Studie zeigt: Nicht einmal jeder Zehnte bezeichnet Impfstrategie als Erfolg

Studie zeigt: Nicht einmal jeder Zehnte bezeichnet Impfstrategie als Erfolg

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat der Impfprozess in Deutschland nun endlich an Tempo zugelegt. Laut dem Impfdashboard des Bundesministeriums für Gesundheit sind bereits über 39 Prozent der deutschen Bevölkerung inzwischen vollständig geimpft. Trotzdem bezeichnet laut einer aktuellen bevölkerungsrepräsentativen Studie, die vom digitalen Versicherungsmanager CLARK in Kooperation mit YouGov durchgeführt wurde, nicht einmal jeder Zehnte (acht Prozent) die Impfstrategie in Deutschland als Erfolg. Doch was genau kritisieren die Deutschen an der Impfstrategie und welche allgemeinen Gesundheits-Trends gehen mit der anhaltenden Corona-Pandemie einher?

Fast jeder zweite CLARK-Studienteilnehmer (46 Prozent) klassifiziert die Impfstrategie als klaren Misserfolg oder behauptet, dass eine Vielzahl an Fehlern begangen wurde. An der deutschen Herangehensweise wird vor allem der Mangel an verfügbaren Impfstoffen kritisiert. Ganze 79 Prozent der Befragten gaben dies an. Allerdings bemängeln die Deutschen noch andere Aspekte. Beispielsweise bewertet fast ein Drittel (30 Prozent) das Festhalten an den verschiedenen Priorisierungsgruppen als zu lang. Auch wird die Einteilung der jeweiligen Gruppen kritisch hinterfragt: 18 Prozent der Deutschen sind laut CLARK-Studie mit der aktuellen Einteilung der Priorisierungsgruppen nicht zufrieden. Zudem sind 15 Prozent der Meinung, dass es zu viele Lockerungen für Ungeimpfte gibt.

Volkskrankheiten werden unterschätzt

Während die anhaltende Corona-Pandemie einerseits das Gesundheitsbewusstsein der Deutschen stark fördert, begünstigt sie gleichzeitig einen alarmierenden Trend: 11 Prozent der Befragten gehen seit Beginn der Pandemie seltener zu Vorsorgeuntersuchungen [3]. Dies ist gerade mit Blick auf Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs problematisch. Ihre Risiken scheinen die Deutschen vermehrt zu unterschätzen. “Mich wird es schon nicht treffen” – Auf diesen Nenner lässt sich das Verhältnis vieler Deutscher zu Volkskrankheiten bringen.

Ein weiterer Grund für die Unterschätzung von Volkskrankheiten stellt sicher auch die starke Präsenz der Pandemie im Alltag der Deutschen dar. Durch sie kann das Risiko dafür, an einer Volkskrankheit zu erkranken, vergleichsweise gering und weniger bedrohlich erscheinen. Laut einer weiteren CLARK-Umfrage halten beispielsweise 28 Prozent der Befragten ihr persönliches Risiko für die Entwicklung eines Bluthochdrucks oder das Erleiden eines Herzinfarkts für gering [4]. Dabei gelten Herz-Kreislauf-Erkrankungen als die häufigste Todesursache in Deutschland [5]. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Krebs: 32 Prozent der Befragten glauben laut CLARK-Umfrage, sie seien vor einer Krebsdiagnose eher sicher. Doch statistisch gesehen erleidet etwa jede/r zweite Deutsche laut Robert Koch Institut (RKI) im Laufe seines Lebens mindestens einmal eine Krebserkrankung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: CLARK, ARchivbild/Pexel

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