Rehe irritiert durch Sommerzeit! So vermeiden Sie Wildunfälle

Rehe irritiert durch Sommerzeit! So vermeiden Sie Wildunfälle

Nach der Zeitumstellung vom letzten Wochenende sind wir alle morgens noch ganz schön müde. Und nicht nur wir Menschen haben Probleme mit der Sommerzeit, auch die Tiere sind darauf nicht eingestellt. Rehe und andere Wildtiere haben ihren natürlichen Rhythmus – von der Sommerzeit wissen sie nichts. Gerade jetzt im April sind sie von der Zeitumstellung irritiert, sagt Hans Haltmeier, Chefredakteur der “Apotheken Umschau”: “Rehe haben sich in den letzten Monaten daran gewöhnt, am Morgen in der Dämmerung ungestört zu sein und durch die Zeitumstellung fängt der Berufsverkehr jetzt eben eine Stunde früher an. Außerdem sind im Frühjahr die Rehe sehr aktiv auf Futtersuche oder auch weil junge Rehböcke jetzt von den älteren Tieren vertrieben werden.” Deswegen kommt es im April zu besonders vielen Wildunfällen.

Autofahrer sollten ihre Fahrweise anpassen: “Wichtig ist vor allem, dass man den Fuß vom Gas nimmt, vor allem in Waldgebieten oder am Übergang zwischen Wald und Feld. Da sind die erlaubten 100 km/h eindeutig zu schnell. Bei 60 km/h können die meisten Tiere noch rechtzeitig fliehen.” Wenn man einen Wildunfall hatte, muss man zunächst die Unfallstelle absichern. Erst danach sollte man sich um das Tier kümmern: “Wenn das angefahrene Tier tot ist, sollte man versuchen, es mit Handschuhen von der Straße herunterzuziehen. Wenn ein Reh aber nur angefahren ist, dann sollte man Abstand halten, denn die Tiere können durchaus sehr gefährlich werden. Verletzte Tiere keinesfalls ins Auto tragen und zum Arzt bringen. Da ist es dann besser, die Polizei zu rufen oder den örtlichen Jäger zu benachrichtigen.”, so Hans Haltmeier. Mehr als 200.000 Wildunfälle passieren pro Jahr in Deutschland. In acht von zehn Fällen sind Rehe an den Unfällen beteiligt, bei etwa jedem zehnten Unfall laufen Wildschweine vors Auto.

 

Quelle: Apotheken Umschau, Bildquelle: deutschewildtierstiftung.de

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