RIP, David Bowie – Der Starman erreicht den Himmel

RIP, David Bowie – Der Starman erreicht den Himmel

Erst vor wenigen Tagen erreichte alle Motörhead-Fans die schreckliche Nachricht vom Tod des Frontmanns Lemmy Kilmister (KNJ berichtete). Heute nun der nächste Schock: David Bowie ist von uns gegangen! Lemmy und Bowie hatten zwar völlig verschiedene Musikrichtungen, das Leben nahm ihnen allerdings ein und derselbe Mörder: der Krebs.

Ich bin sehr traurig, es ist wahr

Die Öffentlichkeit wusste nichts von seinem Leid. Jetzt jedoch erfuhr die Welt, dass es der Krebs war, dem David Bowie am 10. Januar erlag. Nur drei Tage vor seinem Tod wurde er gerade einmal 69 Jahre alt. Auf Bowies offizieller Facebook-Seite heißt es: „David Bowie verstarb heute friedvoll im Kreise seiner Familie nach einem mutigen 18-monatigen Kampf an Krebs. Während viele von Ihnen an diesem Verlust Anteil nehmen werden, bitten wir darum, die Privatsphäre seiner Familie zu respektieren.“ Auch sein Sohn Duncan Zowie Haywood Jones aus erster Ehe meldete sich über Twitter: „Ich bin sehr traurig, es ist wahr. Ich werde für einige Zeit offline sein.“ Seine zweite Ehefrau, Model Iman Abdulmajid, welche Bowie 1992 heiratete und aus deren Ehe die gemeinsame Tochter Alexandria Zarah (15) hervorging, postete in seinen letzten Tagen kryptische Nachrichten, wie beispielsweise „The struggle is real, but so is God.“ oder „Sometimes you will never know the true value of a moment until it becomes a memory“.

 

Keiner hat sich so radikal von einem Stil und einer Rolle distanziert

David Bowie gehörte zweifelsohne zu den größten und einflussreichsten Musikern der vergangenen Jahrzehnte. Nicht zuletzt wegen seines exzentrischen Stils und seiner unangepassten Art galt er als Vorreiter und Chamäleon in der Musikwelt. Er erfand sich und seine Musik immer wieder neu. Einst schrieb „Die Zeit“: „Keiner hat sich so radikal von einem Stil und einer Rolle distanziert, indem er sich in eine neue stürzte.“ Ab 1972 markierte die für die LP „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars“ erschaffene Figur des bisexuellen „Ziggy“ seinen Aufstieg zum ultimativen Rock-Superstar. Er füllte als „Major Tom“ ebenso die Arenen, wie als bleicher „Thin White Duke“ oder als „Young American“ im Frank-Sinatra-Look.

 

Vor zehn Jahren spielte er in Christopher Nolans „Prestige – Meister der Magie“

Bowie machte auch einen Ausflug in die Schauspielwelt. In Nicholas Roegs Science-Fiction-Film „The Man Who Fell To Earth“ von 1976 war er in der Hauptrolle zu sehen. Unter Julius Schnabel übernahm er später die Rolle von Andy Warhol in „Basquiat“ und vor zehn Jahren spielte er in Christopher Nolans „Prestige – Meister der Magie“. Unvergessen dürfte auch seine Rolle als Koboldkönig Jareth aus dem Film „Labyrinth“ von 1986 sein. Dieser entstand unter der Regie des ebenfalls unvergessenen Jim Henson. Dass Bowie durch und durch ein Künstler war, zeigt auch sein Engagement als Maler und Produzent.

 

Berlin war wie eine Heimat. Das war ein guter Ort für mich, an dem zu der Zeit so vieles vor sich ging

David Bowie kam am 08. Januar 1947 im Süden Londons, im Stadtteil Brixton, zur Welt. Später in den 70-ern lebte der Brite, der zwei verschiedene Augenfarben hatte, zeitweise in West-Berlin. An diese Zeit hatte er gute Erinnerungen: „Berlin war wie eine Heimat. Das war ein guter Ort für mich, an dem zu der Zeit so vieles vor sich ging.“ Bowie schaffte in Berlin den „kalten Entzug“ – denn leider waren die Drogen ebenfalls ein Teil seines Lebens. In dieser Periode entstand der Song „Heroes“, welchen er 1977 gemeinsam mit Brian Eno schrieb. Dieses Lied, das Bowie auch in deutscher Fassung veröffentlichte, lief in dem Drogen-Drama „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ über das Leben von Christiane F.

 

Der „Starman“ ist von uns gegangen

Mehr als 140 Millionen Tonträger gingen im Laufe seiner Karriere über die Ladentische. Erst letzte Woche erschien an seinem 69. Geburtstag sein 25. Album „Blackstar“. Dies wird nun sein Abschiedsgeschenk für all seine Fans sein. Der „Starman“ ist von uns gegangen. Vielleicht wartet er jedoch im Himmel und würde uns gerne mal besuchen: „There’s a starman waiting in the sky. He’d like to come and meet us“

 

David Bowie „Starman“ von 1972:

David Bowie - Starman (1972) HD 0815007

Durch das Starten des Videos wird eine Verbindung zu Youtube aufgebaut, wodurch persönliche Daten übertragen werden. Mehr Infos unter https://policies.google.com/privacy?hl=de

 

 

Quellen: Wikipedia, Bild.de, Spiegel.de, Focus.de, Bildquelle: www.davidbowie.com

 


Konzertkasse – Tickets im bundesweiten Vorverkauf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie erklären sich mit der Speicherung und Veröffentlichung der eingegebenen Daten bis zur vollständigen Löschung des Kommentars einverstanden. Der verfasste Kommentar erscheint nicht sofort, sondern erst nach Prüfung und Freigabe durch einen Administrator. Die Einwilligung kann jederzeit z. B. formlos per E-Mail widerrufen werden. Kontakt & Details siehe Datenschutzerklärung

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung