Studien belegen: Ätherische Öle wirken gegen Krankenhauskeime

Studien belegen: Ätherische Öle wirken gegen Krankenhauskeime

Im Klinikbetrieb antibakterielle Wirkung gegen MRSA gezielt nutzen

Die Bekämpfung multiresistenter Keime – so genannter Krankenhauskeime – wird nun zur Chefsache erklärt. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe nimmt die rasante Ausbreitung und problematische Behandlung hartnäckiger Bakterien zum Anlass, Hygienevorschriften zu verschärfen und die Verabreichung von Antibiotika zu reglementieren. Beim Kampf gegen multiresistente Keime können naturreine ätherische Öle wertvolle Unterstützung leisten. Deren weitreichende keimtötende Wirkung ist umfassend untersucht.

Im 10-Punkte-Plan von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) geht es neben der künftig strenger reglementierten Verabreichung von Antibiotika vor allem um verschärfte Hygienevorschriften und entsprechende Schulungen im Klinikbereich. Besonders einfach, wirksam und kostengünstig lässt sich die Ausbreitung von gefährlichen, Antibiotika-resistenten Keimen wie MRSA durch den Einsatz von Aromapflege und Raumbeduftung mit hochwertigen naturreinen ätherischen Ölen verhindern. Auch in der Betreuung so genannter Risikopatienten können ätherische Öle einen wichtigen Beitrag leisten.

Studien zur Wirkkraft gegen MRSA-Keime

Viele Untersuchungen bestätigen die antibakterielle und Raumluft reinigende Wirkung ätherischer Öle – schon seit den 60er Jahren*: In einem geschlossenen Raum wurden 210 verschiedene Bakterienarten festgestellt, unter anderem hartnäckige Schimmelpilz- und Staphylokokkenkeime. Bereits 30 Minuten nach dem Versprühen ätherischer Öle war deren keimtötende Wirkkraft nachweisbar. So waren nur noch vier Keimarten feststellbar. Ähnlich das Ergebnis einer Untersuchung von Dr. Jean Valnet, einem prominenten Vertreter der Aromatherapie in Frankreich. Er verglich die Mikrobenhäufigkeit in einem Fichtennadelwald von Fontainebleau, einem großflächigen Waldgebiet in der Nähe von Paris, mit den Luftverhältnissen in einer Pariser Wohnung. Im Wald waren in einem Kubikmeter Luft fünf Mikrobenkeime enthalten, in der Wohnung hingegen 20.000 Keime pro Kubikmeter Luft (cbm) und 9 Mio Krankheitserreger auf dem Teppichboden festzustellen. Die enorme antiseptische Kraft des ätherischen Öls der Fichtennadeln konnte so veranschaulicht werden. Auch Thymian (Hauptbestandteil Thymol), Pfefferminze (Menthol) und Eukalypthus (Eukalypthol), sowie andere Nadelhölzer und Kraut-Essenzen wirken stark reinigend. Umfassend untersucht sind auch Lavendel und Orange. Bereits in ganz dezenter Dosierung können ätherische Öle ihre Wirkung entfalten. Eine Schweizer Untersuchung** erbrachte das Ergebnis, dass die Einspeisung ätherischer Öle (in diesem Fall Bohnenkraut) in Lüftungsanlagen nachweislich antibakteriell und damit reinigend wirkt.

 

Komplexität – das natürliche Rezept gegen Krankenhauskeime

Naturreine ätherische Öle – genau besehen natürliche Stoffwechselprodukte von Pflanzen, die diese z. B. vor Insektenbefall schützen – bündeln die gesamte Abwehrkraft der Pflanze. Durch ihre Vielstofflichkeit bekämpfen die flüchtigen, stark duftenden und fettlöslichen Öle sogar wirksam Antibiotika-resistente Keime (multi-resistente Staphylococcus aureus, kurz: MRSA).

Wie kann das sein?

Während Antibiotika meist nur aus einer Substanz bestehen, die für die Erreger nach einer Weile leicht zu überwinden ist, haben ätherische Öle eine extrem komplexe Struktur. Manche von ihnen enthalten mehr als 500 Inhaltsstoffe, deren Beschaffenheit, abhängig von Herkunft, Jahreszeit und Erntezeitpunkt, immer aufs Neue variiert. Diese komplexe Struktur verhindert, dass Keime und Krankheitserreger – wie bei Antibiotika – „lernen“ können. Sie müssen sich vielmehr immer wieder aufs Neue mit dem Wirkprofil des ätherischen Öls auseinandersetzen.

Ätherische Öle – nützliche Gesundheitshelfer im Alltag

Experten sind sich heute einig: Werden Räume mit ätherischen Ölen aromatisiert, sinkt die Belastung durch Bakterien, Viren und Pilze nachweisbar. Somit sind ätherische Öle die idealen Begleiter, um das Infektions- und Ansteckungsrisiko – z. B. in Schulen, Kindergärten, Senioreneinrichtungen und Kliniken – zu senken. Auf diese Weise kann mit einfachen und natürlichen Maßnahmen sowie aktiver Bewusstseinsbildung wirkungsvoll Gesundheitsvorsorge sowohl im privaten als auch im Businessbereich realisiert werden. Die so genannte Aromatherapie nutzt die Fähigkeiten ätherische Öle mit dem Ziel, die eigene und die Gesundheit anderer Menschen zu erhalten. Heute ist die Aromatherapie als Teil der Phytomedizin anerkannt und der naturwissenschaftlich orientierten Medizin zugeordnet. Während in Ländern wie Frankreich und England ätherische Öle von Ärzten auch oral verabreicht werden, konzentriert sich in Deutschland der Einsatz ätherischer Öle auf äußerliche Anwendungen wie Massagen und Einreibungen sowie Maßnahmen zur sanften Raumbeduftung. In Kliniken wird Aromapflege von ausgebildetem Personal durchgeführt. Die verwendeten Produkte unterliegen der Kosmetikverordnung, an die sich die Hersteller binden müssen. Für den persönlichen Gebrauch können hochwertige Aromatherapie-Produkte als nützliche Helfer im Alltag dienen, um sich vor Ansteckung zu schützen. Ob als Airspray, Roll-On oder als Duftmischung für die Duftlampe – die wohltuende und ganzheitliche Wirkung der Aromatherapie stimuliert die Abwehrkräfte des Körpers.

*) Kinadeter, Möhring, Poppe. „Bausteine für ein positives Mikroklima – Gesund wohnen und leben im biologischen Kraftfeld“, Delphin-Verlag München 1988, Seite 278: Prof. Griffon, Mitglied der französischen pharmazeutischen Akademie und der obersten Hygienekammer Frankreichs untersuchte die bakteriologische Reinheit der Luft. Dr. Valnet bezieht sich in seinen Untersuchungen auch auf Erkenntnisse des Pharmazeuten Cuthberg Hall von 1904.

**) M.C. Pibiri et al.: Reinhaltung der Innenraumluft und Hygienisierung von Lüftungsanlagen mit ätherischen Ölen, in „The international Journal of Aromatherapy (2006) 16, 149-153 sowie V. Edward-Jones et al.: The effect of essential oils on methicillin-restistant Staphyloccoccus aureus using a dressing model, in: Burns 30 (2004) 772-777.

Literatur: Wabner, Dietrich/Beier Christine: Aromatherapie, München 2009 Steflitsch Michaela und Wolfgang: Aromatherapie – Wissenschaft, Klinik, Praxis – Wien 2007

Zur Bewusstseinsbildung werden in der PRIMAVERA-Akademie jährlich ca. 6000 Experten aus den Bereichen Aromatherapie sowie Naturkosmetik geschult. Die Erkenntnisse der Aromatherapie werden in einem eigenen Geschäftsfeld auch der Businesswelt zugänglich gemacht. Infos unter www.primaveraproair.com. Weitere Infos auch unter www.primaveralife.com.

 

Text- und Bildquelle/Bildrechte: PRIMAVERA LIFE

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