Entscheidungen zum KVB-Fahrplanwechsel 2020
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Entscheidungen zum KVB-Fahrplanwechsel 2020

Stadt Köln und KVB sehen Taktverdichtungen und Angebotserweiterungen vor

Die Verwaltung der Stadt Köln hat zwei Beschlussvorlagen mit Angebotsausweitungen und Taktverdichtungen im Stadtbahn- und Busnetz zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 in die politischen Gremien eingebracht. Insgesamt sollen wöchentlich rund 1.480 Fahrten mehr angeboten beziehungsweise verlängert werden, als im Jahresfahrplan 2020 enthalten sind. Hiervon entfallen rund 660 Fahrten auf den Busbetrieb und rund 820 Fahrten auf den Stadtbahnbetrieb.

In Summe werden die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) dann – soweit der Rat der Stadt Köln den Beschlussvorlagen von Stadtverwaltung und KVB in seiner Sitzung am 18. Juni 2020 abschließend zustimmt – ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 im Stadtbahnbetrieb rund 750.000 Kilometer jährlich mehr leisten, im Busbetrieb rund 570.000 Kilometer jährlich. Bei der Stadtbahn ist das ein Zuwachs von rund vier Prozent und beim Bus von rund drei Prozent.

Die Beschlussvorlagen der Stadtverwaltung beinhalten sowohl Taktverdichtungen im Stadtbahn- und Busnetz, als auch linienbezogene Erweiterungen im Busbetrieb. Mit den vorgesehen Veränderungen sollen die Kapazitäten des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) spürbar vergrößert werden. Durch diese Stärkung des ÖPNV als umweltfreundliche und nachhaltige Mobilitätsalternative wird dieser noch attraktiver werden. Stadt und KVB schaffen hierdurch eine weitere Grundlage zum Umstieg in Busse und Bahnen sowie zur Senkung des Anteils des motorisierten Individualverkehrs. Die Verbesserungsvorschläge von Verwaltung und KVB sind unter anderem Folge von umfangreichen Überprüfungen und Fahrgasterhebungen.

Die Kosten für die vorgesehenen Leistungssteigerungen betragen – vor allem aufgrund des Mehrbedarfs an Personal und Fahrzeugen bei der KVB – insgesamt rund 1,6 Millionen Euro in 2020 und rund 10,3 Millionen Euro jährlich ab 2021.

Taktverdichtungen bei Stadtbahn und Bus vor allem am Samstag
In der gesellschaftlichen Diskussion um Klimaschutz und Luftreinhaltung rückt die Notwendigkeit eines attraktiven ÖPNV immer stärker in den Fokus. Eine Forderung hierbei zielt auf die Taktverdichtung des ÖPNV am Wochenende ab. Zum kommenden Fahrplanwechsel im Dezember 2020 soll auf allen Stadtbahn-Linien der KVB auch samstags von etwa 9 Uhr bis etwa 20 Uhr ein 10-Minuten-Grundtakt angeboten werden.

Einzelne Außenäste sollen im 20‑Minuten-Takt bedient werden und sind damit kompatibel zum 20-Minuten-Grundtakt, der samstags von 9 Uhr bis 20 Uhr im S-Bahn-Netz der Eisenbahnen gefahren wird. Zudem soll auf den Stadtbahn-Linien täglich auch von 23 Uhr bis 24 Uhr im 15-Minuten-Takt gefahren werden. Bisher endet der 15-Minuten-Takt bereits um 23 Uhr, danach gilt bisher ein 30-Minuten-Takt.

Im Busnetz sollen samstags vielfach auch die Takte, wie sie an den Wochentagen Montag bis Freitag gefahren werden, übernommen werden. Hier muss aber aufgrund der differenzierteren Nachfrage auf den einzelnen Linien deutlich spezifischer vorgegangen werden. Im Ergebnis sollen nicht alle Linien einen kürzeren Takt bekommen. Für einzelne Linien soll der Takt in der neuen Taktstruktur auch leicht gestreckt werden.

Bei der Entscheidung über den im Konzept für das Busnetz jeweils vorgesehenen Samstags-Takt wurde als Kriterium die aktuelle Nachfrage auf der jeweiligen Linie zugrunde gelegt. Weitere Entscheidungs-Kriterien waren der Abgleich mit den montags bis freitags bestehenden Taktungen sowie die Bedeutung der jeweiligen Anschlüsse zum S-Bahn-Netz.

Die Fahrgäste der Bus-Linien 151 und 152 können davon profitieren, dass auf diesen Linien montags bis samstags durch die Überlagerung der Fahrten von 19 Uhr bis 20 Uhr ein gemeinsamer 10-Minuten-Takt realisiert werden soll. Die Linie 152 bekommt dann von 20 Uhr bis 23 Uhr einen 15-Minuten-Takt.

Linienbezogene Erweiterungen im Busbetrieb
Darüber hinaus sind verschiedene Erweiterungen im Busbetrieb vorgesehen. So soll der Linienweg der Linie 130 in Sürth um etwa 600 Meter verlängert werden, um ein dortiges Wohngebiet besser zu erschließen. Bislang endet diese Linie an der Haltestelle „Sürth Bahnhof“, die – unabhängig von der Linienverlängerung – bereits ab dem 30. Juni 2020 verlagert werden muss.

Aufgrund der Bautätigkeit eines Investors steht die Bushaltestelle „Sürth Bahnhof“ nicht mehr in vollem Umfang zur Verfügung und wird deshalb für beide Fahrtrichtungen neu platziert. Mit Beginn der Hochbaumaßnahme soll die Führung der Linie 130 durch die Straße „Unter Buschweg“ bis zur neuen Endhaltestelle „Josef-Kallscheuer-Straße“ in gleichnamiger Straße erfolgen. Zwischen den beiden genannten Haltestellen ist eine neue Haltestelle geplant, die voraussichtlich „Unter Buschweg“ heißen wird.

Des Weiteren sollen die Betriebszeiten auf der Linie 147 an allen Wochentagen zwischen den Haltestellen „Neusser Straße/Gürtel“ und „Am Bilderstöckchen“ bis 22 Uhr ausgedehnt werden. Bisher endet der Betrieb auf diesem neun Haltestellen umfassenden Linienabschnitt montags bis samstags gegen 20 Uhr, sonntags gegen 19.30 Uhr  an der Haltestelle „Neusser Straße/Gürtel“.

Die Vorlagen sind im Ratsinformationssystem der Stadt Köln einsehbar. Hier finden Sie auch die geplanten Änderungen in den einzelnen Linien:
https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=94219
https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=93929

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Stadt Köln, Bildrechte: KNJ/Martina Uckermann

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