Spritze oder Spray? – Grippeschutzimpfung für Kinder

Oktober bis April ist Grippezeit. Vor allem Kinder sind ja besonders anfällig, fangen sie sich doch die Viren meistens im Kindergarten oder der Schule ein und stecken dann den Rest der Familie an. Schutz bietet da nur eine Impfung. Problem dabei: Viele Kinder haben Angst vor der Spritze. Zu der gibt es inzwischen aber eine Alternative: Die Impfung per Nasenspray. Wenn es draußen kälter wird, lässt die Grippe nicht lange auf sich warten. Sie gehört zum Herbst dazu wie buntes Laub und ist alles andere als harmlos, sagt Professor Peter Wutzler, Direktor des Instituts für Virologie und Antivirale Therapie am Universitätsklinikum Jena. “Was die klinische Seite anbelangt, so ist die echte Influenza gekennzeichnet durch einen plötzlichen Ausbruch und hohe Temperaturen bis 41 Grad Celsius. Es kommt zu Schweißausbruch bei den Patienten, häufig zu starken Muskel- und Gelenkschmerzen, starken Kopfschmerzen, zu Müdigkeit, zu Abgeschlagenheit. Auch Husten kann auftreten.”

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Manche Patienten müssen dann schon mal zehn Tage das Bett hüten. Besonders für Kinder kann eine Grippe gefährlich werden. “Sie werden auch als das Feuer der Influenza bezeichnet, weil sie zum ersten Mal mit diesen Viren in Kontakt kommen und da sehr schwer erkranken. Wir haben eine jährliche Belastung der Kinder von 20 bis 30 Prozent, das ist ein gerüttelt Maß. Wobei ein erhöhtes Risiko für die Einweisung in Krankhäuser besteht, für Lungenentzündungen, für Mittelohrentzündungen und zahlreiche andere Erkrankungen. Und das trifft halt auch für die Kleinkinder zu, bis zu sieben Jahren etwa, bis sie dann das erste Mal mit dem Virus Kontakt hatten.”, so Professor Dr. med. Peter Wutzler. Um gegen die Folgen der Grippe gewappnet zu sein, hilft nur eine Impfung – gerade auch Kindern. Bislang gab es diese nur als Spritze. Dazu gibt es jetzt eine Alternative. “Wir erleben zur Zeit fast ein Paradigmenwechsel. Denn es besteht jetzt auch die Möglichkeit, neben der Spritze in den Oberarm, einen Sprühimpfstoff einzusetzen, der wie Nasenspray in die Nase gesprüht wird, so dass die Nadel entfällt.” Ein Schutz, der nach zehn bis 14 Tagen wirkt, bis zum Frühjahr anhält und die Kleinen ohne lästige Probleme durch die kalte Jahreszeit bringt. Am besten fragen Sie gleich mal Ihren Kinderarzt, was er für Ihren Nachwuchs empfiehlt: Spritze oder Nasenspray. Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter www.grippe-schutz-impfung.de.

 

Quelle: AstraZeneca, Archivbild

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