Am heutigen Mittag hat eine PETA-Unterstützerin die TUI-Hauptversammlung im Hannover Congress Centrum gestürmt. Während der Rede des Vorstandsvorsitzenden Sebastian Ebel forderte sie mit einem Schild („TUI: Stop Supporting Orca Abuse. Drop Marine Parks!“) das Ende der Tierquälerei, die mit der Gefangenschaft von Meeressäugern verbunden ist. Die Aktion ist Teil einer laufenden PETA-Kampagne, die TUI aufruft, den Verkauf von Tickets für Meereszoos zu beenden. In diesen Einrichtungen werden Orcas und andere Delfine zur Unterhaltung des Publikums eingesperrt, obwohl wissenschaftliche Studien zeigen, dass viele Orcas unter der Gefangenschaft psychisch und körperlich leiden [1; 2]. PETA drängt TUI, sich endlich anderen Reiseanbietern anzuschließen, anstatt weiterhin vom Leid der Meeressäuger zu profitieren. Zuletzt hatte die DERTOUR Group Ende Oktober weltweit den Ticketverkauf für Aktivitäten mit Meeressäugern in Gefangenschaft beendet.

„Orcas und andere Delfine leiden ihr ganzes Leben lang, wenn sie zu Unterhaltungszwecken gefangen gehalten werden. Sie schwimmen Kreise in engen, kahlen Betonbecken, anstatt weite Ozeane zu durchqueren. Sie sind den Pumpengeräuschen sowie dem Lärm von Musik und Publikum ausgesetzt und müssen in Shows artwidrige und erniedrigende ‚Kunststücke’ aufführen“, so Ayshea Kelly, Aktionskoordinatorin bei PETA. „Es ist an der Zeit, dass TUI versteht, dass Mitgefühl im Geschäftsleben mehr zählt als Profit. PETA fordert den Reisekonzern erneut auf, nicht länger aus dem Leid der Meeressäuger Profit zu schlagen.“

Hintergrundinformationen:

Orcas leiden in Gefangenschaft

Im offenen Ozean schwimmen Orcas bis zu 220 Kilometer am Tag, leben in engen Familienverbänden, spielen, lernen und geben ihr Wissen weiter. Jede Familie hat einen eigenen Dialekt. In Gefangenschaft hingegen sind sie in engen Betonbecken eingesperrt, die etwa 10.000 Mal kleiner sind als ihr Lebensraum im Ozean. Das führt zu physischen und psychischen Problemen bis hin zu Angriffen auf Artgenossen und Trainer. Mehr als 500 Delfine, darunter mehr als 45 Orcas, sind bei SeaWorld und im Loro Parque bereits gestorben. Die spanische Wissenschaftsbehörde hat den Transfer der Marineland-Orcas Wikij und Keijo in den Loro Parque abgelehnt. Auch das französische Umweltministerium schreibt in einer Pressemitteilung vom 13.12.2025, dass es nicht nachvollziehbar wäre, die Tiere zu Unterhaltungszwecken auszubeuten und stimmt dem Transfer der Tiere in ein Sanctuary zu .

 

PETA informiert TUI seit Jahren über das Leid von Orcas und anderen Delfinen, die in Meereszoos in Betonbecken eingesperrt sind und oft bereits in jungen Jahren sterben. Immer wieder ruft die Tierrechtsorganisation das Unternehmen in Gesprächen, bei Aktionen und mit Petitionen auf, Delfinarien weltweit aus seinem Reiseangebot zu streichen. Zahlreiche Reiseunternehmen sind diesen Schritt schon gegangen, darunter namhafte Unternehmen wie Airbnb, Club Med und die DERTOUR Group.

Auch Sarah Connor setzt sich für die Freiheit von Orcas ein und forderte unter anderem im Februar 2025 auf der Aktionärsversammlung TUI auf, die Geschäftsbeziehungen mit den Meereszoos zu beenden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text – und Bildquelle: PETA Deutschland, Fotocredit: Pexels

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