Im Alltag zwischen Familie und Job steht allzu oft im Fokus, was uns ärgert oder was nicht funktioniert. „Irgendwie fällt es uns immer leichter, das Schlechte zu sehen“, erläutert Dr. Annegret Braun, Glücksforscherin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. „Leider zieht uns das aber auch runter und noch schlimmer: Man scheint Negatives zusätzlich anzuziehen.“ Die Expertin rät daher, sich jeden Tag auch das Positive bewusst zu machen. „Führen Sie ein tägliches Dankbarkeitsritual für die ganze Familie ein, zum Beispiel abends bevor es ins Bett geht oder beim gemeinsamen Abendessen.“ Dabei nennt jeder drei schöne Dinge, die am Tag passiert sind. „Der Blick auf Positives verändert Ihre innere Haltung, Sie werden sich zufriedener fühlen“, sagt Braun.

Wichtig ist – gerade für Eltern mit kleinen Kindern – auch, sich Freiräume zu schaffen. Eine Sprache lernen, einen Kochkurs belegen, zum Yoga gehen, die Laufschuhe wieder rausholen oder sich einfach nur ein heißes Bad mit Duftöl einlassen – Hauptsache es ist etwas, das man für sich allein macht. „Einmal die Woche genügt schon“, sagt Diplom-Psychologin Birgit Spieshöfer aus Verden. „So bleibt Ihr Freiraum etwas Besonderes, und Sie werden Kraft daraus schöpfen.“

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Baby und Familie, Archivbilder