Skunk Anansie rocken in Köln

Skunk Anansie rocken in Köln

Die Zeit scheint Skunk Anansie nichts anhaben zu können. Acht Jahre nach ihrer Trennung führte die Reunion-Tour die 4 Briten ins Kölner E-Werk. Und die Band strahlte immer noch die gleiche Energie und Aggressivität aus wie auf dem Höhepunkt ihrer Karriere Ende der 90iger Jahre. Vor allem Frontfrau Deborah Anne Dyer alias Skin stürzte sich förmlich in den Abend. Mit einer riesigen Glitzer-Boa kostümiert eröffnete sie mit “Selling Jesus” das Konzert. Energiegeladen tanzt und springt sie über die Bühne, präsentiert die größten Hits der Band mit jugendlicher Kraft und Leichtigkeit.


Unglaublich, wie diese Powerfrau noch immer die Bühne rockte! Und auch die Band klang kein bisschen müde. Martin Ivor Kent (Gitarre), Richard Keith Lewis (Bass) und Mark Richardson(Schlagzeug) zeigten, wie viel Spaß es ihnen wieder machte endlich wieder auf Tour zu sein. Ein Album mit frischem Material gibt es noch nicht, aber die Best Of-Compilation “Smashe s and Trashes”, auf der auch 3 neue Stücke zu finden sind. Besonders die neue Single “Because of you” kennen die überwiegend weiblichen Fans  und freuten sich, als Skin sie zum Mitsingen aufforderte. Musikalischer Höhepunkt ist dann “Brazen”, bei dem Skin mit ihrer Powerstimme noch immer die Wände zum vibrieren brachte. Schade nur, dass schon nach einer guten Stunde Schluss war.


Die lautstark geforderten Zugaben hatten es dann aber noch einmal in sich. Auf den Skunk Anansie-Klassiker “Hedonism” folgt noch ein neuer Song, “Squander”, bei dem Skin akustische Gitarre spielt. Und als letzte Zugabe gibt es noch eine grandiose, energiegeladene Version von “Little Baby Swastikka”. Danach ist endgültig Schluss, auch wenn die Fans noch lange weitere Songs fordern – die gibt es erst mit dem neuen Album im kommenden Jahr. Für alle, die nicht dabei waren, überträgt der WDR das komplette Konzert als “Rockpalast Spezial” am 26. Oktober und dazu einen Skunk Anansie-Auftritt vom Bizarre Festival am 17. August 1996. Die perfekte Gelegenheit zu sehen, dass gute Musik nie altert.


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