Sedierung, Stress und Lebensgefahr – PETA fordert pferdefreien Rosenmontagszug in Köln

Sedierung, Stress und Lebensgefahr – PETA fordert pferdefreien Rosenmontagszug in Köln

Kein Spaß für Pferde: Beim diesjährigen Rosenmontagszug in Köln sollen wieder 480 Pferde eingesetzt werden. Laute Musik, fliegende Pralinenschachteln und grölende Narren setzen die sensiblen Tiere ständigem Stress aus. Pferde sind Fluchttiere und sehr schreckhaft. Jedes Jahr werden Menschen und Tiere bei Karnevalsumzügen zum Teil schwer verletzt. Selbst bei trainierten Pferden kann bereits eine geringe Störung den Fluchtinstinkt auslösen. In den vergangenen Jahren gab es vermehrt Berichte über Tiere, die im Vorfeld verschiedener Umzüge mit Beruhigungsmitteln sediert wurden, um der Strapaze standzuhalten. PETA Deutschland e.V. fordert das Festkomitee und die Kölner Behörden nun auf, von einem Einsatz von Pferden beim Rosenmontagszug künftig abzusehen. Außerdem plädiert die Tierrechtsorganisation für ein generelles Verbot von Pferden im Straßenkarneval. „Der Einsatz von Pferden bei Karnevalsumzügen ist unverantwortlich. Durch den Lärm, die Menschenmassen und das hektische Treiben sind Mensch und Tier einem enormen Risiko ausgesetzt.“, so Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA Deutschland e.V. „Für die Feiernden ist der Umzug ein Vergnügen, für die Pferde hingegen purer Stress.“

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Auch der Zugmarschall des Mainzer Carneval-Vereins, Kay-Uwe Schreiber, forderte 2013 kurz nach dem Rosenmontagszug in Mainz einen pferdefreien Umzug. Er begründete dies mit der hohen Unfallgefahr und dem Stress, dem die Pferde ausgesetzt sind. Pferde sind sehr sensible und soziale Lauftiere, die in einer Herde leben möchten. Sie benötigen gutes Futter und stets frisches Wasser, Pflege und medizinische Versorgung. Selbstverständlich sollten zudem natürliches Sonnenlicht und frische Luft zur Verfügung stehen. Wenn diese essenziellen Haltungsvoraussetzungen nicht oder nur unzureichend gegeben sind, bedeutet das für die Tiere ein leidvolles Leben und führt auf Dauer zu lebensgefährlichen körperlichen Beeinträchtigungen. Ein Pferd in guter Haltung kann 35 Lebensjahre und mehr erreichen. Weitere Informationen: www.PETA.de.

 

Text- und Bildquelle/Bildrechte: PETA Deutschland e.V.

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