Sessionsstart in Köln. Ordnungsamt zieht Bilanz

Kölsche Jecke und Besucher feierten den Sessionsstart am 11.11.

 

Der Ordnungs- und Verkehrsdienst der Stadt Köln zieht zur Eröffnung der neuen Karnevalssession am 11.11.2015 Bilanz. Wie zu erwarten, machten sich viele Jecke bereits früh morgens auf den Weg und feierten um 11.11 Uhr die Eröffnung auf dem Heumarkt. Die Sperrung der Fahrspuren in Richtung Innenstadt auf der Deutzer Brücke sowie die Sperrungen in Teilen der Altstadt und des Viertels um den Zülpicher Platz waren im Vorfeld angekündigt worden und konnten planmäßig umgesetzt werden.

 

Bilanz des Ordnungsdienstes

 

Das Konzept „Mehr Spaß ohne Glas“ wurde erfreulicherweise wieder gut angenommen, die Jecken konnten in der Altstadt und im Zülpicher Viertel einmal mehr auf fast scherbenfreien Straßen, Wegen und Plätzen feiern. Bei der Kontrolle an den Zugängen zu den betroffenen Zonen wurde die Stadt Köln von rund 220 Einsatzkräften eines Sicherheitsunternehmens unterstützt, die die Feiernden auf das Glasverbot und die für die Entsorgung von mitgeführtem Glas zur Verfügung stehenden Container hinwiesen. Der Ordnungsdienst war zusätzlich mit 110 Kräften im Einsatz und auch an allen Glas-Kontrollstellen vertreten. Wer mit Glasbehältnissen am Kontrollpunkt ankam, konnte den Inhalt in bereitgestellte Plastikbecher umfüllen, was viele Jecke dankend annahmen. Insgesamt wurden rund 60.000 Becher an die Feiernden verteilt. Der Großteil der Jecken hatte allerdings bereits im Vorfeld auf Alternativen wie Plastikflaschen und Getränkedosen umgestellt.

 

381 Feiernden innerhalb der Zonen (im Vorjahr waren es 497) musste der Ordnungsdienst die Regeln nochmals erklären, anschließend waren aber alle (wie im Vorjahr) mit dem Glasverbot einverstanden. Zwangsgeldandrohungen mussten nicht ausgesprochen werden. Erfreulich ist wieder die Akzeptanz der Kiosk-, Imbiss- und Einzelhandelsbetriebe zum Verkaufsverbot von Glas. Wie im Vorjahr haben sich alle Betriebe an die Spielregeln gehalten, auf die Abgabe von Glasbehältnissen verzichtet und stattdessen Alternativen angeboten.

 

Die hohe Zustimmung zum Glasverbot hat es den Einsatzkräften erlaubt, sich wie im Vorjahr mit besonderer Priorität dem Jugendschutz zu widmen. Insgesamt wurden 201 (Vorjahr: 232) Jugendschutzkontrollen durchgeführt. In 85 Fällen (Vorjahr: 78) musste eingeschritten werden, weil Minderjährige neben Sekt, Wein und Bier auch harte Spirituosen tranken. Die sichergestellten Getränke wurden vor Ort ausgeschüttet. 54 Jugendliche (Vorjahr: 42) wurde beim Rauchen ertappt und mussten ihre Zigaretten abgeben.

 

Erfreulicherweise mussten in diesem Jahr keine (Vorjahr: vier) Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz gegen Gaststätten-, Kiosk- und Trinkhallenbesitzer eingeleitet werden. Gegen einen Gaststättenbetreiber (Vorjahr 0) wurde allerdings ein Verwarngeld wegen einer nicht genehmigten Außengastronomie verhängt.

 

Wie in den Vorjahren musste der Ordnungsdienst bis weit in die Nacht gegen das Urinieren in der Öffentlichkeit vorgehen. Insgesamt 221 Männer (Vorjahr: 280) und 24 Frauen (Vorjahr: 17) wurden als Wildpinkler angetroffen. Maßnahmen gegen Wildpinkler erfordern immer mehr Einsatzkräfte, da von den Personen und dem Umfeld zunehmend Aggressionen ausgehen. Die Fallzahlen sind nur deshalb rückläufig, weil im Einzelfall deutlich mehr Kräfte eingesetzt werden müssen. Tatsächlich stellt der Ordnungsdienst fest, dass immer mehr Feiernde dort urinieren, wo sie es gerade für erforderlich halten.

 

Bei den zahlreichen Kontrollgängen wurden drei hilflose Personen (Vorjahr 13) angetroffen. Für sie wurde medizinische Hilfe gerufen. Im Zülpicher Viertel wurde ein 8-jähriges Mädchen, das wegen der Unterbrechung des Stadtbahnverkehrs auf den Ringen dort aussteigen musste und die Orientierung verloren hatte, von den Einsatzkräften betreut, bis es von seinem Vater abgeholt wurde. In der Altstadt wurde ein Kollege des Ordnungsdienstes durch einen ungezielten Flaschenwurf leicht verletzt. Er konnte seinen Dienst fortsetzen.

 

Bilanz des Verkehrsdienstes

 

Bereits vor dem Start in die Session war der Bereich Heumarkt/ Altstadt für den Verkehr gesperrt, so dass die Eröffnung pünktlich um 11.11 Uhr bejubelt werden konnte. Die Autofahrer hatten sich im Vorfeld überwiegend an die Verkehrsregeln gehalten, trotzdem musste der Verkehrsdienst in diesem Bereich zwei (Vorjahr: 11) behindernd parkende Fahrzeuge abschleppen lassen. Im Bereich der Altstadt mussten im Laufe des Tages sechs (Vorjahr: 21) Fahrzeughalter verwarnt werden, weil sie ihre Fahrzeuge ordnungswidrig abgestellt hatten.

 

Auch im Zülpicher Viertel waren bereits frühzeitig ganztägige Halteverbotszonen eingerichtet worden. Der Verkehrsdienst hatte die Anlieger in den Tagen vor dem 11.11. durch Merkblätter über die Halteverbote informiert. Lediglich ein Fahrzeug (Vorjahr: vier) musste abgeschleppt werden. Weitere drei Fahrzeughalter (Vorjahr: 12) erhielten Verwarnungen wegen ordnungswidrig abgestellter Fahrzeuge.

 

Aufgrund der vielen Feiernden, die auf den Fahrbahnen unterwegs waren, wurden – wie vorbereitet – bereits gegen 11 Uhr die Zülpicher Straße und die Roonstraße für den Fahrzeugverkehr sowie die Zülpicher Straße für die Stadtbahnlinie 9 der Kölner Verkehrs-Betriebe gesperrt.

 

Quelle: Stadt Köln, Archivbild

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