Weltweiter Vergleich der Englischkenntnisse: Deutschland abgeschlagen auf Platz 14

Weltweiter Vergleich der Englischkenntnisse: Deutschland abgeschlagen auf Platz 14

Beim zum dritten Mal durchgeführten weltweiten Vergleich der Englischkenntnisse von Erwachsenen nimmt Deutschland unter den 60 teilnehmenden Ländern nur Rang 14 ein. Die führenden Nationen sind Schweden, Norwegen, die Niederlande und Estland. Insgesamt haben sich die Englischkenntnisse der Deutschen in den letzten sechs Jahren jedoch leicht verbessert. Das Länderranking in der 3. Auflage des EF English Proficiency Index (EF EPI), der jetzt vom internationalen Bildungsanbieter EF Education First veröffentlicht wurde, basiert auf Testergebnissen von 750.000 Erwachsenen aus 60 Ländern im Jahr 2012. Für die Analyse der Entwicklung des Englisch-Sprachniveaus von 2007 bis 2012 wurden weltweit Testdaten von mehr als fünf Millionen Erwachsenen ausgewertet.

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“Als Export-Weltmeister und als Nummer 1 im europäischen Auslandstourismus ist die Beherrschung von Fremdsprachen für die Deutschen von sehr großer Bedeutung, Englisch spielt dabei eine zentrale Rolle.”, sagt Johan Skaar, Geschäftsführer von EF in Deutschland. Dass die Bundesrepublik im europäischen Vergleich hinter den skandinavischen Ländern und den Nachbarn Niederlande, Österreich, Polen oder Belgien rangiere, sei nicht zufriedenstellend. “Hier ist sowohl mehr private Initiative wie auch staatliche Förderung gefragt.”, so Skaar. Die pragmatische Herangehensweise an das Erlernen von Fremdsprachen- etwa durch Schulunterricht und internationale Wirtschaftskontakte – reiche offensichtlich nicht aus, um ein angemessenes Englisch-Niveau in der Bevölkerung zu erreichen.

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Dies spiegelt sich auch im aktuellen EPI von 58,47 Punkten wider. Spitzenreiter Schweden hat hier einen Index-Wert von 68,69, während das Schlusslicht Irak bei 38,16 Punkten liegt. Gegenüber dem ersten Vergleich im Jahr 2009 hat sich Deutschland zwar um 1,83 Punkte verbessert, doch die Zuwachsraten in Österreich (+ 4,08 auf 62,66 Punkte), Polen (+7,08 auf 62,25 Punkte) oder Ungarn (+9,61 auf 60,41 Punkte) liegen über die letzten Jahre deutlich höher. “Wenn Deutschland im weltweiten Ranking weiter im vorderen Drittel bleiben und seine Position dort ausbauen will, sollten die Anstrengungen verstärkt werden.”, sagt Skaar. Neben dem Ländervergleich enthält der Englisch Proficiency Index 2013 zum ersten Mal eine Analyse der Leistungstrends beim Englisch-Lernen innerhalb der letzten sechs Jahre. Die Teilnehmerländer haben danach weltweit ihre Investitionen auf diesem Gebiet verstärkt. Gleichzeitig zeigt der EF EPI auch Zusammenhänge zwischen den Englisch-Fähigkeiten der Arbeitskräfte in einem Land und deren wirtschaftlichen Perspektiven auf. “Damit unser Land wirtschaftlich und politisch überlebt, brauchen wir Bürger, die sich in vielen Regionen der Welt auskennen und die dafür nötigen Sprachkenntnisse besitzen.”, betont Claudius D. Habbich, Referatsleiter beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Die komplette Studie finden Sie hier: http://www.ef.com.de/epi. Zukünftige Editionen des EF EPI werden auf Daten des geplanten EF Test of English (http://www.eftestofenglish.org) basieren – einer Innovation von EF, um standardisierte Tests für alle Englisch-Lerner weltweit online zugänglich zu machen. Weitere Informationen zu EF Education First: http://www.ef.de.

 

EF English Proficiency Index Third Edition

1   Schweden

2   Norwegen

3   Niederlande

4   Estland

5   Dänemark

6   Österreich

7   Finnland

8   Polen

9   Ungarn

10 Slowenien

11 Malaysia

12 Singapur

13 Belgien

14 Deutschland

15 Lettland

16 Schweiz

17 Portugal

18 Slowenien

19 Argentinien

20 Tschechien

 

Ranking 21.- 60.: Indien, HongKong SAR, Spanien, Südkorea, Indonesien, Japan, Ukraine, Vietnam, Uruguay, Sri Lanka, Russland, Italien, Taiwan, China, Frankreich, Vereinte Arabische Emirate, Costa Rica, Brasilien, Peru, Mexiko, Türkei, Iran, Ägypten, Chile, Marokko, Kolumbien, Kuwait, Ecuador, Venezuela, Jordanien, Qatar, Guatemala, El Salvador, Libyen, Thailand, Panama, Kasachstan, Algerien, Saudi Arabien, Irak

 

Quelle: EF Education First, Archivbild

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