine Beschäftigung zu bringen. Dies ist in der bisherigen Laufzeit des Projektes gut gelungen. Die Gesamtaufwendungen für das Jahr 2019 liegen bei rund 833.500 Euro.

Mit dem aus heutiger Sicht vorzeitigen Ende des ESF-Projektes zum 31. Dezember 2018 wäre dem Kölner Beratungs- und Unterstützungssystem ein wichtiger, weil konkreter und wirksamer Bestandteil der Hilfe für die Zielgruppe, verloren gegangen. Dies muss insbesondere vor dem Hintergrund gesehen werden, dass grundsätzlich freizügigkeitsberechtigte und arbeitssuchende EU-Bürger keinerlei gesetzliche Ansprüche auf Grundsicherungsleistungen des Regelsystems haben.

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept verfolgt das Ziel, die besonders von sozialer Benachteiligung betroffenen Stadtquartiere sowie die Lebenssituation der dort lebenden Menschen nachhaltig zu verbessern. Eine Förderung dieser Quartiere trägt gleichzeitig zu einer gesamtstädtischen Entwicklung bei und fördert den sozialen Zusammenhalt in der Gesamtstadt.

 

 

 

 

 

Quelle: Stadt Köln, Bildrechte: KNJ/Martina Uckermann