Ist der Islam weltoffen oder von der Welt abgewandt?

Ist der Islam weltoffen oder von der Welt abgewandt?

Vortrag und Expertenrunde im Rahmen von „Pilgern – Sehnsucht nach Glück?“

 

Der Islam und seine verschiedenen Ausprägungen stehen im Januar 2017 bei zwei Veranstaltungen im Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt, Cäcilienstraße 29-33, Köln-Innenstadt, im Mittelpunkt: Am Donnerstag, 12. Januar, 18 Uhr, nimmt der Islamwissenschaftler Daniel Budke den politischen Islam in den Blick. Am Donnerstag, 26. Januar, 19 Uhr, diskutiert eine Runde von Expertinnen und Experten „Facetten eines weltoffenen Islams“. Moderiert wird die Diskussion von dem Nahost-Experten und früheren ARD- Auslandskorrespondenten Marcel Pott. Beide Veranstaltungen sind Teil des Rahmenprogramms zur Sonderausstellung „Pilgern – Sehnsucht nach Glück?“, die im RJM bis zum 9. April 2017 zu sehen ist.

 

Vortrag am Donnerstag, 12. Januar, 18 Uhr: „Politischer Islam“

 

Ist der Islamismus ausschließlich eine politische Instrumentalisierung von Religion, die in dieser Lesart der Vergangenheit verhaftet ist, keine Trennung von Religion und Staat kennt und sich der Globalisierung entgegenstellt? Dieses Deutungsmuster wird der tatsächlichen Komplexität kaum gerecht, so Daniel Budke, Islamwissenschaftler am Orientalischen Seminar der Universität zu Köln. In seinem Vortrag wendet er sich ausgewählten Gruppierungen zu – von den Muslimbrüdern bis hin zum so genannten Islamischen Staat. Daniel Budke hat die Kuratoren der Sonderausstellung bei Konzeption und Entwicklung der Szenen zu Kerbela und Mekka wissenschaftlich beraten. Der Eintritt kostet 5 Euro.

 

Diskussion am Donnerstag, 26. Januar, 19 Uhr: „Facetten eines weltoffenen Islams“

 

Formen und Ausprägungen des Islams, die bei uns kaum bekannt sind, werden bei der hochkarätigen Diskussionsrunde vorgestellt. Dazu zählen muslimische Reformerinnen, die sich um eine Vereinbarkeit der Scharia mit internationalen Menschenrechtsstandards bemühen, Vertreterinnen des islamischen Feminismus, die eine Neuauslegung der religiösen Quellen fordern, oder Mouriden, eine Sufi-Gemeinschaft im Senegal, die einen weltoffenen Islam vertritt. Es diskutieren Cheikh Anta Babou, Professor für Afrikanische Geschichte und Geschichte des Islam in Afrika, University of Pennsylvania, Philadelphia, Sabine Damir-Geilsdorf, Islamwissenschaftlerin am Orientalischen Seminar und Mitglied des Global South Studies Center der Universität zu Köln, Imamin Shaykha Halima Krausen, Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg und Akademie der Weltreligionen, und Dorothea Schulz, Institut für Ethnologie und Global South Studies Center der Universität zu Köln. Es handelt es sich um eine Kooperation von RJM und Museumsgesellschaft RJM e.V., CA IV und GSSC der Universität zu Köln, Heinrich-Barth-Gesellschaft e.V., Heinrich-Barth-Institut e.V., stimmen afrikas/Allerweltshaus Köln. Der Eintritt kostet 7,50 Euro, ermäßigt 5 Euro.

 

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.museenkoeln.de/rjm und im Programm Januar bis März 2017.

 

Text- und Bildquelle: Stadt Köln

Bildrechte/Fotografin: Beate Schneider (Vertreter eines weltoffenen Islams in Touba, Senegal)

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