​Auch in diesem Jahr  wurde wieder nach dem Superstar für Deutschland gesucht. Allerdings hat RTL auch hier ordentlich den Rotstift angesetzt. Gab es früher nach dem Casting neun Shows, so sind davon nur noch drei übrig geblieben. Gerne ließ Dieter Bohlen beim Casting mal Außenseiter durchschlüpfen. Beste Beispiele sind Menderes und Daniel Kübelböck aka Lana Kaiser. Diesmal nahm er auch mittelmäßige Sängerinnen und Sänger mit. Zufall oder Berechnung? Menderes war gestern Abend auch zu sehen und zu hören. Naja, mehr Chor als alles andere. Aber er war immer bescheiden und fair. Hat auch gekämpft. Und so machte auch er seinen Weg.

Bereits 2005 schaffte es Menowin in die Top 20, musste dann aber aufgrund einer Gefängnisstrafe ausscheiden.

Beim Casting geschah etwas Erstaunliches. Ein junges Mädchen namens Jiepen stand plötzlich vor der Jury und sang einen Titel von Marianne Rosenberg. Leider traf sie die Töne nicht, aber Dieter, der als großer Marianne Rosenberg Fan gilt, ließ diesmal keine Gnade walten. Allerdings fiel ihm der Nachname des Mädchens auf. Fröhlich? Da gab es doch schon mal einen Teilnehmer mit diesem Nachnamen. Menowin Fröhlich. Und schwupp kam er rein und stand vor der Jury. Dieter Bohlen war hoch erfreut und so folgte ein Schritt nach dem anderen. Gleich ging Dieter ans Eingemachte, fragte, ob er sich nochmal eine Teilnahme bei DSDS vorstellen könne.

Natürlich konnte er das und ehe man sich versah, rockte Menowin gleich mal mit dem bekannten Stevie Wonder Song und bekam den Freifahrtschein direkt zum Recall. Dabei darf man nach einer Teilnahme bei DSDS nicht mehr antreten. Das war hier plötzlich abgeschafft und Menowin war wieder am Start. Dabei war sein Weg in den letzten Jahren geprägt von Skandalen und Gerichtsurteilen, Drogenexzesse und Gewalttaten. Bereits 2005 schaffte er es in die Top 20, musste dann aber aufgrund einer Gefängnisstrafe ausscheiden.

Musikalisch war Menowin untergegangen

Fünf Jahre später kam er ins Finale, überzeugte in allen Liveshows und wurde überraschend nur Zweiter. Es folgen wieder Berichte über Drogenprobleme und gerichtliche Termin sowie Auftritte in Reality-Shows wie „Promi Big Brother“. Musikalisch aber war Menowin untergegangen. Dass der 38-Jährige noch einmal mitmachen durfte, erschien vielen Zuschauern und Zuschauerinnen nicht richtig. Schon wie bei der Teilnahme von Gil Ofarim im Dschungelcamp gab es geteilte Meinungen im Publikum. Und mit der erneuten Teilnahme von Menowin setzt der Show-Dauerbrenner wieder auf eine skandalträchtige Story: der gefallene Star, der mit sich und seinen Dämonen  kämpfte und nach einem langen Weg geläutert zurückkehrte.

Zweifel an der Echtheit dieser Geschichte?

Schnell aber reagierte das erstaunte Publikum und hegte Zweifel an der Echtheit dieser Geschichte. Alles abgesprochen? Menowin verneint.  Absprachen? Davon will der Sänger nichts wissen. Fröhlich selbst bestritt jegliche Absprachen :“Ich war da in erster Linie als Vater.“ Dass sich daraus so etwas entwickelt, war nicht geplant. „Aber manchmal entstehen die wichtigsten Dinge im Leben genau dann, wenn man sie nicht kontrolliert.“ Der Sänger selbst setzte sich als Ziel, das Trauma seines ersten DSDS-Finale endlich zu überwinden. Zu groß war die Enttäuschung des jungen Sängers, der sich so siegessicher gab, diese Niederlage zu verkraften.

Jeder hat eine zweite Chance verdient und Menowin hat sie genutzt.

Gestern war es soweit. Der Superstar sollte ermittelt werden. Bei der über dreieinhalb stündigen Finalshow aus Köln setzte sich Fröhlich gegen Constance Dizendorf (19), Tyrell Hagedorn (19), Paco Simic (23) und Abii Faizan (24) durch. Mit Ausnahme von Constance gab es ja auch für Menowin keine große Konkurrenz. Paco wurde gefeiert, muss aber noch sehr viel üben und schied ebenfalls aus. Schiefe Töne von Tyrell. Einzig Abii sang gut und nicht hinter dem Beat. Menowin, den ich bereits vor langer Zeit im Interview hatte, erwartet einen Plattenvertrag und 100.000 Euro.

Sein Gewinnertitel heißt „Mercy On Me“ und beschreibt seinen Weg zur Vergebung, denn der Sänger hat den Weg zu Gott gefunden. Als ich Menowin damals traf, war ich angenehm überrascht. Ein höflicher, junger Mann. Aufgeschlossen und sympathisch. Wenn da nur nicht das falsche Management gewesen wäre. Eine abgehalfterte Barfrau, die auf Managerin tat. Das konnte nicht gut gehen. Aber Menowin hat es geschafft. Er ist ein begnadeter Sänger, der einen harten Weg hinter sich hat. Dass er es geschafft hat, von Drogen und Alkohol wegzukommen, ist eine enorme Leistung. Jeder hat eine zweite Chance verdient und Menowin hat sie genutzt.

DSDS“ geht im kommenden Jahr mit der 23. Staffel weiter. In der Jury sitzen dann erneut Ewigjuror Bohlen, Ballermann-Sängerin Isi Glück und Rapper Bushido.

Als „Superstar 2026“ bekommt Menowin Fröhlich 100.000 Euro Siegprämie und veröffentlicht seinen Gewinnersong „Mercy On Me“ bei Embassy of Music. Der Siegersong „Mercy On Me“ von Superstar Menowin ist überall auf der offiziellen DSDS-Playlist https://dsdsplaylist.lnk.to/officialplaylist zu hören. Der „Superstar 2026“ wird am Montag bei Punkt 12 zu Gast sein.

Die Voting-Ergebnisse des Finales im Überblick:
56,52 Prozent Menowin
30,30 Prozent Constance
8,75 Prozent Tyrell Hagedorn
4,43 Prozent Paco Simic

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: RTL/Martina Uckermann, Fotocredit: RTL

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