Tropen- und Wüstenhaus im Botanischen Garten schließen

Tropen- und Wüstenhaus im Botanischen Garten schließen

Vorbereitungen für den Ersatzneubau der Schaugewächshäuser laufen an

 

Nach der Entscheidung des Rates der Stadt Köln am 23. Juni 2015, die bisherigen Schaugewächshäuser im Botanischen Garten durch einen Neubau zu ersetzen, laufen im Vorfeld der Baumaßnahme die Vorbereitungen für die Sicherung der kostbaren Pflanzenschätze an. Bis zur Eröffnung 2020 gibt es in den Pflanzenhäusern noch viel zu tun. Damit die wertvollen Pflanzenschätze alle zur jeweils passenden Vegetationszeit ausgegraben und in Kübeln gesichert werden können, müssen die tropischen Gewächshäuser und das Wüstenhaus ab dem 1. Februar 2016 für die Besucher geschlossen werden.

KoelnSchliessungTropenWuestenhaus

Nach dem Anwachsen der Pflanzen in den Kübeln unter optimalen Bedingungen bis zum Winter 2016 werden sie in das im Sommer errichtete Interimshaus und in die Sammlungshäuser gebracht. Ab Frühjahr 2017 steht dann der Abriss der maroden Gewächshäuser an, danach der Neubau rund um den historischen „Tropischen Hof“. Zusätzlich bewilligte der Rat die „Orangerie“ als gläserne Verbindung und Ausstellungstrakt zum weiterhin geöffneten Subtropenhaus mit Kamelien, Baumfarnen, Silberbaumgewächsen und Fuchsien.

 

Die Kosten liegen nach derzeitigem Planungsstand bei insgesamt 11,4 Millionen Euro. Der neue Schaugewächshauskomplex soll nach den Plänen des Kölner Architekturbüros Königs bei bis zu knapp 17 Metern Höhe die notwendigen didaktischen Raumwirkungen entfalten. Die dargestellten Themen „Pflanzen ernähren die Welt“, „Der Wert der Vielfalt“ und das „Evolutionslabor Wüste“ werden ab 2020 bei vollständig barrierefreiem Zutritt zu sehen sein. Die „Orangerie“ vergrößert die Ausstellungsfläche für Sonderausstellungen, Kübelpflanzen und auch für die international ausgezeichnete Kamelien-Ausstellung im Winter.

 

Mit über einer Million Gästen pro Jahr gehören Flora und Botanischer Garten Köln zu den besucherstärksten deutschen Anlagen. Die Botanischen Schaugewächshäuser dienen gezielt auch der Bildungsarbeit für die besondere Bedeutung der Pflanzenwelt für unser Überleben, in der Ernährung, Medizin, Technik und auch beim Klima. Die Sammlungen beinhalten sehr wertvolle, einzigartige botanische Seltenheiten und teils sehr alte, große Gewächse. Sie gilt es sowohl im Rahmen der Bemühungen um den Erhalt der Biodiversität, als auch der Globalen Bildung und nachhaltigen Entwicklung zu erhalten. Beispielhaft seien die wertvollen Sammlungen von Aloen, Kakteen, Sukkulenten, Palmen, Orchideen, Bromelien, tropischen Nutzpflanzen und streng geschützten, stark gefährdeten Palmfarnen erwähnt.

 

Das historische Ensemble der Flora-Gärten, der sehr arten- und blütenreiche Botanische Garten sowie die jährliche, einzigartige Kamelien-Ausstellung, werden die Besucherinnen und Besucher während der vierjährigen Bauphase für die neuen Schaugewächshäuser weiter erfreuen. Auch werden neben der jährlichen Kamelien-Ausstellung ab Ende Januar bis Mitte April im Freiland weiterhin Sommerausstellungen gezeigt werden. So eröffnet im Juni 2016 zum Beispiel die Ausstellung „Garten=Theater – Pflanzen in Shakespeares Welt“. Die Schaugewächshäuser können noch während der nächsten Wochen, der Feiertage und in den Weihnachtsferien bis zur Schließung am 1. Februar 2016 täglich von 10 bis 16 Uhr besucht werden.

 

Text- und Bildquelle/Bildrechte: Stadt Köln

 

saturn.de

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