Udo Jürgens plädiert für eine offene Diskussion über Sterbehilfe

“Das Leben ist ein Geschenk, das wir zurückgeben dürfen!”

Am 30.9.2014 feiert der große Unterhaltungskomponist Udo Jürgens (“Merci, Chérie”) seinen 80. Geburtstag. Doch auch in der 8. Lebensdekade steht der Künstler “Mitten im Leben” – passend zum Titel seiner gleichnamigen Tournee, die am 24. Oktober startet. Anlässlich der bevorstehenden Ausstrahlung der TV-Dokumentation “Der Mann, der Udo Jürgens ist” (29.9., Das Erste, 20.15 Uhr), verriet Jürgens, welchen Wunsch er sich unbedingt erfüllen will, was er über Sterbehilfe denkt – und warum er eine Patientenverfügung verfasst hat. Udo Jürgens über seinen größten Zukunftswunsch: “Ich habe eine sinfonische Dichtung geschrieben. Mein größter Wunsch ist, dass diese Sinfonie zu einem großen Anlass aufgeführt wird, etwa bei den Salzburger Festspielen, mit einem grandiosen Gewandhausorchester und mir am Klavier, live vor großem Publikum.”

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Udo Jürgens über das Lebensende: “Für Gespräche über den Tod suche ich Kontakt zu Philosophen, Wissenschaftlern und Buchautoren. Leider stelle ich fest, dass bei diesem Thema alle ratlos sind. Diese Hilflosigkeit nutzen die Religionen aus. Ich selbst bin Darwinist. Sollte ich je so schwer erkranken, dass mein Verstand nicht mehr funktioniert, hoffe ich, es möge dann mehr Toleranz dafür geben, dass es unter der Mitwirkung von Ärzten möglich ist, den letzten Wunsch eines Einzelnen zu erfüllen.” Udo Jürgens über Sterbehilfe: “Ich glaube, das Leben ist ein Geschenk, das wir bekommen haben und das wir auch zurückgeben dürfen. Etwa wenn es nicht mehr würdevoll gelebt werden kann.” Udo Jürgens über Patientenverfügungen: “Alles, was man vorsorglich tun kann, habe ich gemacht. Doch wie jeder weiß, wird das nicht immer angewandt. Eigentlich ist der Wille des Menschen ein Königreich – genauso wie seine Freiheit. Aber Freiheit ist nur dann Freiheit, wenn wir selbst entscheiden können, was wir wollen.”

 

Quelle: HÖRZU, Archivbild

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