Verbesserter Brandschutz an der Haltestelle Poststraße

Verbesserter Brandschutz an der Haltestelle Poststraße

Die Stadtbahnhaltestelle Poststraße in der Kölner Innenstadt wird mit einem erheblich verbesserten Brandschutz ausgestattet. Dies ist das Ergebnis einer gutachterlichen Prüfung zur brandschutztechnischen Ausstattung der Haltestelle, die die Bezirksregierung Köln in ihrer Genehmigung zum Ausbau der Haltestelle gefordert hat. Das Amt für Brücken und Stadtbahnbau legt dem Rat in der Sitzung im März 2015 einen entsprechenden Baubeschluss vor. Die Vorberatungen erfolgen in den Fachausschüssen, beginnend ab 9. März 2015 im Verkehrsausschuss. Die Gesamtkosten für die brandschutztechnische Nachrüstung belaufen sich auf rund 2,96 Millionen Euro. Mit der Genehmigung für den in 2006 vom Rat der Stadt Köln beschlossenen Umbau von Stadtbahnhaltestellen hat die Bezirksregierung Köln die Auflage erteilt, für die Stadtbahnhaltestelle Poststraße ein Entrauchungs- und Entfluchtungsgutachten einzuholen. Die baulichen Veränderungen mit Anhebung der Haltestelle sind bereits in 2007 erfolgt. Im Rahmen des geforderten Gutachtens wurde festgestellt, dass sich die gesetzlichen Grundlagen für die Gestaltung von Stadtbahnhaltestellen zwischenzeitlich geändert haben und bei Neubauten Fluchtmöglichkeiten an beiden Bahnsteigenden vorhanden sein müssen. Die Haltestelle Poststraße verfügt nur über einen einzelnen Zugang, der sich am südlichen Bahnsteigende befindet.

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Umfangreiche Untersuchungen mehrerer Alternativen durch die Stadt Köln, die Kölner Verkehrs-Betriebe AG und die eingeschalteten Gutachter ergaben, dass eine Nachrüstung von zwei maschinellen Rauchabzügen, beweglichen an den Decken installierten „Rauchschürzen“ und einer zusätzlichen Brandmeldeanlage erforderlich werden. Die Rauchschürzen werden im Brandfall automatisch von der Decke bis auf eine verbleibende Durchgangshöhe herabgelassen. Sie halten möglichen Brandrauch im oberen Bereich zurück, so dass er von dort seitlich abgesaugt werden kann. Auf diese Weise können die Fahrgäste durch einen weitgehend rauchfreien Bereich zu den Ausgängen gelangen. Für die Fahrgäste bedeutet dies einen Zeitvorsprung, um sich über rauchfreie Fluchtwege in Sicherheit zu bringen. Die Umrüstung der Haltestelle soll voraussichtlich im Herbst 2015 bei laufendem Stadtbahnbetrieb beginnen. Es ist eine Bauzeit von rund acht Monaten vorgesehen. Wenn Arbeiten im Bereich der Bahnsteigkanten erfolgen, müssen die Bahnsteige gesperrt werden.

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Die Bahnen fahren dann ohne Halt durch. Um die Beeinträchtigungen für Fahrgäste so gering wie möglich zu halten, erfolgen diese Arbeiten in der verkehrsarmen Zeit zwischen 21 Uhr und 4.30 Uhr. Die aufwendige Installation von Brandschutzanlagen war zum Zeitpunkt des Baubeschlusses durch den Rat im Jahre 2006 nicht vorhersehbar. Zu den daraus entstehenden Kosten inklusive derjenigen für die Voruntersuchungen und Neuplanungen erwartet die Stadt Köln Zuschüsse von rund 920.000 Euro. In der aktuellen Beschlussvorlage sind ferner weitere Aufwendungen in Höhe von rund 860.000 Euro aufgrund des erhöhten Planungsaufwands, zusätzlicher Leistungen und unvorhergesehener technischer Schwierigkeiten bei den bereits umgesetzten Bahnsteiganhebungen an den Stadtbahnhaltestellen Poststraße und Appellhofplatz berücksichtigt. Dadurch ergeben sich Gesamtkosten für den Umbau beider Haltestellen von rund 5,87 Millionen Euro.

 

Quelle: Stadt Köln, Bildquelle: KNJ/Martina Uckermann

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